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“Die Hauptzielgruppen für EKALOG sind Einkaufs- und Beschaffungsleiter sowie Logistikleiter und Logistikverantwortliche des verarbeitenden und produzierenden Gewerbes.”

Klaus-Martin Meyer: Herr Holtmann, Sie arbeiten als Chefredakteur für EKALOG. Könnten Sie sich und Ihr Portal bitte kurz vorstellen?

Holtmann: Seit über 25 Jahren bin ich nun im Bereich Einkauf tätig. Nach einer klassischen Berufsausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann und Handelsfachwirt beschäftigte ich mich früh in meiner beruflichen Laufbahn mit dem Thema Einkauf und Beschaffung. Seit 1993 bin ich Trainer und Berater und Leiter der Einkäufer-Akademie. Gleichzeitig bin ich seit 2001 als Chefredakteur des „Einkaufsmanager“ tätig, einem Informationsdienst für Einkaufs-Profis.
EKALOG ist ein Wissens- & Ratgeber-Portal für Einkaufsmanager bzw. Mitarbeiter in Einkaufsabteilungen, Stahl- und Metalleinkäufer sowie Logistikleiter. Mit vielen verschiedenen Checklisten, Mustervorlagen und praxisorientierten Beiträgen zum Thema Einkauf, Rohstoffeinkauf, nationale und internationale Beschaffung und Logistik hilft es Einkäufern und Logistikmanagern beim operativen Tagesgeschäft.
Besonders hilfreich sind dabei auch praktisch umsetzbare Tipps zum Thema Kostensenkung im Einkauf, Antworten auf verschieden rechtliche Fragestellungen wie auch der Überblick über die aktuellen Einkaufspreise und Preisentwicklungen von über 120 Produkten.

Klaus-Martin Meyer: Wer ist genau die Zielgruppe für EKALOG?

Holtmann: Die Hauptzielgruppen für EKALOG sind Einkaufs- und Beschaffungsleiter sowie Logistikleiter und Logistikverantwortliche des verarbeitenden und produzierenden Gewerbes. Aber auch Importleiter, Leiter des technischen Einkaufs und der Lagerwirtschaft, Speditions- und Fuhrparkleiter werden Informationen auf dem Portal finden, mit denen sie die Abläufe in ihrem Unternehmen optimieren und vereinfachen können.

Klaus-Martin Meyer: Sie sind als Fachautor schon seit langem mit der Materie Einkauf befasst. Was hat sich fundamental geändert?

Holtmann:  Viele Unternehmen arbeiten aktiv an der Professionalisierung der Einkaufsabteilung. Dazu hat die letzte Krise erheblich beigetragen. Der Einkauf musste da häufig als „Renditeretter“ einspringen. Es war einfach notwendig die Ausgabenseite stärker in den Fokus zu nehmen. Dieser Weg ist aber noch lange nicht abgeschlossen.
Ich verrate Ihnen das wichtigste  Geheimnis für eine wirklich erstklassige Einkaufsperformance:  Einkaufskostentransparenz !  Nur Preisanalytik sorgt für echte Kostentransparenz auf der Lieferantenseite.  Die Kostenstruktur und Kalkulation Ihrer Lieferanten sind die wahren Erfolgsschlüssel für außergewöhnliche Einkaufserfolge. Target Costing (Zielkostenrechnung), Open Book Accounting (OBA, Offenlegung von Kosteninformationen) und Cost Breakdowns (CBD) ersetzen das Feilschen um den Preis. Die Lieferanten argumentieren ständig mit gestiegen Kosten (höhere Stahlpreise, Rohstoffpreise …). Der Einkauf muss ständig prüfen, ob das stimmt.

Klaus-Martin Meyer: Aktuell würde uns auch interessieren, welchen Einfluss der allgemeine Anstieg der Rohstoffpreise auf das Einkaufsverhalten der Unternehmen hat?

Holtmann:  Immer mehr Unternehmensführer begreifen,  wie stark der Renditehebel auf der Beschaffungsseite ist. Da der Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten in der deutschen verarbeitenden Industrie durchschnittlich bei 58 % liegt, ist praktisch jedes produzierende Unternehmen stark von Vormaterial- und Rohstoffpreiserhöhungen betroffen.

Hedging  (to hedge = schützen, abdecken, absichern) ist bei einigen Rohstoffen auch für kleinere Jahresmengen machbar . Eine wirklich große Zahl von mittelständischen Einkaufsabteilungen muss hier schnellstmöglich die bestehenden Informationsdefizite beseitigen. Der Einkauf, als firmeninterner Spezialist für die Ausgabenseite, muss sich unbedingt mit den verschieden Instrumenten der Preis-Absicherung vertraut machen. Der Einkauf muss das Hedging  gegenüber der Geschäftsleitung ansprechen, vorantreiben und einfordern. In den letzten Jahren und in der jüngsten Vergangenheit, haben viele Firmen durch die extremen Rohstoffpreis-Schwankungen viel Geld verloren.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage: Wo steht EKALOG in fünf Jahren?

Holtmann: Unser Ziel ist es, die Reichweite von EKALOG weiter auszubauen und als Informations-Plattform unseren Zielgruppen eine noch größere Arbeitserleichterung und höchstmögliche Informationsdichte zu ermöglichen. EKALOG soll in fünf Jahren DAS Zielgruppen-Portal für Einkäufer und Logistiker auf dem deutschen Markt sein.

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