Alexandra Podeanu Saftfabrik “Ich wollte endlich mal wieder einen guten Saft auf dem Markt bringen.” - Alexandra Podeanu (Saftfabrik) » Interview Blog

“Ich wollte endlich mal wieder einen guten Saft auf dem Markt bringen.” - Alexandra Podeanu (Saftfabrik)

Klaus-Martin Meyer: Alexandra, Du betreibst ein ganz besonderes Saftbusiness. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Alexandra Podeanu: Das mache ich am liebsten. Ich wollte endlich mal wieder einen guten Saft auf dem Markt bringen. Und da es nichts über den guten, alten, frisch gepressten Saft gibt, wird genau dieser in neuem Licht gerückt und in schönen Glasflaschen abgefüllt. Keine Qualitätskompromisse, keine Zusätze, so wie er sein sollte. Aber das ist noch nicht alles. Zum einen kann der Kunde die Mischung bestimmen (sowohl Groß- als auch Endkunde), zum anderen wird auch das Etikettendesign vom Kunden bestimmt.

Klaus-Martin Meyer: Individualisierte Produkte erfordern meist besondere logistische Prozesse. Was sind die Herausforderungen beim Saft?

Alexandra Podeanu: Das ist beim Saft tatsächlich nicht so einfach. Durch die geringe Haltbarkeit muss zum einen eine kurze Zeit zwischen Einkauf der Zutaten und ihrer Verarbeitung liegen, zum anderen muss die Kühlkette permanent eingehalten werden. Wir produzieren nur auf Bestellung. Hier spielt das Backend des Systems eine wichtige Rolle. Um 18 Uhr kennen wir die Einkaufsliste für den nächsten Tag, die automatisch aufgrund des Auftragsvolumens generiert wird, dann können wir die Bestellung an den Lieferanten durch geben, der die Waren früh morgens am Großmarkt einkauft und dann direkt liefert. So kaufen wir immer nur die benötigten Mengen und haben kaum etwas auf Lager. Deshalb arbeiten wir auch mit saisonalen Produkten und im Sommer gibt es zum Beispiel keine Mandarinen oder Granatäpfel, dafür im Winter keine Erdbeeren usw.

Klaus-Martin Meyer: Wenn ich es richtig beobachtet habe, seit Ihr zunächst nur in Berlin aktiv gewesen. Wie unterscheidet sich das Versandgeschäft vom regional focussierten Ansatz?

Alexandra Podeanu: Für das Versandgeschäft brauchen wir einen Tag länger, sonst ändert sich nicht viel. Und natürlich fahren wir die Säfte dann nicht mit dem Smart aus, sondern lassen sie mit UPS liefern. Dafür benutzen wir spezielle Thermoboxen und Kühlelemente. Die Säfte bleiben so mindestens 48 Stunden gekühlt, bis sie zugestellt werden. Großbestellungen werden palettenweise geliefert, dafür nutzen wir einen anderen Dienstleister.

Klaus-Martin Meyer: Was sind bisher die erstaunlichsten Geschmacktrends, die sich bei der Saftfabrik herauskristalisiert haben?

Alexandra Podeanu: Die Kunden sagen immer zu uns: Alle Eure Säfte schmecken klasse, aber mein Favorit ist derzeit … Das ist dann sehr unterschiedlich. Ein Renner ist aber unser Dracula. Da ist Rote Bete, Apfel, Möhre, Limette und Ingwer drin. Das schmeckt so herrlich anders. Ansonsten sind Liebestrunk mit Erdbeere und Zitronengras oder Immunimum mit Mango, Banane und Honig sehr beliebt.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wo steht die Saftfabrik in fünf Jahren?

Alexandra Podeanu: In fünf Jahren ist die Saftfabrik der führende Anbieter für frisch gepressten Saft im hochqualitativen Bereich mit mehreren Filialen in Deutschland, sozusagen der Porsche unter den Säften.

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