“Ein Projekt, das Content-suchende und Autoren zusammenbringt.” Im Gespräch mit Jan Becker-Fochler (textbroker.de)
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interview-blog.de: Herzlich willkommen zum zweiten Interview auf unserem Blog. Nach dem ersten Interview zum Thema 4.am haben wir festgestellt, dass nach Deinem Namen bei google offenbar häufig gesucht wird. Wie lebt es sich als “Prominenter”?
Jan Becker-Fochler: Dass es tatsächlich Menschen gibt, die nach meinem Namen suchen ist mir neu. Mein Büro wird zumindest noch nicht von Groupies belagert, falls du das wissen wolltest.
interview-blog.de: Wir stießen gerade auf das neue Projekt textbroker.de. Was genau hat es damit auf sich?
Jan Becker-Fochler: Nun, um es kurz zu machen: es ist ein Projekt, das Content-suchende (zumeist Webmaster sowie SEO’s) und Autoren zusammenbringt. Oder, um es etwas weitläufiger auszuführen: ich habe das Textbroker-System vor ca. einem Jahr für eigene Zwecke gegründet. Sechs Monate später - nach viel PR-Arbeit an Universitäten und einigen Hochschulwänden voller Plakaten haben wir die Zahl von 6.000 registrierten Autoren überschritten. Nachdem ich dann immer weniger Texte benötigte habe ich mich dazu entschlossen das System zu öffnen und es durch eine sehr einfach zu bedienende Kundenanbindung zu einem echten Marktplatz auszubauen. Content-Interessierte haben nun ihren eigenen Kundenbereich. Sie zahlen einfach einen gewünschten Betrag per Paypal oder Banküberweisung ein und können dann in entsprechender Menge Textaufträge per Webformular in Auftrag geben. Gefällt ihnen ein Text nicht, können sie den Autoren um Veränderungen bitten, oder - falls das nicht hilft - den Text im Zweifelsfall ablehnen und den Auftrag somit wieder für alle anderen Autoren frei geben. Bei Annahme eines Textes gehen alle Nutzungsrechte auf den Käufer über. Bezahlt wird pro Wort. Und die Preise sind sehr günstig: Für Texte von sehr gut eingestuften Autoren zahlt man gerade einmal 0,019 Euro pro Wort. Oben drauf kommt noch eine pauschale in Höhe von 0,30 Euro je Auftrag. Eine halbe DIN A4-Seite kostet also gerade einmal etwa 5 Euro. Wählt der Kunde eine niedrigere Qualität aus geht das sogar noch deutlich günstiger. Textbroker ist somit eine sowohl für einzelne Text-, als auch für Massenaufträge ausgezeichnete Lösung (ich habe über meinen Marktplatz täglich über 400 Texte mit Unique Content produzieren lassen).
interview-blog.de: Die Preise für einen Text für die Abnehmer scheinen durchaus günstig zu sein. Gleichzeitig ist die Bezahlung für die Studenten, Hausfrauen und Rentner auch nicht unbedingt spektakulär. Sind die Margen da überhaupt groß genug, um ein solches Angebot zu finanzieren. Oder anders gefragt: Gibt es eine Massennachfrage nach preiswerten Unique Content?
Stichworte: Content kaufen Jan Becker Fochler textbroker unique contentWeitere Seiten: 1 2


20. Januar 2007 15:22 |
Najaa, also die Idee an sich ist mit Sicherheit nicht neu. Es geht um die Umsetzung und vorallem um die Vermarktung einer Plattform. Wenn man dann natürlich auf eine Netzwerk (Mailadressen) von Zielgruppen spezifischen Usern aus vorherigen Projekten zurückgreifen kann und es noch zusätzlich durch solche Promoaktionen pusht , stehen die Chancen sicherlich gut dass es ein Erfolg wird.
23. Januar 2007 15:27 |
Contentbörsen-Unsinn…
Immer wieder gibt es neue Anbieter am Markt: So genannten Contentbörsen wenden sich an Autoren und Medien und versprechen beiden Seiten einen “neuen” Service: nämlich die strukturierte Vermarktung von journalistischen Inhalten.
….
18. März 2007 14:58 |
[…] Interview im interview Blog […]
7. August 2007 15:50 |
Textbroker gut und schön, jedoch finde ich persönlich die Preise für welche die Autoren ihre Texte verkaufen wirklich unterste Schublade. Ich würde auch gut darauf tippen das es nochmal mehr nutzen würden wenn man die Gestaltung seiner Preise individueller handhaben könnte. 20 Euro für 500 Wörter mit professioneller Qualität ist ein richtiger Witz. Da erlangt man in anderen Ecken das doppelt und dreifache als Autor.
Bis dann…
26. Oktober 2007 03:03 |
Ich erachte das als eine gute Sache. Ich weiß nicht, warum manche Leute immer so übertrieben anspruchsvoll sind.
Für mich als Hausmann mit “schreiberischem Talent” ist das ein schöner Nebenverdienst. In den genannten anderen Ecken würde man mich wahrscheinlich auslachen, wenn ich da auch nur auf die Idee käme, einen Text verkaufen zu wollen.
Als ehemaliger Abteilungsleiter in einem nicht genannten Kaufhauskonzern hatte ich einen Stundenlohn von gerade einmal 9 Euro netto. Und da ich die 500 Wörter in wenigen Minuten mit links schreibe, komme ich bei Textbroker auf das Doppelte. Aber das, ohne vorher eine Qualifikation, die mit affektierten englischen Begriffen bezeichnet ist, vorweisen zu müssen.
Klar: Ein Haus auf Sylt kann ich mir davon nicht bauen, aber es gibt auch noch Menschen, die mit weit (weeeeeit) weniger zufrieden zu stellen sind.