Limango “Unsere Motivation war, mit limango einen Shoppingclub zu gründen, der sich durch seine Fokussierung auf Familien von den anderen Shoppingclubs klar abhebt.” - Im Gespräch mit Sven van den Bergh » Interview Blog

“Unsere Motivation war, mit limango einen Shoppingclub zu gründen, der sich durch seine Fokussierung auf Familien von den anderen Shoppingclubs klar abhebt.” - Im Gespräch mit Sven van den Bergh

Klaus-Martin Meyer: Hallo Sven, Du bist der Marketing-Geschäftsführer bei limango. Könntest Du dich und Deine Firma bitte kurz vorstellen?

SvB: Im Jahr 2007 haben Johannes Ditterich, Martin Oppenrieder und ich Limango gemeinsam gegründet. Unsere Motivation war, mit limango einen Shoppingclub zu gründen, der sich durch seine Fokussierung auf Familien von den anderen Shoppingclubs klar abhebt. Familie stehen oft vor dem Dilemma, dass Kindermode und Kinderschuhe teuer sind und ständig neu gekauft werden müssen, da die Kinder schnell aus ihnen herauswachsen. Hier kommt nun limango ins Spiel: wir kaufen Herstellern ihre Restbestände zu günstigen Konditionen ab und geben diese Ersparnis an unsere Kundinnen weiter: gerade Mütter und junge Familien achten stark auf ihr Budget und freuen sich über Schnäppchen bei Babyausstattung und Kinderkleidung. Das Shoppingclub-Modell, bei dem ausgewählte Marken in 2-3 Tage dauernden Verkaufsaktionen verkauft werden, ist für Familien besonders attraktiv, denn bei limango werden Kinderschuhe, Kinderkleidung & Co immer bis zu 70% unter der UVP der Hersteller verkauft. Mittlerweile zählt limango über 3 Millionen Mitglieder und ist in 5 europäischen Märkten aktiv. Seit 2009 ist limango eine 100%-Tochter der Otto-Gruppe, was unser Wachstum deutlich beschleunigt hat. Zusätzlich zu unserem Shoppingclub betreiben wir seit Mitte 2010 mit dem limango Outlet einen eigenen online Outletshop, in dem Restposten und Sonderproduktionen verkauft werden.

Klaus-Martin Meyer: Ihr habt es in sehr kurzer Zeit geschafft, dass selbst Damen, die sonst kaum im Internet unterwegs sind, täglich begierig Eure Newsletter lesen. Wie war das möglich?

SvB: In der Anfangszeit von limango waren es tatsächlich die günstigen Kinderschuhe und Babysachen, die uns den Zulauf der jungen Mütter beschert haben - günstige Kinderschuhe in hoher Qualität gab es bis dahin nur selten zu kaufen. Hinzu kam neben den klassischen Onlinemarketing-Disziplinen eine starke Mundpropaganda. Auch heute sind Weiterempfehlungen für unser Wachstum sehr wichtig. Unsere Kundinnen lieben limango, wir sind eine echte Community und kein “normaler” online Shop, bei dem man “nur” einkauft und dann schnell wieder weg ist. Bei großen Aktionen herrscht auch heute noch immer ein enormer Ansturm - in Stoßzeiten zum Aktionsstart erreichen wir Zugriffszahlen, die durchaus mit amazon & Co vergleichbar sind. Dadurch, dass wir uns seit gut 1 ½ Jahren nicht mehr ausschließlich auf Kindersachen, sondern auch auf Damenmode und -schuhe fokussieren, ist unsere Mitgliederbasis noch einmal enorm gewachsen - wer bis zu 70% bei Marken wie Vero Moda, Mexx, Jette Joop oder Desigual sparen kann, steht gerne auch einmal früher auf.

Klaus-Martin Meyer: Wie hilfreich ist es für Euch “A member of the Otto Group” zu sein? Oder ist das vielleicht sogar eine Belastung?

SvB: Zur Otto Group zu gehören, ist für uns enorm hilfreich - das Wachstum von limango wäre ohne Otto schlicht und ergreifend nicht möglich gewesen. Vom Einkauf, über die Logistik bis hin zur Prozessoptimierung ist Otto für uns eine große Stütze. Natürlich heißt Teil der Otto Gruppe zu sein, auch Pflichten zu haben und Verantwortung zu tragen, die sich vor allem im Reporting von einem Startup unterscheiden, aber die Vorteile - nicht zuletzt der Austausch mit anderen Unternehmen der Otto Group - überwiegen die vermeintlichen Nachteile bei weitem.

Klaus-Martin Meyer: Es sind im deutschen Markt sehr viele Player im Bereich Aktionsshopping gestartet. Warum seid Ihr erfolgreicher als andere? Was sind die kritischen Erfolgsfaktoren?

SvB: Wir sind davon überzeugt, dass eine sehr klare Positionierung und die Relevanz unseres Angebotes für diese Zielgruppe sehr wichtige Erfolgsfaktoren sind. Wenn man versucht, es allen recht zu machen, verliert man ein Alleinstellungsmerkmal. Wir sind als Familien-Shoppingclub gestartet und haben unser Angebot schrittweise von Babyausstattung und Kinderkleidung um Mode, Schuhe, Accessoires, Kosmetik und Lifestyleprodukte für Frauen erweitert; dennoch sind wir uns treu geblieben und sind von der Positionierung her immer noch klar fokussiert. Über 90% unserer Mitglieder sind Frauen, davon haben die meisten Kinder - dem tragen wir mit unserem Angebot Rechnung.

Klaus-Martin Meyer: Zum Schluss wie gewohnt unsere Standardfrage. Wo steht limango in fünf Jahren?

SvB: Wir sehen uns mittelfristig als klare Nummer 2 in Deutschland und wollen den Platzhirschen angreifen, in den anderen europäischen Märkten wollen wir immer unter den Top 2 der Shoppingclubs mitmischen, unser Outlet-Geschäft weiter ausbauen und gegebenenfalls weitere Geschäftsfelder aufbauen.

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