nature-rings.de - Klingeltöne aus der Natur!
interview-blog.de: Frau Oertel, erklären Sie uns doch einmal, was sich hinter nature-rings.de verbirgt. Sind Sie eine Art Öko-Jamba?
Gundula Oertel: Gar keine so üble Vorstellung, dass man mit www.nature-rings.de ähnliche Summen für den Naturschutz locker machen könnte, wie die Brüder Samwer mit ihrem Klingelton-Giganten. Aus der Nähe betrachtet haben Jamba und wir aber lediglich das Anbieten von mobile content gemeinsam. Unsere Zielgruppe sind eher Erwachsene, die echte Wildtier-Töne dem nervigen crazy frog Geklingel vorziehen. Und das ohne Abo-Zwang und mit dem guten Gefühl, dem Tierschutz mit jedem Anruf erneut Gehör zu verschaffen.
interview-blog.de: Beim Lesen Ihrer Webseite wird eine Sache nicht auf Anhieb klar. Kann man die Klingeltöne kaufen oder macht man eine Spende? Normaler Weise bekommt man für eine Spende ja keine Gegenleistung, sieht man einmal von einer Parteispende ab.
Gundula Oertel: Unsere Klingeltöne kann man tatsächlich nicht kaufen. Man kann sie nur als Dankeschön für eine Spende für Naturschutzprojekte bekommen. Ab 15 € Spendenbetrag erhält man drei oder mehr Download-Codes für die Auswahl von individuellen Ruftönen. Natürlich kann man sich den persönlichen Spendenbetrag selbst auswählen und die Spender können die Töne entweder selbst nutzen oder auch Verwandten oder Freunden schenken. Die Absicht, die hinter dem Ton als Dank für die Spende steht, könnte man so umschreiben: Wer für Naturschutz-Projekte spendet und deshalb nature-rings.de-Klingeltöne nutzt, ist damit gewissermaßen als „Botschafter“ für den guten Zweck unterwegs.
Wir hoffen, damit zugleich einen Trend zu setzen, Menschen auf neuen Wegen für Natur und Naturschutz zu begeistern. Auf eine ganz ähnliche Weise versucht zum Beispiel www.shark-tracker.com Unterstützung zum Schutz der Weißen Haie zu gewinnen. Dort kann man demnächst Pate für einen Hai werden und da diese mit Sendern versehen sind, kann man online verfolgen, wo sie sich gerade aufhalten. Die Spenden kommen übrigens ungeschmälert den genannten Projekten zugute. Die Dienstleistung, die nature-rings.de für den NABU und andere gemeinnützige Einrichtungen erbringt, muß natürlich bezahlt werden. Die Bereitstellung der Website, das Niveau ihrer Inhalte und natürlich die Tierstimmen, die als Klingeltöne in Studioqualität aufbereitet wurden – all das hat seinen Preis und der wird den spendenempfangenden Organisationen wie bei jeder anderen Leistung, die sie einkaufen, in Rechnung gestellt.
interview-blog.de: Gibt es bei den Tierstimmen auch so etwas wie Klingelton-Hits?
Gundula Oertel: Die gibt es tatsächlich. Im Augenblick liegen die Wölfe knapp vor der Nachtigall auf Platz eins der „nature-rings.de-Charts“. Dicht auf ihren Fersen folgt der Kuckuck. Sehr beliebt sind auch der Elefant und die Feldgrille.
interview-blog.de: Was waren beim Aufbau Ihrer Firma die größten Herausforderungen? Vielleicht der Aufbau der technischen Plattform oder sogar der Umgang mit den Kunden, die mit dem Auspielen der Klingeltöne nicht klarkommen?
Gundula Oertel: Der Aufbau der technischen Plattform war sicher eine ziemliche Herausforderung. Aber wir haben in der Human Touch Medienproduktion GmbH einen erstklassigen Partner gefunden, der diese Aufgabe mit Bravour meistert! Das war auch sehr wichtig für Andreas Fußer und mich – wir haben zwar eine genaue Vorstellung von den Anforderungen gehabt, aber programmiertechnisch sind wir beide keine Experten. Die meisten Nerven hat uns die Vielzahl von Handys gekostet und deren unterschiedliche Anforderungen an Dateiformate und Wiedergabequalität von Klingeltönen.
Was die Kunden betrifft, sind wir ja noch ein ziemlich junges Unternehmen. Wir waren vom Start an auf die Unterstützung unserer Kundschaft eingerichtet – etwa mit der ausführlich bebilderten Anleitung für verschiedene Übertragungswege und mit unserer Auswahl an Kontaktformularen. Aber wir haben bis jetzt sehr gewitzte Nutzer, die gut klarkommen. Die Einzelfälle, in denen sich herausstellte, das das Handy doch nicht fit war für nature-rings.de, sind dennoch ein gutes Zeichen für uns: In beiden Fällen waren die Kunden so entzückt von der Seite, dass sie sie nicht ohne Spende wieder verlassen wollten, obwohl sie die Klingeltöne nicht nutzen können.
interview-blog.de: Zum Schluß wollen wir auch Ihnen unsere Standardfrage nicht ersparen. Spielen wir einmal “Wünsch-Dir-was”. Wie soll sich nature-rings.de in in den nächsten Jahren entwickeln?
Gundula Oertel: Wenn wir beim Wünschen sind, muß ich ja nicht bescheiden bleiben. Also: Wie wär´s mit „Öko-Jamba“?!
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