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“Eine Heimstatt für Tiere, die niemand mehr will” - Andreas Renner (Stiftung NETZWERK FÜR TIERE)

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Andreas Renner: Angedacht ist die Entstehung eines kleinen „Dorfes”. Ein Haupthaus für die Vermittlungstiere, mehrere kleinere Einheiten für Tiere, die aus den verschiedensten Gründen noch nicht oder nicht mehr für die Vermittlung in Frage kommen. Wir verstehen unser Projekt weder als Tierheim noch als reinen Gnadenhof. Wir sprechen von einer Auffangstation. Mit der Auffangstation soll das Konzept der Gruppenhaltung von Tieren zum Tragen kommen. Der Besucher „erlebt“ das Tier und betrachtet es nicht durch ein Gitter. Nur kranke Tiere und absolute Einzelgänger werden separiert gehalten. Das Konzept der Gruppenhaltung sieht neben variabel trennbaren Räumen, großzügige Freiflächen und Ausläufe vor, z.B. keine dauerhafte Zwingerhaltung von Hunden. Ein Dorf für Katzen soll entstehen, die schwer vermittelbar sind, d.h. für chronisch kranke, alte, handscheue Tiere, die nicht auf Bauernhöfen untergebracht werden können.
Platz bedeutet weniger Stress für die Tiere. Weniger Stress bedeutet weniger Krankheiten und für kranke Tiere schnellere Genesung.

interview-blog: Ein Netzwerk benötigt Partner, die sich ergänzen und zusammenarbeiten. Welche Partner arbeiten in Ihrem Netz zusammen und wie ergänzen sie sich?

Andreas Renner: Treibende Kraft in der Stiftung ist der Katzenschutzbund Osnabrück e.V.. Durch eine außerordentlich gute Zusammenarbeit mit zahlreichen kleineren Vereinen und Initiativen in der Region kann schon heute vielen Tieren geholfen werden. Schon jetzt besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Katzenschutzbund, der Tierhilfe Osnabrück e.V., dem Tierheim Lengerich und der Katzenhilfe Greven e.V.. Wir sind Ansprechpartner für Tierschützer, die keinem Verein angehören und Tiere aus Pflegestellen heraus vermitteln. Gerade Tierschützern, die aus Pflegestellen heraus vermitteln, soll im Laufe der Jahre mit unserem Tierschutzprojekt die Basis geschaffen werden, ihre Tiere besser zu vermitteln. Gleichzeitig haben wir hier für unsere Tierschutzarbeit auch die kompetenten Ansprechpartner für verschiedene Tierarten.

interview-blog: Planen Sie auch eine überregionale Ausweitung des Netzwerks oder gibt es Kooperationsbestrebungen mit ähnlich gelagerten Projekten außerhalb der Region Osnabrück?

Andreas Renner: NETZWERK FÜR TIERE ist einer überregionalen Ausweitung gegenüber aufgeschlossen. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Initiativen bilden die Grundlage für eine vernünftige Tierschutzarbeit. Nur gemeinsam sind wir im Tierschutz stark genug, die Interessen der Tiere zu vertreten. Wer heute noch glaubt, im Alleingang etwas erreichen zu können, steht schnell auf verlorenem Posten. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die geplante Einbindung in Aktion Kitty. Aktion Kitty ist ein deutschlandweites Projekt der Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V..
Aktion Tier organisiert mithilfe seiner Partner die Betreuung von verwilderten Katzen in Katzenkolonien und Katzendörfern.

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2 Kommentare zu ““Eine Heimstatt für Tiere, die niemand mehr will” - Andreas Renner (Stiftung NETZWERK FÜR TIERE)”

  1. Werner Modes sagt:

    Hallo liebe Leser,

    dieses Projekt in der Form einer Stiftung schliesst eine grosse Lücke im Tierschutz. Besonders ältere Menschen, die sich um das Wohl ihrer Lieblinge gedanken machen, wenn sie einmal nicht mehr da sind, werden um diese Idee und Lösung sehr dankbar sein.

    Absolutes Lob von mir, für dieses Projekt.

    Gruss Werner Modes

  2. Dr.Bärbel Rudolph sagt:

    Guten Tag
    Trotz großem Engagement der Ärzte gegen Tierversuche nehmen Tierversuche wieder zu statt ab. Die Wertschätzung der Tiere muss unbedingt im menschliche Denken und Fühlen einen festen Platz haben. Ich freue mich sehr über dieses bedeutende Projekt und möchte mich gerne aktiv beteiligen.
    Herzliche Grüße an alle Mitgeschöpfe/Beteiligte zwei- oder vierbeinig!
    Dr.Bärbel Rudolph, Tierärztin o.P.

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