“10 Stunden tief und fest drunter geschlafen” - Im Gespräch mit Jens-G. Eisfeld (PAP(P)ILLON® GmbH)
interview-blog.de: Herr Eisfeld, können Sie sich kurz vorstellen und ein wenig erzählen, wie es zu Ihrer Unternehmensgründung gekommen ist?
Jens-G. Eisfeld: Als Förster, der nachts immer unter Daunendecken geschwitzt hat, war ich geradezu prädestiniert dafür, Pappelflaumdecken in die Welt zu setzen. Ich hatte mir aus Spaß mal selber eine Decke mit Pappelflaum geschneidert und in der ersten Nacht gleich 10 Stunden tief und fest drunter geschlafen ohne ein einziges Mal aufzuwachen. Da war klar, dass ich da was draus machen musste.
interview-blog.de: Welche Vorzüge haben Pappelfasern gegenüber anderen Materialien? Ihrer Webseite ist zu entnehmen, dass Ihre Produkte vor allem in Bettdecken zur Anwendung kommen.
Jens-G. Eisfeld: Wir gehen mittlerweile davon aus, dass Pappelflaum das wärmste und feuchtigkeitsregulierendeste Textilmaterial weltweit ist, sogar noch wesentlich wärmer als Daunen. Und dennoch zieht der Pappelflaum auch die Feuchtigkeit extrem schnell vom Körper weg und hält so die Schlafhöhle trocken (die Schlafhöhle ist der Raum zwischen Haut und Bettdecke).
interview-blog.de: Wären z.B. mit Jackenfutter nicht höhere Wertschöpfungen zu erzielen?
Jens-G. Eisfeld: Isoliermaterial für Jacken: ja das wäre toll, aber wir sind eine kleine Firma und mussten erst mal das eine etablieren, bevor wir das nächste anfangen. Es gibt einige Kunden, die Bettdecken gekauft haben und jetzt schon sehnsüchtig auf die ersten Jacken warten. Das motiviert natürlich.
interview-blog.de: Im Jahr 2002 haben Sie mit Ihrem Geschäftsmodell in der Unternehmershow auf n-tv gewonnen. Hat der Medienhype irgend etwas gebracht?
Jens-G. Eisfeld: Dieser Medienhype kam fast zu früh. Wir waren damals noch gar nicht in der Lage, die gefragten Mengen zu liefern, haben uns noch sehr viel mit der Optimierung der Ernte- und Produktionstechniken beschäftigt. Wirkungsvoller waren danach die Fernsehreportagen über unsere spektakuläre Ernte mit dem kleinen Fesselballon in den Baumkronen der Pappelwälder.
interview-blog.de: Vor kurzem hatten wir Herrn Kreitmair, der Betten aus Zirbenholz produziert, im Interview. Könnten Sie nicht gemeinschaftlich den Schlaf der Menschen optimieren? Könnte es da Anknüpfungspunkte im Vertrieb geben?
Jens-G. Eisfeld: Ja, wir haben uns bereits getroffen. Es gibt einige kleine Innovationsschmieden, die wir zusammenbringen wollen, um den Traum vom idealen Bett zu verwirklichen…
interview-blog.de: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wo steht Pappillon in fünf Jahren?
Jens-G. Eisfeld: In fünf Jahren schicken wir uns an, mit unseren Bettdecken, Jacken und Schlafsäcken die Heimtextil- und Outdoorindustrie zu revolutionieren
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