Freie Schornsteinfeger Wolfgang Frei “Natürlich bin ich im Moment das SCHWARZE SCHAF unter den Schornsteinfegern” - Im Gespräch mit Wolfgang Frei (Frei’e Schornsteinfeger GmbH) » Interview Blog

“Natürlich bin ich im Moment das SCHWARZE SCHAF unter den Schornsteinfegern” - Im Gespräch mit Wolfgang Frei (Frei’e Schornsteinfeger GmbH)

Klaus-Martin Meyer: Herr Frei, Sie sind Geschäftsführer der Firma Frei’e Schornsteinfeger GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Wolfgang Frei: Ich Wolfgang Frei Verheiratet 1 Kind, selbst Schornsteinfegermeister habe die Freie Schornsteinfeger GmbH 02/09 mit 2 weiteren Gesellschaftern gegründet.
Einsparung von Kosten, modernere Dienstleistungen gegenüber den Kunden. Ziel ist es, für Deutsche Schornsteinfeger Arbeitsplätze zu erhalten, da durch viele Neuregelungen im Handwerk die nächsten 3 Jahre etliche Kollegen Ihren Angestellten Job verlieren. Durch unsere EU Partner entstehen neue Arbeitsplätze da das Angebot der Partner zum Kunden vielfälltiger gestaltet ist. Durch die Neuregelungen ist es für unsere Partner möglich die Schornsteinfegerdienstleistungen günstiger anbieten zu können.

Klaus-Martin Meyer: Gilt bei Ihnen mehr als bei anderen die Aussage “nomen et omen”?

Wolfgang Frei:
„Nomen est omen.“ ist eine lateinische Redensart und bedeutet „der Name ist ein Zeichen“. Sie wird meist scherzhaft gebraucht, um auszudrücken, dass der Name eine Person oder Sache treffend, oft auch übertreibend oder ironisch gebrochen, kennzeichnet. Na ich hoffe, dass wir nicht übertreiben, und unseren freien Status auch so leben und Die Kunden davon profitieren.

Klaus-Martin Meyer: Als Mieter empfand ich es teilweise als unverschämt, wenn ich einen gelben Zettel im Briefkasten hatte mit der Ankündigung, der Schornsteinfeger käme zu einem nicht sonderlich genauen Zeitpunkt. Sofern man den Termin nicht einhalten konnte, wurde man aufgefordert eine teure Mobilfunknummer anzurufen. Der Schornsteinfeger forderte mich dann schon einmal auf, doch den Schlüssel beim Nachbarn abzugeben. Ein Sachverhalt, der mir in einer Großstadt und angesichts meiner ebenfalls berufstätigen Nachbarn etwas befremdlich vorkam. Ist ein solches wenig Kunden orietiertes Verhalten auch Ausdruck eines nicht mehr zeitgemäßen Monopols?

Wolfgang Frei: Von vielen Schornsteinfegern in Deutschland ist das gängige Praxis. Hier wurde die Monopolstellung in meinen Augen stark Mißbraucht. Genau hier soll unsere Stärke liegen, zur Terminierung werden sämtliche zu Verfügung stehende Mitel angewendet,Tel., Fax, Email, usw. genügend Zeit im Vorraus.
Wobei in Mehrfamilienhäusern dann aktiv die Preise fallen um so einfacher die Arbeitsdurchführung möglich ist. Frühzeitige Anmeldung damit sich einzelne Partyen absprechen können usw.
In der Zukunft wird es dann ein Kundenportal im Netz geben wo Terminierung usw. dann nochmal einfacher wird.

Klaus-Martin Meyer: Als Schornsteigerfeger reagieren Sie selber konstruktiv auf die Marktveränderungen. Was sagen die traditionelle Kollegen dazu?

Wolfgang Frei: Natürlich bin ich im Moment das SCHWARZE SCHAF unter den Schornsteinfegern, aber mein Moto lautet: Es gibt 24.000.000 Milionen Kunden die sich über unsere Dienste freuen können. Was kann da eine Anzahl von ca. 8000 Bezirksmeistern ausmachen die uns nix gönnen.

Klaus-Martin Meyer: Neuerdings bin ich wohnhaftig in einem Eigenheim. Was muss ich tun, sofern ich von der Deregulierung auf dem Schornsteinfeger-Markt profitieren will?

Wolfgang Frei: Zuerst benötigt mann einen Feuerstättenbescheid, der bis 2012 für jeden Haushalt Pflicht wird. FS-Bescheid wurde vom Gesetzgeber eingeführt. ( Kosten: Einfamilienhaus bis 3 Feuerstätten 12,02€ incl. Mwst. ) diese Kosten fallen an für jeden Haushalt, egal ob gewechselt wird oder nicht.
Entweder man bestellt diesen FS Bescheid bei seinem BSM selber, und erteilt uns dann die Vollmacht. Oder Vollmacht ausfüllen an uns schicken, dann bestellen wir den FS Bescheid.

Ein Teil der Kunden hat diesen Bescheid bereits.

Klaus-Martin Meyer
: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wie wird sich die Welt der Schornsteinfeger im allgemeinen und die ihrer Firma in den kommenden fünf Jahren entwickeln?

Wolfgang Frei: Ich denke es wird munter gewechselt und ausprobiert, nach einer gewissen Zeit wird sich das einpendeln. Hausverwatungen, Kommunen, Öffentliche Einrichtungen usw. haben über uns die Möglichkeit Ihren Kunden jetzt schon Kosten einzusparen. Unsere Schornsteinfeger werden zu wahren Dienstleistern, und bieten den Kunden jetzt schon besseren und Umfangreicheren Service in sämtlichen Belangen rund ums Haus.

Ich denke das 2013 ein grosser Wettbewerb entsteht, sobald alle gleichzeitig auf dem Markt um Kunden werben. Das wird so manchem Einzelkämpfer die Existenz kosten.

2014 werden dann die grösseren Firmen übrigbleiben.

Die Bezirksschornsteinfegermeister werden dann 2013 zum bezirksverwaltenden Schornsteinfeger degradiert (was noch keiner gemerkt hat). Diese Stellung wird dann so mancher nutzen, um mit sehr fraglichen Mitteln Kunden zu halten. Da ja sämtliche Arbeiten unter Umständen von Freien Schornsteinfegern ausgeführt werden, wird dann die Feuerstättenschau und Bauabnahmen= (hoheitliche Tätigkeiten) dazu benutzt den Kunden zurückzugewinnen.

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