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Über Bonzen, Spinner und Kreativitätstechniken - Im Gespräch mit Bert Mutsaers (bonspin.de)

Klaus-Martin Meyer: Herr Mutsaers, Sie sind der Macher hinter bonspin.de, einer Plattform für Online gestütztes Brainstorming. Können Sie sich und Ihr Projekt bitte kurz vorstellen?

Bert Mutsaers: Mein Name ist Bert Mutsaers und ich bin Geschäftsführender Gesellschafter der Bedford Fleischwaren GmbH + Co. KG in Osnabrück. Dieses mittelständige Unternehmen führe ich mit meiner Schwester Gabi zusammen. Mit 300 Mitarbeitern produzieren wir hochwertige Wurst- und Schinkenspezialiäten für gehobene Bedienungstheken in Deutschland, Niederlande, Belgien und Österreich.
Auch bei Bedford werden regelmäßig neue Ideen gesucht. Um hier nicht immer im eigenen “Saft” zu schmoren, habe ich vor drei Jahren begonnen mich intensiv mit dem Thema Kreativitätstechniken und Geistesblitzen zu beschäftigen. Ist auch ein Thema das mir viel Spaß macht. Ca. ein Jahr habe ich regelmäßig Montagnachmittags in der Unibibliothek Literatur studiert. Dabei fiel mir auf, dass keine der endlosen Kreativitätstechniken das Internet als Basis verwendeten. Das wollte ich ändern. Ich suchte nach einem Konzept, wie man Brainstorming online betreiben kann. Daraus hat sich die Firma bonspin GmbH & Co. KG im Januar 2007 entwickelt. Im September 2007 haben wir das Portal bonspin.de live geschaltet.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam Ihnen die Idee zu Bonspin. War das eher Transpiration in Form von Marktforschung oder die Inspiration in Form eines Geistesblitzes?

Bert Mutsaers: Von Marktforschung halte ich überaus wenig. Die kann einem nur sagen, was zur Zeit oder in der Vergangenheit die Verbraucher so getrieben haben. Was die Verbraucher wollen und evtl. neues wünschen, das sagt einem die Marktforschung sicherlich nicht.

Die Idee kam eigentlich aus der Verwunderung, das es so etwas wie ein online Brainstorming noch nicht so richtig gibt. Zwar gab es schon z.B. brainr.de, was jedoch nicht das war, was ich mir unter online brainstorming so dachte.

Klaus-Martin Meyer: Mit 67 Statuspunkten bin ich aktuell auf dem Weg ein “echter Spinner” zu werden. Wie viele “echter Spinner” werden benötigt, damit bonspin das Projekt wird, welches Sie sich vorstellen?

Bert Mutsaers: Mein Ziel ist es zunächst 1000 Spinner zusammen zu bekommen. Wenn davon die Hälfte regelmäßig mitspinnen, wird es meiner Meinung nach bei bonspin so richtig rund laufen. Zusätzlich sind die Spinnerstati natürlich die Würze in der Suppe. Echte Spinner (ab 100 Ideenpunkte) müssen sich durch gute Ideen beweisen. Man kann sich diesen Stautus nicht erkaufen und sonst irgenwie aneigenen.
Wenn genügend Echte Spinner dabei sind, können Bonzen Ideenprojekte anlegen, zu denen sie ausschließlich echte Spinner zulassen. Dann wirds so richtig interessant. Wer sich noch weiter qualifizieren will, kann sogar zum Premiumspinner ab 500 Ideenpuntke oder zu Profispinner ab 1000 Ideenpunkte werden.

Klaus-Martin Meyer:
Welches Feedback bekommen Sie von den Bonzen? Gibt es schon Ideen, die im Nachhinein zu richtigen Erfolgsstorys geworden sind, die es ohne Bonspin nicht gegeben hätte?

Bert Mutsaers: Ja. Deshalb bin ich auch sehr zuversichtlich. In der Anfangszeit von bonspin habe ich ein Ideenprojekt erstellt, in dem ich nach neuen Verpackungsformen bzw. Präsentationsformen unserer Bedford-Leberwurst gesucht habe. Die aktuelle Leberwurst wurde detailliert beschrieben und die Fragestellung formuliert. Unter anderem hat ein Spinner den Vorschlag gemacht, kleine Leberwurstkugeln in einem Neoprendarm herzustellen. Das war für uns ein Impuls, in diese Richtung etwas zu entwickeln. Daraus sind kleine 50g Leberwurstkugeln geworden, die mittlerweile in fast jeder guten Bedienungstheke zu finden sind. Ein Erfolg, wie wir ihn lange nicht mehr hatten.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluß unsere Standardfrage. Wie wird Bonspin in fünf Jahren aussehen? Wird es dann möglicherweise Spinner geben, die von ihren Ideen leben können?

Bert Mutsaers: In fünf Jahren wird es hoffentlich mehrere tausend User bei bonspin geben. Dass die Spinner von ihren Ideen leben können, glaube ich nicht. Evtl. kommt es zu engen Kontakten zwischen Spinnern und Bonzen, die in ein Anstellungsverhältnis übergehen. Könnte schon sein. Aber das Bezahlsystem von bonspin soll mehr ein Anreiz fürs Mittmachen sein und nebenbei noch Spaß machen. Ist doch super, wenn kreative Querdenker ein Medium bekommen, wo sie ihre Fähigkeiten so richtig unter Beweis stellen können.

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