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“In fünf Jahren sind wir fester Bestandteil der europäischen Kosmetikszene geworden.” - Im Gespräch mit Patrick-André Wilhelm (MyParfuem.com)

Klaus-Martin Meyer: Patrick-André, Du bist einer der Geschäftsführer der MyParfuem GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Patrick-André Wilhelm: Hallo mein Name ist Patrick-André Wilhelm. Ich bin Student der Mathematik und der Betriebswirtschaftslehre. Am 01.08.08 habe ich mit meinen zwei Partnern Yannis und Matti Niebelschütz die MyParfuem GmbH gegründet. Unterstützt werden wir seit Beginn von Viktoria Janzen.

Wir sind ein junges Berliner StartUp, das den Kunden ermöglicht, selbst in die Rolle des Parfümeurs zu schlüpfen. Bei MyParfuem kann der Kunde die Zutaten des eigenen Parfüms und deren Intensität frei bestimmen. Rechnerisch ergeben sich daraus mehr als 8 Billiarden Kombinationsmöglichkeiten. Es ist damit so gut wie sicher, dass das selbst kreierte Parfüm ein Unikat ist.

Um dem Kunden das Designen zu erleichtern und mehr Sicherheit zu geben, wird zunächst eine Duftbasis gewählt. Die Wahl der Duftbasis ist richtungweisend für die Duftrichtung der späteren Kreation. Auf die Duftbasis wird anschließend das eigentliche Parfüm aufgebaut. Dabei sind alle Zutaten genau aufeinander abgestimmt.

Klaus-Martin Meyer: Das grundsätzliche Geschäftsmodell leuchtet ja ein. Aber ist das Internet der richtige Weg selbiges umzusetzen?

Patrick-André Wilhelm:
Ja! Bei dem Mischprozess wird der Anwender von unserem Duftkompass, ein System, dass die aktuelle Duftrichtung anzeigt, unterstützt. Unmittelbar mit dem Duftkompass ist eine Anzeige gekoppelt, welche den Dufttyp, z.B. sportlich-frisch genau beschreibt. Desweiteren sind alle Zutaten ausführlich beschrieben und bebildert, um eine möglichst genaue Vorstellung der Zutaten zu erzeugen. Unsere Duftbasen und Zutaten sind alle aufeinander abgestimmt.

Jeder hat die Möglichkeit, sich in gewissem Maße selbst z.B. durch unterschiedliche Kleidungskombinationen zu verwirklichen. Aber die Möglichkeit, seinen eigenen Duft zu tragen, die gibt es trotz der Auswahl an teuren Markenparfüms nicht.

Das Internet ist das einzige Medium, welches es auf diese Art und Weise ermöglicht den Kunden die Rolle des Parfümeurs zu überlassen.

Klaus-Martin Meyer: Wie sieht es mit dem Preisniveau aus. Da jetzt der Anwender der Parfumeur ist, wird der Spaß dann auch günstiger?

Patrick-André Wilhelm: Der Preis für ein Eau de Parfüm à 50 ml ist 29 Euro. Das ist ein fester Preis, unabhängig davon wie viel Zutaten der Anwender sein Parfüm hinzufügt. Damit liegen wir preislich deutlich unter denen der klassischen Parfümerie. Hinzu kommt, dass wir ausschließlich Eau de Parfum verkaufen. D.h. der reine Duftstoffanteil liegt bei 15 Prozent und ist damit fast doppelt so hoch wie in einem Eau de Toilette. Dennoch verwenden wir hochwertige Rohstoffe zur Herstellung des Parfüms. Dadurch sind die Düfte intensiver und haften Länger.

Klaus-Martin Meyer: Wir leben ja bekanntlich im Web 2.0 Zeitalter. Bekommt Eure Webseite auch noch einen Marktplatz, wo der Kunde gleichzeitig zum Anbieter des Parfuems wird, so dass er mit seiner Passion auch noch ein paar Euros verdienen kann?

Patrick-André Wilhelm: Momentan kann der Kunde sein Parfüm weiterempfehlen, bzw. auf seiner Website verlinken. Mit der Idee, dass der Kunde sein Parfüm selbst vertreiben haben wir selbst auch schon gespielt. Wir prüfen momentan noch die Umsetzbarkeit. Es ist daher nicht auszuschließen, dass zukünftig unsere Anwender ihre eigene Designlinie anbieten können.

Klaus-Martin Meyer: Zum Schluß die Standardfrage. Wie sieht es mit dem custom made parfuem in fünf Jahren aus?

Patrick-André Wilhelm: In fünf Jahren sind wir fester Bestandteil der europäischen Kosmetikszene geworden. Geplant sind Erschließungen weiterer Märkte weltweit. Zwar können wir jetzt schon weltweit versenden, wir müssen uns aber erst Europaweit etablieren. In fünf Jahren hat sich das Denken des Kunden in Bezug auf Kosmetik ein wenig verändert. Das heißt weg vom Massenmarkt hin zur customized cosmetic.

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