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“Eine Heimstatt für Tiere, die niemand mehr will” - Andreas Renner (Stiftung NETZWERK FÜR TIERE)

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interview-blog: Hallo Herr Renner. Die Stiftung NETZWERK FÜR TIERE hat Ende des Jahres 2006 ihre Arbeit aufgenommen. Welche konkreten Ziele und Hilfestellung verfolgen Sie mit der Arbeit der Stiftung?

Andreas Renner: Mit der Gründung der Stiftung wurde ein erster Schritt getan, die Arbeit von Tierschutzvereinen zu unterstützen und hier in der Region Osnabrück einen Gnadenhof zu errichten. Der Gnadenhof soll eine Auffangstation sein für schwer vermittelbare und wegen Krankheit oder Alter nicht mehr vermittelbare Tiere. Besonders Menschen, die sich Gedanken machen, was geschieht, wenn ihre geliebten Haustiere sie überleben, sollen in der Stiftung NETZWERK FÜR TIERE einen Ansprechpartner haben.

interview-blog: Wie ist die Idee zur Gründung der Stiftung entstanden?

Andreas Renner: Neben der traditionellen Vermittlungsarbeit kommen auf die Tierschutzvereine immer mehr Anfragen zu, alte oder kranke Tiere aufzunehmen, die sonst eingeschläfert würden. Schwer vermittelbare Tiere blockieren Plätze. Nicht alle Tiere können aufgenommen werden, dadurch werden die Tiere häufig einfach ausgesetzt. Gerade ältere Menschen machen sich Gedanken, was mit ihren Tieren passiert, wenn sie selbst sie nicht mehr versorgen können. Ältere Menschen haben meist auch ältere Tiere. Für die Erben sind diese Tiere leider allzu häufig nur lästiges Beiwerk. Hier sollen durch den Gnadenhof Plätze geschaffen werden. Eine Heimstatt für Tiere, die niemand mehr will, aber auch eine Chance auf Vermittlung gerade für ältere Tiere, die im normalen Vermittlungsbetrieb auf der Strecke bleiben.

interview-blog: Wie weit sind Ihre Pläne zur Gründung eines Gnadenhofs fortgeschritten? Für wie viele Tiere kann der Gnadenhof ein neues Heim bieten?

Andreas Renner: Die Stiftung ist auf der Suche nach einem geeigneten Gelände mit der Anbindung an Osnabrück. Wir wollen Tiere nicht nur unterbringen, sondern auch chronisch kranken und alten Tieren eine Chance auf Vermittlung bieten. Dafür suchen wir einen Resthof ab 5000 qm aufwärts, der stadtnah gelegen ist.
Stadtnah bedeutet leider auch teuer. Wir hoffen aber mit zunehmendem Bekanntheitsgrad auf Zustiftungen und Erbschaften.
Das Projekt soll im Laufe der Jahre wachsen. Sobald ein geeignetes Gelände gefunden ist, werden wir in kleinem Rahmen starten. Für den Anfang ist für den reinen Gnadenhofbereich an 10 bis 15 Hunde und etwa 20 Katzen gedacht. Für Großtiere sollen Unterbringungsmöglichkeiten auf Höfen geschaffen werden, die schon jetzt artgerechte Haltungsmöglichkeiten bieten.

interview-blog: Inwieweit unterscheiden sich Ihre Pläne von der Arbeit eines “traditionellen” Tierheims?

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2 Kommentare zu ““Eine Heimstatt für Tiere, die niemand mehr will” - Andreas Renner (Stiftung NETZWERK FÜR TIERE)”

  1. Werner Modes sagt:

    Hallo liebe Leser,

    dieses Projekt in der Form einer Stiftung schliesst eine grosse Lücke im Tierschutz. Besonders ältere Menschen, die sich um das Wohl ihrer Lieblinge gedanken machen, wenn sie einmal nicht mehr da sind, werden um diese Idee und Lösung sehr dankbar sein.

    Absolutes Lob von mir, für dieses Projekt.

    Gruss Werner Modes

  2. Dr.Bärbel Rudolph sagt:

    Guten Tag
    Trotz großem Engagement der Ärzte gegen Tierversuche nehmen Tierversuche wieder zu statt ab. Die Wertschätzung der Tiere muss unbedingt im menschliche Denken und Fühlen einen festen Platz haben. Ich freue mich sehr über dieses bedeutende Projekt und möchte mich gerne aktiv beteiligen.
    Herzliche Grüße an alle Mitgeschöpfe/Beteiligte zwei- oder vierbeinig!
    Dr.Bärbel Rudolph, Tierärztin o.P.

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