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Das Interview mit keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de

interview-blog.de: Wie kam es zu der Idee öffentlich gegen die Steuererhöhung einzustreten?

keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de: Wir treten nicht direkt gegen die MwSt-Erhöhung ein. Grundsätzlich kann eine solche Erhöhung durchaus sinnvoll sein zur Stützung der Staatsfinanzen. Im Europäischen Vergleich ist der neue MwSt.-Satz auch als moderat zusehen. Allerdings bleibt offen, ob eine ständige direkte oder auch indirekte Steuererhöhung (gerade die indirekte Steuerbelastung durch “versteckte Steuern”, z. B. Stromsteuer, Versicherungssteuer, etc. ist bereits sehr hoch) unser Haushaltsproblem löst, wenn nicht gleichzeitig die die Schulden- und die Ausgaben-Seite bearbeitet wird.
Bezüglich der MwSt.-Erhöhung sehen wir allerdings einen großen negativen “moralischen Effekt” – nämlich, dass die meisten Bürger und somit Konsumenten dieses Landes zunächst vor weiteren Einkäufen (ob groß oder klein) zurückschrecken. Davon wird mindestens das erste Quartal 2007 betroffen sein – d. h. ein Rückschritt für die Erholung der Binnennachfrage und somit der Wirtschaft generell.
Wir wollen einfach unseren Kunden zeigen, dass es auch anders geht - dass es eben Unternehmen gibt, die diese Erhöhung erst mal auf Ihren eigen Schultern tragen und zumindest eine zeitlang nicht “weiterreichen”. Andere Unternehmen zahlen teure Fernseh-Werbung – unsere Partner zahlen eben die MwSt.-Erhöhung für unsere Kunden.

interview-blog.de: Wer kann bei Ihrer Aktion teilnehmen?

keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de: Jedes Unternehmen mit einem Online-Shop welches bereit ist die MwSt.-Erhöhung zunächst nicht an den Kunden weiterzugeben.

interview-blog.de: Welche Reaktionen haben Sie bisher erhalten?

keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de: Da wir gerade erst starten noch nicht sonderlich viele, aber die Reaktionen die wir erhalten haben waren durchweg positiv!

interview-blog.de: Glauben Sie, die Politik hat noch die Möglichkeit, die Steuererhöhung wieder abzublasen, ohne das Gesicht zu verlieren?

keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de: Nein. Warum sollte eine große Koalition dies auch tun, wenn Steuererhöhung doch ein recht einfacher Weg ist “Haushaltslöcher” zu stopfen.

interview-blog.de: Was meinen Sie, wie sich die “Steuerverweigerung” auf die Umsätze der Teilnehmer der Aktion auswirkt.

keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de: Wir gehen davon aus, dass diese Aktion für ein positives Image bei den Kunden sorgt. Letztendlich soll diese Aktion auch etwas gute Laune verbreiten. Und mit guter Laune wird sicherlich auch mehr gekauft!

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Ein Kommentar zu “Das Interview mit keine-mehrwertsteuer-erhoehung.de”

  1. Dietmar Roth sagt:

    Ganz generell ist gegen 19% Mehrwertsteuer nichts einzuwenden. Andere Länder in der EU haben eine höhere Mehrwertsteuer.
    Dann hört es aber schon auf.
    Wieso liegt auf Gaststättenessen in Luxemburg nur ein MWSt. von 3% und in Deutschland von 19%.
    Wenn über den Umsatzrückgang der deutschen Gastronomie raisoniert wird, sind das nichts weiter als Krokodilstränen.
    Dasselbe beim Handwerk: Wäre es denn so schwer, das Material mit 19% zu belasten, die Arbeit aber nur mit 7%.
    Die einkommenssteuerrechtlichen Entlastungen bei haushaltsnahen Tätigkeiten von 20% mit einer niedrigen Obergrenze sind dagegen schlicht Leuteverarschung.
    Schnittblumen und Tiernahrung mit 7%, aber Kinderkleidung, Kinderwagen, Kindermöbel pp. mit 19%, und dann über Kinderarmut jammern.
    Ist das jetzt dumm oder hinterfotzig, wie der Bayer sagt. Usf.

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