Mit offline DVD-Tausch fing alles an - Interview mit Hitflip-Gründer
Mit Andre Alpar konnte der Interview-Blog einen der Gründer von Hitflip.de für ein Interview gewinnen. Hitlip ist eines der profiliertesten Start-ups, welche im Moment im Zusammenhang mit dem Schlagwort “Web 2.0″ häufig in den Medien erwähnt werden.
interview-blog.de: Herr Alpar, Sie sind Geschäftsführer von hitflip.de. Wie kam Ihnen die Idee zu diesem Geschäftsmodell?
Andre Alpar: Wir (drei Gründer) waren während unserer Promotionszeit in einem relativ kleinen Ort (Vallendar) wo es keine Videothek gab. Mit offline DVD-Tausch fing alles an. Dann kam die Idee zur Online DVD-Tauschplattform. Dann war es nicht fern liegend alle anderen Medienkategorien auch noch tauschbar zu machen und dann ist es fast klar, dass wenn es in Deutschland gut klappt, man es auch in anderen Ländern versuchen sollte.
interview-blog.de: Einer meiner Professoren sagte immer, Verfügungsrechte sind wichtiger als Besitzrechte. Dieser Auspruch kam mir im Zusammenhang mit hitflip wieder in den Sitz. Was meinen Sie dazu?
Andre Alpar: Amüsante Frage. Ich glaube das ist nicht das richtige Medium / richtige Rahmen die Property Rights Theory zu diskutieren. Ich finde es schön und richtig an physischen Mediengütern, dass ich sie gegen Geld oder im Tausch weiter geben kann. Ich finde es nicht gut, dass das bei digitalen Mediengütern nicht der Fall ist.
interview-blog.de: Gibt es Feedback von den DVD-Firmen zu Ihrem Angebot?
Andre Alpar: Von DVD-Firmen noch nicht. Aber mit Musik-Labels haben wir schon Gespräche und erste Kooperationen, siehe http://www.hitflip.de/hund_kuesst_katze_lattenlabel_kooperiert_mit_internet_tauschboerse.html Man kann das Tauschen bei Hitflip als eine Versicherung sehen, welche die Hemmschwelle beim Kauf senkt. Motto: „Kauf diese CD / DVD und wenn sie dir nicht gefällt, kannst du sie bei Hitflip ein Mal umsonst gegen eine andere tauschen.“ Auch Einzelhändler wären spannende Kooperationspartner. Motto: „Kauf die Musik-CD für 10 Euro einfach so oder für 12 Euro mit Hitflip-Tausch-Versicherung.“
interview-blog.de: Wo sehen Sie hitflip.de in fünf Jahren. Welche Arten von Medien werden dann getauscht?
Andre Alpar: Weitere Medienkategorien außer den Bestehenden wohl nicht aber ich vermute, dass man bis dahin digitale Mediengüter rechtlich tauschen darf, und dafür wird Hitflip die führende Plattform sein.
interview-blog.de: Mein Lieblingsgeschäftsmodell ist im Moment das von den Blackwood Distillers (Shetland Islands). Die brennen White Spirits (Vodka und Gin) um Cash Flow für die Errichtung einer Whisky-Distillery zu generieren, was das eigentliche Unternehmensziel ist. Was ist - abgesehen von hitflip im Moment das Geschäftsmodell, was Sie am meisten bewundern?
Andre Alpar: Ich finde PayPerPost recht amüsant. Ich bin gespannt ob und wie es angenommen wird. Wenn die mal in den deutschsprachigen Raum dringen, würde ich in jedem Fall gerne die Wirksamkeit deren Intermediärsfunktion testen. Vielleicht nicht für Hitflip, denn für Experimente ist Hitflip zu wichtig aber vielleicht für irgendein kleineres Projekt – eben mal als Testballon, der Neugier halber.
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