Geschenke aus Worten Laelia Kaderas „Geschichten und Texte sind eine schöne Form, tiefe, menschliche Geschenke zu machen“ – Im Gespräch mit Laelia Kaderas (Geschenke aus Worten) » Interview Blog

„Geschichten und Texte sind eine schöne Form, tiefe, menschliche Geschenke zu machen“ – Im Gespräch mit Laelia Kaderas (Geschenke aus Worten)

Klaus-Martin Meyer: Frau Kaderas, Sie haben “Geschenke aus Worten” entwickelt. Können Sie die Idee bitte kurz vorstellen?

Laelia Kaderas: Geschenke aus Worten sind Texte, die das Wesen eines Menschen oder einer Beziehung sehr persönlich spiegeln. Sie sind individuell geschrieben und gestaltet – und zwar von professionellen Journalisten, Textern, Autoren, Fotografen und Layoutern. In einer aufrichtigen Art und Weise zeigt sich darin Wertschätzung, Anteilnahme, Anerkennung, Freundschaft. In einem Geschenk aus Worten drückt sich aus, was Menschen tief innen verbindet.

Klaus-Martin Meyer: Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Laelia Kaderas: Der Schenkende trägt das Wertvollste bei: Er nimmt sich Zeit, macht sich Gedanken über die Person, die beschenkt werden soll. Im Gespräch mit uns entsteht ein facettenreiches Bild von der zu beschenkenden Person. Mit diesen Informationen entwickeln wir eine Idee für Textform, -stil und -inhalt sowie für die Gestaltung. Der Kunde entscheidet, ob die Idee so oder anders umgesetzt werden soll. Räumliche Distanz ist kein Problem; fast immer funktioniert die Verständigung über Telefon, Mail oder Skype.
Das Ergebnis ist auf jeden Fall ein Unikat: Es reicht von „Ansichten einer Beziehung“ (Beziehungspostkarten) über szenische Texte und Geschichten-Sammlungen bis hin zur Biografie als Buch.

Klaus-Martin Meyer: Wie kommt Ihr Produkt bei den Kunden an?

Laelia Kaderas: Die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind tatsächlich alle positiv. Meist sind beide Seiten emotional stark berührt – der Schenkende wie der Beschenkte. Das liegt an der psychologischen Wirkung von Geschichten. Sie sind in der Lage, Dinge zum Ausdruck zu bringen, die als Sachinformation nicht zu vermitteln sind.

Klaus-Martin Meyer: Kann man etwas zur Zielgruppe sagen? Wer verschenkt Geschenke aus Worten?

Laelia Kaderas: Auf Geschichten und Texte reagieren besonders stark Frauen. Nein, das stimmt nicht. Es sind ebenso viele Männer, die sich durch ein „Geschenk aus Worten“ haben ansprechen lassen. Meist sind es Menschen ab 45 oder 50 Jahren, die den Wert von Geschriebenem erkennen. Zum Beispiel haben wir gerade ein Buchprojekt abgeschlossen: Ein über 80-jähriges Paar aus der Landwirtschaft hat seine Lebensgeschichte erzählt – und wir haben daraus ein Buch gemacht. Das schenkte der Sohn seinen Eltern, aber auch sich selbst, den Geschwistern, den Kindern und Enkeln.
„Geschenke aus Worten“ sind übrigens besonders wertvoll in kritischen Lebenssituationen. Wenn es einem Menschen nicht gut geht. Wenn er sich einsam fühlt oder abgeschoben, wenn er lange Zeit arbeitslos ist oder krank oder wenn er trauert. Also in Zeiten, in denen ein Angehöriger oder Freund oft keine Worte findet und nicht weiß, wie er helfen kann.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage: Wie wird es um geschenke-aus-worten.de in fünf Jahren stehen?

Laelia Kaderas: Familie, Freundschaft, Gemeinschaft, Gespräche, Erinnerungen – all das wird wichtiger werden. Die Trendforschung dokumentiert diesen Wertewandel seit Längerem. Hinzu kommt, dass es mehr alte Menschen geben wird. Menschen, die etwas zu erzählen haben. Aber auch Menschen, die sich nicht wertgeschätzt fühlen. „Geschenke aus Worten“ wird mehr und mehr den Nerv der Zeit treffen. Ich bin überzeugt von dieser schönen, tiefen Art, menschliche Geschenke zu machen.

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