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Im Gespräch mit Remo Uherek von der Firma Small-n-Tall GmbH (ayom.com)

interview-blog.de: Remo, Du bist einer der Geschäftsführer der Small-n-Tall GmbH. Mit ayom.com habt Ihr eines der führenden Portale im deutschsprachigen Raum für Internetmarketing etabliert. Gleichzeitig seid Ihr mit realwwz.ch eher lokal unterwegs. Welche Unterschiede gibt es hinsichtlich des Internetmarketings auf den verschiedenen deutschsprachigen Märkten?

Remo Uherek: Beim Internet-Marketing für solche Content-Projekte sehe ich keine all zu großen länderspezifischen Unterschiede. Die Ziele der Projekte sind relativ ähnlich: 1) Man will die Bedürfnisse seiner anvisierten Zielgruppe befriedigen, 2) Man will möglichst viel Traffic generieren und 3) Man will mit Werbung Umsatz machen. Es gibt natürlich immer gewisse kulturelle oder sprachliche Feinheiten, die man beachten könnte. Darauf legen wir aber im Moment keinen großen Wert, da wir keine spezifischen Werbekampagnen fahren, wo man dies einbauen könnte.

interview-blog.de: Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele User das ayom-Forum besuchen. Da bleibt keine Frage lange unbeantwortet. Welche Tipps sind aus Deiner Sicht die kritischen Erfolgsfaktoren für ein dynamisches Forum?

Remo Uherek: Wir haben uns bereits sehr früh mit Community-Building befasst, wobei uns das Buch “Community Building” von Amy Jo Kim sehr behilflich war. Kombiniert mit unseren eigenen Erfahrungen haben wir folgende drei Faktoren abgeleitet, die für den bisherigen Erfolg von Ayom ausschlaggebend waren:

1. Qualität: Eine hohe Qualität ist uns sehr wichtig. Dazu gehört, dass man mit gutem Beispiel vorangeht und dass man mittels der Durchsetzung von Regeln einen angenehmen Ton und die rigorose Löschung von Spam sicherstellt.
2. Kritische Masse: Zu Beginn ist es sehr wichtig, dass man sich selbst um die kritische Masse an Aktivität bemüht. Man sollte jeden Tag Diskussionen starten und versuchen, jede Diskussion am Leben zu erhalten und auch andere Leute ermutigen, mitzudiskutieren. Das ist
mit einem beträchtlichen Aufwand und viel Fleiß verbunden.
3. Gutes Moderatoren-Team: Als auf Ayom erst 1000 Mitglieder registriert waren, haben wir über 10 Moderatoren rekrutiert. Diese Anzahl ist bis heute auf 21 gewachsen (bei 6000 Mitgliedern). Dank diesem großen Team können wir die hohe Qualität sicherstellen und für
diese ehrenamtliche Leistung sind wir sehr dankbar.

interview-blog.de: Das ayom-Forum hat auch den Charakter eines Marktplatzes, wo sich viele Internet-Akteure tummeln. Es werden auch schon mal Kooperationspartner gefunden. Bekommt Ihr auch schon mal das Feedback von Usern, die sich für Eure “Kuppeltätigkeiten” (durch das Bereitstellen der Plattform) bedanken? Gibt es vielleicht sogar besonders gute Beispiele, die es ohne Euer zutun sicher nicht gegeben hätte?

Remo Uherek: Ayom ist zu einem aktiven Treffpunkt für Internet-Professionals geworden. Wir sehen an der Vielzahl von persönlichen Nachrichten die verschickt werden, wie aktiv sich die Community privat vernetzt. Wir kennen zahlreiche Beispiele für Kooperationen, die über Ayom entstanden sind. Ein besonders schönes Beispiel ist der Schüler Kirill Karlin, der durch enorme Hilfsbereitschaft zu Dutzenden Design-Aufträgen von Ayom-Mitgliedern gekommen ist. An solchen Beispielen sieht man, dass Hilfsbereitschaft und Engagement in einem Forum durchaus zu kommerziellen Aufträgen führen kann, ohne dass man mit Schleichwerbung unangenehm auffallen muss.

interview-blog.de: Im Moment gibt es einen relativen Hype im Zusammenhang mit dem Stichwort “Web 2.0″. Gleichzeitig werden Firmen ausgerechnet etablierte Firmen wie eBay und amazon als gute Bespiele herangeführt. Ist also alles nur “alter Wein in neuen Schläuchen”?

Remo Uherek: Es ist schön zu sehen, dass in der Internet-Welt wieder Aufbruchstimmung herrscht. Trotzdem sollte man das Ganze mit ein wenig gesundem Menschenverstand betrachten. Innovation gab es schon immer und wird es immer geben. Das ist auch wichtig und dagegen ist nichts einzuwenden. Aber nur, weil etwas mit “Web 2.0″ betitelt ist, heißt
es noch lange nicht, dass es innovativ und noch weniger, dass es gut ist. Wichtig ist, dass jedes Produkt und jeder Service einen einzigartigen Kundennutzen besitzt. Es ist egal, ob Web 2.0 draufsteht oder nicht, solange es Kunden nützlich finden und bereit sind, dafür zu zahlen oder Werbung zu akzeptieren.

interview-blog.de: Zum Schluss wollen wir auch Dir unsere Standardfrage nicht ersparen. Spielen wir einmal “Wünsch-Dir-was”. Wo soll Eure Firma in fünf Jahren stehen? Gibt es neue Projekte auf die man gespannt sein darf?

Remo Uherek: Wir wünschen uns, dass wir einen innovativen und einzigartigen Service entwickeln, der einen echten Kundennutzen hat, global skalierbar ist und ein funktionierendes Geschäftsmodell besitzt. Und jetzt hoffen wir, dass der Wunsch in Erfüllung geht :-) .

interview-blog.de: Remo, wir danken Dir für das Gespräch und möchten an dieser Stelle die Leser noch auf den Blog Chuchichäschtli hinweisen!

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