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“Wir haben inzwischen über 300 angemeldete Händler, ca. 215 sind bereits mit ihren Shops online gegangen.” - Im Interview mit Tobias Kobier

Klaus-Martin Meyer: Tobias, wir unterhielten uns an dieser Stelle am 10. Juni 2007. Was ist bei Tradoria seit dem passiert?

Tobias Kobier: Eine ganze Menge. Wir haben inzwischen über 300 angemeldete Händler, ca. 215 sind bereits mit ihren Shops online gegangen. Insgesamt gibt es jetzt bereits über 60.000 Produkte auf Tradoria zu kaufen. Zudem durften wir uns über eine ganze Reihe Auszeichnungen und Preise freuen (Preisträger beim Günderwettbewerb Multimedia, Finalist beim Internetunternehmer des Jahres, wichtigste Köpfe der Internet-Branche, Nominierung als Innovationstreiber des Jahres, und, nicht zu vergessen, den “Rattenschwanz der Woche“).

Und wir konnten ein enormes Wachstum hinlegen. Im letzten Quartal konnten wir bei Traffic und Bestellvolumen jeweils um 100% pro Monat zulegen. Ausserdem arbeiten wir derzeit mit aller Kraft an der Version II des Tradoria Portals, die in Kürze starten wird.

Klaus-Martin Meyer: Wenn ich das Konzept von Tradoria richtig verstehe, wird dem Händler sowohl der Shop unter der eigenen Domain geboten als auch dem Kunden das Shoppingerlebnis auf tradoria.de. Kann man sagen, über welche Plattformen mehr Transaktionen generiert werden?

Tobias Kobier: Ca. 60% der Transaktionen werden über die Shops der Händler und ca. 40% über das Tradoria.de Portal abgewickelt. Das Verhältnis ist dabei sehr stabil. Zwar eröffnen ständig neue Händler ihre Shops und generieren Bestellungen. Gleichzeitig steigt aber auch der Traffic und das Bestellvolumen auf dem Portal stetig an.

Klaus-Martin Meyer:
Wie sind die Händler mit dem Umsatz zu frieden, der über tradoria.de kommt und wie zufrieden seit Ihr mit den Marketing-Aktivitäten der Händler?

Tobias Kobier: Die Händler sind mit den Umsätzen über tradoria.de sehr zufrieden und teilweise überrascht, wie schnell nach Eröffnung teilweise schon Bestellungen eingehen.
Mit den Marketingaktivitäten der Händler sind wir ebenfalls zufrieden. Wir haben einige Händler, die sich sehr gut mit Google-AdWords auskennen und natürlich entsprechend erfolgreich agieren. Dazu trägt dann auch noch die gute Auffindbarkeit der Shops bei Google bei.
Wir wollen aber allen Händlern ermöglichen, effektives Marketing für ihren Shop zu machen. Daher haben wir vor Kurzem das Tradoria Händler-Forum ins Leben gerufen. Für die Moderation konnten wir Peter Höschl vom shopanbieter.de-Blog gewinnen. Zusammen mit Peter wollen wir hier den Händlern mit Praxistipps zu Google-AdWords und Shopmarketing weiterhelfen. Zudem werden wir im 2. Quartal die Shopsoftware der Händler um E-Mail-Marketing-Funktionen sowie Gutschein/Coupon-Funktionen erweitern.

Klaus-Martin Meyer: Vor Kurzem gab der erste Händler auf, weil der Aufwand neben einem regulären Job zu groß wurde. War der über eBay erzielte Preis angemessen oder eher zu niedrig?

Tobias Kobier: Ich denke, der erzielte Preis war angemessen. Immerhin war der Shop nur 4 Monate bei Tradoria online, und vor der Tradoria-Zeit erzielte er kaum nennenswerte Umsätze. Der Händler selbst war zumindest sehr zufrieden.

Und im Vergleich scheidet der Erlös (3.100 EUR) doch ganz gut ab: Der Anfang 2006 gestartete amerikanische Shoppingdienst dealbundle.com, der gerade ebenfalls auf eBay versteigert wurde, erzielte umgerechnet 2.810 EUR.
Und der Verkauf von neckermann.de erzielte ebenfalls einen geringeren Verkaufspreis, wie Jochen Krisch von ExcitingCommerce angemerkte.

Klaus-Martin Meyer: Wie entwickelt sich das Affiliate-Programm von Tradoria? Ich stelle es mir extrem schwer vor ein selbiges aufzubauen für eine Plattform, die selbst noch im Aufbau ist?

Tobias Kobier: Wir sind mit den Anmeldungen für unsere myShops und den daraus generierten Bestellungen sehr zufrieden. Momentan haben wir alle Resourcen auf den Relaunch des Tradoria-Portals gebündelt. Im Anschluss werden wir aber wieder verstärkt an myTradoria arbeiten. So werden wir neben Widgets auch die Cross-Shop Funktionalität einführen. D.h., ein Tradoria-Händler kann dann in seinem Produktsortiment auch die Produkte von anderen Händlern anbieten, z.B. um sein Sortiment sinnvoll zu ergänzen.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss eine abgewandelte Fünfjahresfrage. Vor dem Hintergrund, was seit dem letzten Interview passiert ist. Wo steht Tradoria in fünf Jahren?

Tobias Kobier: Ich denke, meine Aussage vom letzten Mal muss ich nicht revidieren. Wir haben gezeigt, dass unser Geschäftsmodell funktioniert und ankommt. Wir werden weiter stark wachsen und uns als Standardlösung im E-Commerce für kleine Händler etablieren.

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2 Kommentare zu ““Wir haben inzwischen über 300 angemeldete Händler, ca. 215 sind bereits mit ihren Shops online gegangen.” - Im Interview mit Tobias Kobier”

  1. Best Practice: Tradoria » Die Unternehmensberatung der Blogosphäre: Consulting4Food! sagt:

    […] Weil die Produkte des Händlers nicht nur im eigenen Shop, sondern auch in der Shopping-Plattform tradoria.de präsentiert werden, wird dem Händler zudem Traffic zugeführt, den er in einem eigenen – isolierten – Shop nicht akquirieren könnte. Dieser Anteil ist nicht zu unterschätzen. Wie aus einem Gespräch mit dem Geschäftsführer Tobias Kobier im Interview-Blog hervorgeht, werden 40 Prozent der Gesamtumsätze über die Shopping-Plattform generiert. Das heißt, dass ein Online-Händler seine eigenen Transaktionen mit Hilfe von Tradoria im Durchschnitt noch einmal um zwei Drittel steigern kann. […]

  2. Markus Bauman sagt:

    Zu den Umsätzen kann ichnur sagen bin seit mehr als 6 Monaten dabei und habe in dieser Zeit mit mehr als 250 Artikeln 45 Euro Umsatz gemacht, bei ebay in der selben Zeit über 10 000€. Die Kosten und Gebühren sind der Leistung nicht angepasst.

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