“Zlio zählt als Mitbegründer des Social Commerce und ist mit seinen rund 250.000 Shop-Betreibern weltweit der Marktführer in diesem Bereich.” - Im Gespräch mit Alexander Kösters
Klaus-Martin Meyer: Herr Kösters, Sie kümmern sich um den Aufbau von Zlio.com in Deutschland. Können Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?
Alexander Kösters: Sehr gerne. Mein Name ist Alexander Kösters, ich bin 35 Jahre alt und wohne in der Nähe von Münster in Westfalen. Nach meinem Studium zum Betriebswirt (VWA) habe ich meine ersten Erfahrungen im Online Marketing bei den Agenturen Framfab (Köln) und Xtend new media (Düsseldorf) gemacht. In den letzten sechs Jahren lag der Schwerpunkt meines Schaffens im Performance Marketing und der Begleitung der amerikanischen Affiliate Plattformen Commission Junction und Befree in den deutschen Markt. Zu Zlio bin ich im Januar 2008 gestoßen und betreue seither dessen Deutschlandgeschäft. Zlio zählt als Mitbegründer des Social Commerce und ist mit seinen rund 250.000 Shop-Betreibern weltweit der Marktführer in diesem Bereich. Der Service von Zlio ist schnell erklärt: Jeder Internet User kann mit Zlio kostenlos und innerhalb von fünf Minuten seinen eigenen Internet Shop erstellen. Dabei werden nicht die eigenen Produkte verkauft, sondern die Produkte der größten deutschen Online Händler empfohlen und vermittelt. Entsprechend entfällt für den Shop Betreiber sowohl Logistik wie auch Rechnungsstellung.
Klaus-Martin Meyer: Wir hatten letztes Jahr bereits kurz Kontakt mit Jeremie Berrebi, der den Deutschland-Start von Zlio damals für Oktober ankündigte. Warum hat es bis zum März dieses Jahr gedauert?
Alexander Kösters: Wer schon einmal einen Launch vorbereitet hat weiß, dass diese Verzögerungen nicht außergewöhnlich sind (lach). Bei Zlio kamen zwei Aspekte noch erschwerend hinzu. Zum einen war der Country Manager für Deutschland noch nicht angetreten, der auch die Lokalisierung der Plattform von Anfang an betreuen sollte. Zum anderen handelte es sich um einen internationalen Launch, der insbesondere in Deutschland seine Eigenheiten in rechtlichen und fiskalischen Fragen mit sich bringt und somit eine sorgfältige Vorbereitung bedarf.
Klaus-Martin Meyer: In Frankreich hat Zlio in relativ kurzer Zeit einen recht hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Wie wird diese Erfolgsstory in Deutschland wiederholt werden?
Alexander Kösters: Neben dem hohen Bekanntheitsgrad von Jeremie in Frankreich, hat unser starkes Engagement in Kooperationen mit Content- und Community-Sites einen großen Teil zum Erfolg in Frankreich beigetragen. Auf diese Vorgehensweise werden wir uns auch in Deutschland fokussieren und im Sinne einer Win-Win-Situation, sowohl mit großen wie auch kleinsten Partnern performanceorientiert zusammenarbeiten und neue Shop Betreiber rekrutieren. In diesem Sinne freue ich mich über jedes Kooperationsinteresse Ihrer Leser!
Klaus-Martin Meyer: Welche Unterstützung erhalten die Zlionauten, damit deren Aktivitäten auch von Erfolg gekrönt werden?
Alexander Kösters: Wir sehen in der Tat, dass für die meisten Shop-Betreiber die Bereitstellung der Infrastruktur für einen Shop alleine nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund haben wir einige Maßnahmen ergriffen, um unsere Zlionauten bei der Vermarktung ihrer Shops zu unterstützen und sie ständig mit Tipps und Tricks zu versorgen. Letzteres erreichen wir unter anderem durch die neue Community der Zlionauten, in der neben der Bewertung und Kommentierung von Shops, diese auch untereinander verlinkt werden können. Weiterhin stellt Zlio zweiwöchentlich neue Tipps über den Zlio Blog sowie den Newsletter zur Verfügung. Zu guter Letzt ist noch das Zlio Shop Verzeichnis zu erwähnen. Hier können Zlionauten ihre Shops selbstständig eintragen und somit zu einer für Endkunden außerordentlichen Sammlung echter Produktempfehlungen beitragen.
Klaus-Martin Meyer: Wie können Shopbetreiber Ihre Produkte bei Zlio platzieren?
Alexander Kösters: Drei Möglichkeiten sind hier zu nennen. Zunächst einmal werden Produkte natürlich über den eigenen Shop vermarktet. Dieser kann unter einer Subdomain von Zlio, wie auch über eine eigene Domain des Shop Betreibers betrieben werden. Für all diejenigen, die einen Auszug Ihres Sortiments in einen Blog oder andere Content-Site integrieren wollen, stellt Zlio eine Widget-Funktion zur Verfügung. Hierüber kann eine Auswahl von Produkten in einem kleinen Werbemittel direkt in ein kontextuell affines Umfeld eingestellt werden. Die dritte Möglichkeit ist der Eintrag des eigenen Shops in unser Shop Verzeichnis, quasi eine Mall.
Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss wie gewohnt unsere Standardfrage. Wo steht Zlio in fünf Jahren?
Alexander Kösters: Lassen Sie mich hierzu einen Vergleich mit dem Konzept von Tupperware ziehen. Tupperware hat es geschafft, die Loyalität seiner Kundinnen zu gewinnen und deren virale Stärke für den eigenen Vertrieb zu nutzen. Für viele dieser Vertriebspartner ist das unternehmerische Handeln ein Ausdruck ihrer Eigenständigkeit und verschafft ihnen Anerkennung in ihrem Umfeld. Ebenso wichtig ist ihnen aber auch der Spaß an der Kommunikation mit Ihren Kunden (Tupper Partys) der letztlich ihre Überzeugungskraft erst richtig entfalten lässt. Neben vielen technischen und inhaltlichen Entwicklungen, deren Liste bereits heute für die nächsten fünf Jahre reichen wird, ist die Entwicklung einer neuen digitalen Vertriebskultur im Sinne des MeCommerce unser größtes Ziel für die nächsten fünf Jahre.
Stichworte: Alexander Kösters Zlio

3. April 2008 15:25 |
Gutes Interview, vielen Dank dafür! Du hast auch immer sehr interresante Themen auf deinem Blog, finde ich sehr schön
Gruß nehemia
3. April 2008 23:26 |
…ich glaube da fehlt noch ein punkt im lebenslauf von a.k. ! Naja sehe schade!
4. April 2008 21:47 |
Kann mich dem anonymen Schreiberling vor mir nur anschließen, ein wirklich schönes Interview, netter Artikel!
Viele Grüße, Mike