“Ich hatte einen DSL-Vertrag und habe mich nicht darum gekümmert” - Im Gespräch mit Thomas Reimelt (email-wecker.de)
interview-blog.de: Thomas, Du bist der Macher von email-wecker.de. Wie kam Dir die Idee, das Projekt an den Start zu bringen?
Thomas Reimelt: Nun das ist eigentlich ganz einfach. Ich hatte einen DSL-Vertrag und habe mich nicht darum gekümmert. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich viel zu viel bezahle. Ich wollte kündigen und habe festgestellt, dass sich der Vertrag gerade wieder um ein Jahr verlängert hat und ich keine Chance dazu hatte aus dem Vertrag raus zu kommen. Da habe ich angefangen mir Gedanken zu machen, wie mir so was in Zukunft nicht noch einmal passiert.
interview-blog.de: Welche Features bietet der Email-Wecker seinen Usern schon heute?
Thomas Reimelt: Mein Ziel ist es, einen einfach zu bedienenden und trotzdem komfortablen Service anzubieten. Deshalb beschränke ich mich zur Zeit darauf, lediglich Erinnerungen per Email zu verschicken. Man muss nur einmal seine Email-Adresse durch die Zusendung eines Passwortes überprüfen lassen und dann kann man Erinnerungen erfassen. Im Prinzip geht das so, als wenn man eine Email an sich selbst schreibt und dann noch angibt wann Sie verschickt werden soll. In einer kleinen Liste sieht man alle seine gespeicherten Erinnerungen und kann diese auch noch mal ändern.
interview-blog.de: Warum sollte man sich das auf dem Email-Wecker merken und nicht im privaten Kalender oder auf dem eigenen PC?
Thomas Reimelt: So habe ich das auch erst versucht, dann habe ich aber gesehen, dass es Verträge mit zwei Jahren Laufzeit gibt. So weit reichte mein Küchenkalender aber nicht. Auf dem privaten PC gibt es dann noch das Problem, dass ich Zuhause nicht regelmäßig Datensicherungen mache. Im Internet ist es einfach zuverlässiger. Außerdem möchte ich den Service noch ausbauen und mit der Erinnerung gleichzeitig so was wie aktuelle Preisvergleiche zum Thema anbieten. Das wäre doch toll wenn ich mit meiner Erinnerung sofort aktuelle Preise bekomme und dadurch sofort entscheiden kann, ob ich überhaupt kündigen sollte oder nicht.
interview-blog.de: Gibt es weitere denkbare Tools, die für die Zukunft angedacht sind? Aus dem normalen Wecker wurde ja auch irgendwann der Radiowecker.
Thomas Reimelt: Ich plane im wesentlichen die Preisvergleiche. Vielleicht auch noch ein Forum in dem über Verträge und Kündigungen diskutiert werden kann. Über SMS-Erinnerungen habe ich auch schon nachgedacht, aber dann könnte ich den Service nicht mehr kostenlos anbieten.
interview-blog.de: Zum Abschluß unsere Standardfrage. Wie wird der Email-Wecker in fünf Jahren aussehen?
Thomas Reimelt: Das würde ich auch gerne wissen.
Im Moment ist es so, dass alle Leute denen ich vom Email-Wecker erzähle, mir sagen, dass das eine tolle Idee ist und dass so was im Internet echt gefehlt hat. Wenn ich eine Woche später Frage, ob Sie ihre Verträge schon eingetragen haben, dann sagen Sie nein, aber der Geburtstag der Freundin, der wäre schon drin. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann wird www.email-wecker.de in fünf Jahren ein richtig komfortabler Kalender mit Erinnerungsdienst sein. Wenn sich alles so wie ich es geplant habe entwickelt, dann wird der Email-Wecker eine feste Institution im Verbraucherschutz sein.

