“Wir sind zwar ein „klassischer“ Baustoffhandel, sind aber offen für neue, überzeugende Innovationen” - Im Gespräch mit Frank Söhner (Bauseb & baustoffblogger)
interview-blog.de: Herr Söhner, Sie sind der Geschäftsführer der Firma bausep GmbH & Co. KG. Können Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?
Frank Söhner: Ich bin 23, studiere an der Universität Mannheim BWL und kümmere mich simultan um die Weiterentwicklung der bausep GmbH & Co KG. Die Firma ist aus dem Baustoffhandel meiner Eltern heraus entstanden und vertreibt Baustoffe ausschließlich über das Internet. Wir überzeugen durch sehr attraktive Preise, kombiniert mit der Fachhandelskompetenz, die wir aus unserem stationären Geschäft besitzen. Unser Schwerpunkt liegt bei „richtigen“ Baustoffen wie Dachziegeln, Dämmprodukten oder Tiefbauartikeln. Wir sind somit Ansprechpartner für Neubauer und Renovierer. Wer also nur die Wandfarbe im Wohnzimmer nicht mehr sehen kann, der wird bei uns nur relativ wenige Produkte finden. Ich kümmere mich um Technik, Marketing und das Produktprogramm, mein Vater ist für die tägliche Abwicklung zuständig. Ich habe daher derzeit zwar viel zu tun, Geschäftsführer ist aber mein Vater.
interview-blog.de: Sie gehören nach unserer Klassifizierung hier im Blog in zwei Gruppen: Unternehmer und Blogger. Kann das Bloggertum das Unternehmertum beflügeln und andersherum evtl. auch?
Frank Söhner: Ich fühle mich geschmeichelt, dass Sie mich bereits als Unternehmer bezeichnen. Ich übernehme zwar schon unternehmerische Aufgaben, aber ich würde mich noch nicht dieser Gruppe zurechnen. Ich denke, dass ich dafür noch mehr leisten und mehr Verantwortung übernehmen muss. Das Verhältnis von bloggen und unternehmerischer Tätigkeit halte ich für fruchtbar. Bloggen fördert die Selbstreflexion, weil es eine sehr stark von der Persönlichkeit des Autors geprägte Art des Schreibens ist. Das hilft denke ich jeder Persönlichkeit, egal was man beruflich macht. Gleichwohl ist es vielleicht als Selbständiger besonders wichtig, diese Fähigkeit zur Selbstreflexion zu kultivieren. Eine besonders tragische Art des Scheiterns ist die an sich selbst – das kann eine kritische Selbstreflexion verhindern.
interview-blog.de: Sie haben in Ihrem ganz frischen Blog bereits eine Sache geschafft, die wir bisher nicht realisiert haben. Wie konnten Sie die Firma Thermo-Hanf zu einem Gespräch motivieren? Wir haben da auch schon einmal erfolglos angefragt.
Frank Söhner: Wir sind zwar ein „klassischer“ Baustoffhandel, sind aber offen für neue, überzeugende Innovationen. In diese Kategorie fallen natürliche Dämmstoffe wie Thermo Hanf. Das Interview konnte ich veröffentlichen, weil wir mittlerweile bereits ein langjähriger Partner von Thermo Hanf sind und man uns diesen Wunsch wahrscheinlich nicht abschlagen wollte.
interview-blog.de: Sie haben in Ihrem Blog im April schon “ganz schön Gas” gegeben. Haben Sie schon einmal untersucht, wo der Traffic herkommt und was die verrücktesten Google-Suchkombis sind, die Lesern in den Blog geführt haben?
Frank Söhner: Ich hatte das große Glück von Frau Walther vom Saftblog unterstützt zu werden. Das hat mir dann zu einem Eintrag bei Robert Basic verholfen. Dadurch habe ich weiteren starken Traffic erhalten. Ich denke, dass nun aber die Mühen der Ebene kommen und ich durch das Blog selbst überzeugen muss.
Einer meiner ersten Beiträge behandelte das Thema „Spielsand“ – das war ein pointierter Eintrag, durch den ich aber tatsächlich auch einige Google-Sucher zu mir ziehen konnte. Was mir immer noch unverständlich ist: irgendjemand kam mit dem Begriff „Dodge“ zu mir, warum auch immer.
interview-blog.de: Zum Abschluß wie gewohnt unsere Standardfrage. Wo stehen Ihre Firma und Ihr Blog in fünf Jahren?
Frank Söhner: Das ist wohl die schwerste aller Fragen. Ich hoffe, dass bausep bis dahin ein bekannter Internetbaustoffhändler ist, dessen „baustoffblogger“ in dieser Zeit viele hilf- und abwechslungsreiche Beiträge geschrieben hat.
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