“Dort wo wir hingehören!” - eDelight.de im Interview
interview-blog.de: Herr Ambrozy, Sie sind einer der Initiatoren von eDelight.de. Was genau hat man sich unter einem “Social Shopping Dienst” vorzustellen?
Peter Ambrozy: Eine allgemeingültige Definition wäre an dieser Stelle wohl etwas vermessen. Für uns bedeutet Social Shopping, dass alle Produkte, in unserem Fall Geschenkideen, von unseren Nutzern stammen. D.h. wenn ein Nutzer eine gute Idee hat, dann kann er diese relativ einfach auf seiner persönlichen Empfehlungsliste abspeichern und veröffentlichen. Unsere Nutzer definieren dabei aber nicht nur die Inhalte - sprich das „Sortiment“ - sondern auch für wen und für welchen Anlass die Geschenkideen am besten geeignet sind. Das bedeutet aber nicht, dass der Nutzer den kompletten Aufwand hat und wir ausschließlich von seinen Ideen profitieren. Sobald die Geschenkidee von einem unserer Partnerunternehmen stammt, bekommen unsere Nutzer - im Falle eines Kaufs - auch einen Anteil der Provision.
interview-blog.de: Ihre Gründung machen Sie in Ihrem Blog “blogdelight” öffentlich. Was versprechen Sie sich von dieser Form des “Making-of”?
Peter Ambrozy: Ganz ehrlich? Wir wünschen uns natürlich eine positive PR, die sich letztendlich auch positiv auf unser eigentliches Geschäftsmodell auswirkt. Gleichzeitig wollen wir aber durch die offene Kommunikation auch unsere Nutzer anregen, mit uns in einen Dialog zu treten. Konkret nutzen wir den Blog bereits jetzt dazu, um uns Feedback über unsere Vorgehensweise zu verschaffen.
Darüber hinaus ist Deutschland - insbesondere im Verhältnis zu den USA - kein wirkliches Gründerland. Entsprechend wollen wir durch unser Blog andere potentielle Gründer mit relevanten Informationen versorgen, damit Sie „live“ erkennen können, wo die Chancen und Risiken einer Gründung liegen.
interview-blog.de: Wie schätzen Sie die Wichtigkeit der Berichterstattung über edelight.de z.B. bei “Exciting Commerce” und das Coaching von Robert Basic für einen gelungen Start von eDelight.de ein?
Peter Ambrozy: Solange die Berichterstattung positiv ist, halte ich sie insbesondere in unserem Entwicklungsstadium für sehr wichtig, da sie uns auf den Radar weiterer Multiplikatoren aber auch anderer Entscheider bringt. Konkret haben wir durch die Diskussionen über unser Projekt bereits jetzt erste Anfragen seitens potentieller Investoren. Gleichzeitig vermuten wir auch, dass die positive Berichterstattung aber auch hilfreich war, die Banken zu einer Startfinanzierung zu motivieren.
Das Coaching für Robert war insofern wichtig, da wir auf eine sehr effiziente Art und Weise (innerhalb eines Tages) die wichtigsten Basics rund um das Bloggen erfahren konnten. Dabei gehört es aber zu unserer Vorgehensweise, für wichtige Themen auch externe Ressourcen anzuzapfen, da man dabei i.d.R. nur lernen und sich weiterentwickeln kann. Nach allem zu googlen oder dutzende Bücher zu lesen, ist aus unserer Sicht sicherlich hilfreich, allerdings nicht immer ausreichend.
interview-blog.de: Im Moment gibt es einen gewissen Hype rund um das Stichwort “Web 2.0″. Wie schätzen Sie diesen Hype ein?
Peter Ambrozy: Grundsätzlich ist der Web 2.0-Hype für uns natürlich nützlich, da wir medial davon profitieren. Jetzt muss ich allerdings dazusagen, dass wir bereits im letzten Jahr mit der Konzeption unserer Idee angefangen haben und das ganze damals gar nichts mit dem Gedankengut des Web 2.0 zu tun hatte. Mittlerweile sehen wir das ganze so, dass wir unsere Idee mit den Mitteln des Web 2.0 umsetzen. Nicht mehr und nicht weniger.
Im Übrigen verhält es sich mit dem Web 2.0-Hype aber wie bei den meisten - nennen wir sie jetzt mal „Paradigmen-Wechsel“ (wobei das fast schon etwas überzogen ist) der letzten hundert Jahre. Es gibt ein Hype und danach folgt die Konsolidierung, die nur die überzeugenden Geschäftsmodelle überleben werden. Auch wenn es abgedroschen klingen mag, aber „Nach dem Hype, ist vor dem Hype“. Das war schon immer so und wird auch vermutlich immer so sein (ich hoffe, ihr habt kein Phrasenschwein).
interview-blog.de: Zum Schluss wollen wir auch Ihnen unsere Standardfrage nicht ersparen. Spielen wir einmal “Wünsch-Dir-was”. Wo soll eDelight in fünf Jahren stehen?
Peter Ambrozy: Dort wo wir hingehören!
Stichworte: eDelight.de

5. November 2006 09:53 |
[…] Nach unserem sensationellen Interview mit der Stuttgarter Zeitung, gibt es nun ein zweites Interview zu bestaunen. […]
6. November 2006 14:53 |
[…] Gut, zur Sache. Peter Ambrozy von Edelight.de (siehe Blogartikel zum Geschäftsmodell) wurde dort interviewt und wichtig erscheint mir ein Passus: interview-blog.de: Wie schätzen Sie die Wichtigkeit der Berichterstattung über edelight.de z.B. bei “Exciting Commerce” und das Coaching von Robert Basic für einen gelungen Start von eDelight.de ein? […]
18. März 2007 14:56 |
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