Michael Brehm studiVZ “Unser Ziel ist es, das Unternehmen zum reichweitenstärksten und erfolgreichsten Netzwerk in Europa zu machen.” - Im Gespräch mit Michael Brehm (studiVZ Ltd.) » Interview Blog

“Unser Ziel ist es, das Unternehmen zum reichweitenstärksten und erfolgreichsten Netzwerk in Europa zu machen.” - Im Gespräch mit Michael Brehm (studiVZ Ltd.)

Klaus-Martin Meyer: Herr Brehm, Sie sind einer von drei Geschäftsführern der Firma StudiVZ Ltd. Können Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Michael Brehm: studiVZ.net wurde im Oktober 2005 gegründet. Ich selber bin nach meinem Studium als dritter Mann im Mai 2006 eingestiegen. Damals haben wir noch zu dritt in einem kleine Büro in einem Berliner Hinterhof gearbeitet. Inzwischen ist studiVZ das erfolgreichste soziale Netzwerk im deutschsprachigen Raum mit rund 130 Mitarbeitern, die sich neben studiVZ auch um die im Februar 2007 gegründete Plattform schülerVZ und unser neues Netzwerk meinVZ kümmern. Seit Januar 2007 gehört studiVZ Ltd. zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Klaus-Martin Meyer: Was sind aus Ihrer Sicht die strategischen Erfolgsfaktoren für die atemberaubende Entwicklung bei StudiVZ in den letzten Jahren?

Michael Brehm: Zunächst einmal waren wir zum richtigen Zeitpunkt mit einer guten Idee am richtigen Ort: Es gab in der Anfangsphase zwar viele Portale, aber keines auf dem man so gut wie alle Studenten finden konnte, die Nachfrage danach war und ist aber sehr groß, ebenso wie der Kommunikationsbedarf innerhalb dieser Zielgruppe. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist zudem die klare und intuitive Bedienbarkeit von studiVZ. Jeder Nutzer kann innerhalb kürzester Zeit Mitglied bei uns werden und das Netzwerk sofort aktiv nutzen, alte und neue Freunde kennenlernen, Nachrichten schicken, Fotos austauschen und natürlich Gruscheln. Die Entwicklung ist dabei tatsächlich atemberaubend: Wir haben inzwischen über 5,5 Millionen Nutzer und jeden Tag kommen mehrere Tausend hinzu. Zusammen mit dem „kleinen Bruder“ schülerVZ zählen wir sogar 8,5 Millionen Mitglieder.

Klaus-Martin Meyer: Was ist Ihrer Meinung nach überraschender. Die Stellung von StudiVZ in Deutschland oder die explosionartige Entwicklung bei schuelerVZ?

Michael Brehm: schülerVZ überrascht mich fast noch mehr als studiVZ. Schüler sind über regionale Grenzen hinweg nicht so stark verdrahtet wie über 20-jährige und damit gibt es eigentlich weniger Platz für virales Wachstum. Es freut mich, dass wir das widerlegen konnten. Man träumt von so etwas zwar immer aber wenn es passiert ist man doch überrascht.

Klaus-Martin Meyer:
Hier und da ist in der Presse zu lesen, dass auch für StudiVZ die Bäume nicht in den Himmel wachsen, wenn Facebook die Muskeln spielen lassen wird. Meine persönliche Erfahrung ist dagegen, dass man sich nur bei einer begrenzten Anzahl von Sozial Networks anmeldet und dass das “Gesetz der Trägheit” eher für die existierenden Player spricht. Kurzum: Wieviele Communities braucht der Mensch?

Michael Brehm: Eine gerade erst erschienende Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers hat herausgefunden, dass 70 Prozent der Befragten für immer Mitglied in ihrer bevorzugten Community bleiben wollen. Dieses Ergebnis spiegelt auch unsere Erfahrungen wider: Wer sich einmal für studiVZ entschieden hat, bleibt uns in der Regel treu. Zudem haben wir einen entscheidenden Vorteil gegenüber unseren Konkurrenten: Die Nutzer sind bereits bei uns. Nichts desto gibt es natürlich User, die noch in weiteren Netzwerken Mitglied sind. In wie vielen, muss letztlich jeder selber für sich entscheiden. Wie bereits erwähnt sind wir mit Abstand Marktführer in Deutschland und beobachten die Mitbewerber mit Interesse aber ohne Sorge um unsere Position. Das ganze Team arbeitet wie immer sehr hart daran unser Produkt weiter zu entwickeln und unsere Position auszubauen. Mit meinVZ.net haben wir hier vor ein paar Wochen einen ersten entscheidenden Schritt gemacht.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss wie gewohnt unsere Standardfrage: Wo steht die Firma StudiVZ ltd. in fünf Jahren?

Michael Brehm: Unser Ziel ist es, das Unternehmen zum reichweitenstärksten und erfolgreichsten Netzwerk in Europa zu machen.

Stichworte:

2 Kommentare zu ““Unser Ziel ist es, das Unternehmen zum reichweitenstärksten und erfolgreichsten Netzwerk in Europa zu machen.” - Im Gespräch mit Michael Brehm (studiVZ Ltd.)”

  1. Kostprobe sagt:

    “Zunächst einmal waren wir zum richtigen Zeitpunkt”

    VOR FACEBOOK…

    “mit einer guten Idee”
    WIR KÖNNTEN ES SO MACHEN WIE FACEBOOK

    “am richtigen Ort”
    DORT WO MAN FACEBOOK NOCH NICHT KENNT

    *Ironiemodus aus :-) *

  2. Nicht-Studenten sollen von studiVZ zu meinVZ wechseln « TechBanger.de sagt:

    […] Der Launch von meinVZ liegt noch nicht sehr lange zurück. Ob sich die zum studiVZ-Netzwerk gehörende Community so prächtig entwickelt, wie es sich die Macher erhofft haben, ist allerdings fraglich. Es gibt mehrere Anzeichen, die darauf deuten lassen, dass meinVZ seinen Geschwister-Netzwerken krächzend hinterher hechelt. Nun hat das Management reagiert: Per Filter werden gezielt User-Profile ausfindig gemacht, die darauf deuten lassen, dass die jeweiligen User keine Studenten (mehr) sind. Zur Identifizierung dieser User wird unter anderem das Alter herangezogen. Diese User werden mit einer Massenmail gezielt von einem studiVZ-Mitarbeiter Namens Frederik angeschrieben. In dieser Mail möchte er ihnen den Wechsel von studiVZ zu meinVZ schmackhaft machen. […]

Kommentar / Antwort verfassen



<

Google


Add to Technorati Favorites

» “Unser Ziel ist es, das Unternehmen zum reichweitenstärksten und erfolgreichsten Netzwerk in Europa zu machen.” - Im Gespräch mit Michael Brehm (studiVZ Ltd.) Michael Brehm studiVZ