Laelia Kaderas „Komplexe grüne Inhalte leicht und bunt vermitteln“ – Im Gespräch mit Laelia Kaderas (green-content-marketing.de) » Interview Blog

„Komplexe grüne Inhalte leicht und bunt vermitteln“ – Im Gespräch mit Laelia Kaderas (green-content-marketing.de)

Klaus-Martin Meyer: Frau Kaderas, Sie betreiben “grüne Kommunikation”. Was bedeutet das?

Laelia Kaderas: Wir kommunizieren grüne Inhalte, grüne Ideen, grüne Botschaften. Grün heißt: nachhaltig, ökologisch-ökonomisch, umweltorientiert, naturnah. Grün heißt auch: Landwirtschaft, Ernährung, Food, Gastronomie, ländlicher Raum, Landschaft. Das alles sind sehr komplexe Felder. Deshalb geht es oft darum, Zusammenhänge und Hintergründe zu erklären. Auf Websites, in Newslettern, in Kundenzeitschriften oder in Unternehmensbüchern, in Magazinen für Sponsoren und Spender. Kommunikation ist aber auch nach innen gerichtet: an die Mitarbeiter, die Zulieferer, die Mitglieder, die Anteilseigner. Wer „grüne“ Produkte verkauft, muss ebenso intern glaubhaft sein. „Grüne Kommunikation“ bedeutet deshalb: zum Mitmachen anregen, motivieren.

Klaus-Martin Meyer: Wem nützt “grüne Kommunikation” und warum?

Laelia Kaderas: Tue Gutes und rede darüber! An dieser Maxime hat sich nichts geändert, im Gegenteil. Eine pfiffige Idee, eine ungewöhnliche Strategie, eine humorvolle Story zählen mehr denn je. Werbung im klassischen Sinne ist überholt. Wir haben heute viel mehr Kanäle, um Informationen und Botschaften zu verbreiten, als noch vor 20 Jahren. Jedes Medium hat seine eigenen Stärken und Erfordernisse. Wir haben eine Aufsplitterung von Bezugsgruppen. Diesen Tatsachen müssen wir gerecht werden, wenn wir Kommunikation professionell betreiben.

Klaus-Martin Meyer: Welche Zielgruppen sprechen Sie an?

Laelia Kaderas: Verbände, Branchenverbände und Einrichtungen, auch Stiftungen und Initiativen mit ökologisch-sozialen Zielen. Unternehmen, die „grüne“ Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Nachhaltig wirtschaftende Hofgemeinschaften, Agrarunternehmen, Gastronomiebetriebe. Nachhaltigkeits-Branchen von Bio-Kosmetik über Korkproduktion bis hin zu sanftem Tourismus. Aber ebenso Raum- und Landschaftsplaner, Architekten, die öffentliche Hand.
Wir arbeiten auch im Auftrag von Marketingabteilungen, Werbeagenturen, Kommunikationsagenturen, CP-Agenturen mit entsprechender Kundschaft. Vieles läuft über Empfehlungen. Darüber freuen wir uns sehr.

Klaus-Martin Meyer: Welche Rolle spielt content, also Inhalt?

Laelia Kaderas: Seriöse Inhalte sind ein Garant für Glaubhaftigkeit. Seriöse Inhalte müssen aber nicht automatisch ernst vermittelt werden. Das nämlich ist die Kunst in der „grünen Kommunikation“: Menschen, die sich mit komplexen, gar bedrohlichen Themen nicht befassen wollen, zu überraschen, zu erstaunen, zum Lachen zu bringen, für sich einzunehmen. Das kann mit einem ansprechenden Bildband über ein besonderes Agrarprodukt geschehen. Über einen humorvoll getexteten Newsletter, über ein Ökorätselheft für die ganze Familie, über ein Spiel. Schwere grüne Inhalte leicht und bunt vermitteln – darum geht es.
Fürs Internet kommen weitere Aspekte hinzu: Hochwertiger journalistischer Content hält User länger auf der Website. Die Werbebanner werden dadurch länger sichtbar, ihre Werbewirkung verstärkt. Das belegt die jüngste Werbewirkungsstudie des Onlinevermarkters OMS von Mai 2011. Auch die Suchmaschinen reagieren stärker als früher auf content.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage: Wo sehen Sie www.green-content-marketing.de in fünf Jahren?

Laelia Kaderas: Kommunikation ist Marketing. „Grüne Kommunikation“ bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen den Erfordernissen der Gesellschaft und des Marktes. Standen sich noch vor 20 Jahren zwei Lager unversöhnlich gegenüber, ist heute die Verbindung von Ökonomie und Ökologie Realität. Die „Öko-Nische“ ist keine Nische mehr, sondern ein ernst zu nehmender Markt. Zumal Klimawandel und globales Bevölkerungswachstum zu einem anderen Umgang mit Ressourcen zwingen. Sowohl Verbraucher als auch Unternehmen sind dabei, sich der Folgen ihres Tuns bewusst zu werden – und Verhalten zu ändern. Um dies zu forcieren, bedarf es „grüner Kommunikation“. Eher heute als morgen. Und noch dringender in fünf Jahren.

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