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“Also, die interaktive Salatbar war erst nur eine “blöde” Idee.” - Im Gespräch mit Dominik Faber

Klaus-Martin Meyer: Dominik, Du hast die Idee einer “interaktiven Salatbar” in Deinem Blog formuliert. Wie groß schätzt Du die Wahrscheinlichkeit ein, dass aus der Idee auch eines Tages Realität wird und wie wird diese Realtität dann in etwas aussehen?

Dominik Faber: Also, die interaktive Salatbar war erst nur eine “blöde” Idee. Aber dann habe ich ein paar Leuten davon erzählt und alle fanden es cool. Denn, anscheinend fehlt es (zumindest hier in Berlin) wirklich an Salatbars. Und
mit Salatbar meine ich ein Restaurant indem man eben nur Salat (und vielleicht noch ein paar wenige andere Sachen) essen kann.

Die interaktive Salatbar soll Anfang nächsten Jahres (2008) Realität werden. Ich schätze die Wahrscheinlichkeit auf ca. 70%, dass wir es schaffen. Wir wollen zunächst das Konzept entwickeln. Denn das gibt es auch in meinem Kopf noch nicht. Das machen wir direkt im salad20-Blog.

Anschließend werden wir wissen wie viel Geld wir benötigen, um eine erste Interaktive Salatbar in Berlin zu eröffnen. Das Konzept besteht ja aus zwei Teilen. Die echte Salatbar hier irgendwo in Berlin und die Web-Site, die sozusagen die ganze Salatbar steuert und die Kunden einbezieht.

Die Salatbar soll zunächst mal in der Nähe oder direkt in der Kastanienalle eröffnet werden. Dort gibt es viele Menschen, die gerne mittags mal einen Salat essen würden. Die Bar wird modern sein und einen gewissen Lifestyle versprühen. Kostenloses WLAN für alle und natürlich frischen Salat zum selber mixen. Die Details kann man dann in naher Zukunft im Blog lesen :-)

Klaus-Martin Meyer: Vermutlich würde es unsere Leser zudem sehr interessieren, wie groß Du das Risiko einschätzt, dass jemand anderes Deine im Blog entwickelte Idee einfach “aberntet” und selbst an den Start bringt?

Dominik Faber: Naja, verhindern kann ich es nicht. Wenn es jemand “aberntet”, schneller ist und daraus eine riesige Salatbar-Kette entwickelt… Hey, dann bin ich stolz, dass das meine Idee war und ein bisschen traurig, dass ich nicht
schnell genug war. :-)

Klaus-Martin Meyer: Welchen Anreiz haben die Gäste, eigene Rezepte in das Projekt einzubringen? Wird es eine Sache der Ehre werden, oder sind auch ökonomische Incentivierungen denkbar?

Dominik Faber: Die Gäste machen das ja nicht explizit. Das passiert einfach. Indem ich meinen Salat mixe (über Handy, Laptop, Terminal oder sonst irgend eine abgefahrene Konstruktion direkt im laden) wird der Mix ja direkt (natürlich
nur wenn ich das möchte) unter meinem Login in der Community veröffentlicht und ist in der Salat-Liste zu finden. Vielleicht wird es auch eine Sache der Ehre sein, wenn man längere zeit mit einem coolen Ananas-Rucola-Salat unter
den top10 ist. Man spricht ja auch über das Wetter, warum dann nicht über den Salat, den man mittags wieder mal in höchster Kreativität gemixt hat. Stichwort: Soziale Währung.

Aber auch Anreize werden wir anbieten. Das kann man im Blog unter dem Eintrag “Stempeldinger bereits ansatzweise lesen. Da geht es um Bonuskarten, die natürlich digital in der Community gespeichert werden. Wenn ich 1 Woche lang mit meinem Salat unter den Top10 bin, bekomme ich einen kostenlos. Und so weiter. Da wir alles digital haben ist die Bindung zu den Gästen viel stärker und wir können ziemlich kreativ werden, was die
Kundenbindungsbeziehung (neudeutsch Customer Relationship Management) angeht. Letztlich muss die Interaktive Salatbar eine Art Lifestyle werden, der glaube ich in die aktuelle Zeit sehr gut passen wird.

Klaus-Martin Meyer: Ist Berlin die beste Stadt, um ein solches Gastro-Experiment zu wagen?

Dominik Faber: Jep

Klaus-Martin Meyer: Zum Schluß unsere Standardfrage: Wie wird sich die Idee der interaktiven Salatbar in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Wir es auch einen Salat mit geschälten Hanfsamen geben?

Dominik Faber: Riesen Frage. Ehrlich gesagt keine Ahnung. Ich denke, dass in den nächsten Wochen bei der Entwicklung des Konzeptes zahlreiche Ideen aufkommen werden, die dann irgendwann auch vielleicht mal von der Ursprungsidee wegführen.
Das Ziel ist jetzt erst mal bis April nächsten Jahres die erste interaktive Salatbar in Berlin zu eröffnen.

2009: 30* Salatbars in Deutschland

2010: 50* Salatbars in Europa

2011: 100* Salatbars in der Welt ;)

*Zahlen sind frei erfunden

Welche Salate es dann geben wird müssen wir die Kunden fragen. Da haben wir
nix mit zu tun ;-)

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2 Kommentare zu ““Also, die interaktive Salatbar war erst nur eine “blöde” Idee.” - Im Gespräch mit Dominik Faber”

  1. Thinkomat - Die Ideenentwicklungsmaschine sagt:

    Interaktive Salatbar in Berlin?…

    Ein Freund von mir (selber seit Jahren Unternehmer) hatte letztens die “Schnapsidee” einer interaktiven Salatbar in Berlin. Damals hatte er mir seine Idee noch begeistert berichtet und ich fand die Idee auch gut. Das einzige was mir daran e…

  2. Interaktive Salatbar » Interview zur Interaktiven Salatbar sagt:

    […] here it is… […]

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