Jan Eggers, Social Commerce Web 2.0"Social Commerce und Web 2.0 dagegen sind zur Zeit ein großes Thema" » Jan Eggers, Social Commerce Web 2.0 » Interview Blog

“Social Commerce und Web 2.0 dagegen sind zur Zeit ein großes Thema” - Im Gespräch mit Jan Eggers (askfirst.de)

Klaus-Martin Meyer: Jan, Du bist der Initiator von Askfirst. Könntest Du Dich und Deine Firma bitte kurz vorstellen?

Jan Eggers: Ich bin 31 und mache meinen B.Sc. am Fachbereich Multimedia Production an der FH Kiel. Außerdem arbeite ich u.a. als Webproducer. Als ich letztes Jahr die amerikanische Social Shopping Site thisnext entdeckt habe, entstand die Idee, in Deutschland etwas Ähnliches aufzubauen. Sieben Monate später ist daraus nun AskFirst geworden - ein Portal, auf dem Nutzer ihre Lieblingsprodukte empfehlen.

Klaus-Martin Meyer: Ich habe eine Lieblingsplatte. Die ist von Pink Floyd und schon etwas länger auf dem Markt. Kann ich die bei euch auch empfehlen?

Jan Eggers: Ja, natürlich. Bei uns stellen Leute die neuste Spielkonsole vor, aber auch ihre Nostalgie-Scheibe, die sie schon mit 17 gehört haben. Das sind manchmal echte Geheimtipps. Häufig entdeckt man auch Nutzer, die auf einem Gebiet richtige Experten sind und sich zum Beispiel mit Soul-Musik sehr gut auskennen. Wichtig ist aber vor allem: Unsere Nutzer sagen ehrlich, welche Dinge empfehlenswert sind und warum. Natürlich kann der Nutzer auch einen Link einsetzen, wo er dieses Produkt gefunden, vielleicht sogar gekauft hat. So kann er auch hier seine Erfahrungen weitergeben. Denn gerade diese Geheimtipps sind teilweise nur sehr schwer zu finden.

Klaus-Martin Meyer: Im Askfirst-Blog war gleich anfänglich ein Statement zum Thema Copycat zu lesen? Alle Social Shopping Sites haben sicher gewisse ähnliche Grundprinzipen. Warum muss sich aber ein Milchbauer, der eine Betrieb gründet, kaum dafür rechtfertigen, dass es ein Copy Cat-Geschäftsmodell ist, während Ihr mit AskFirst zu solchen Punkten Stellung beziehen müßt?

Jan Eggers: Ich will niemandem zunahe treten, aber ich glaube, dass die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebes nicht so stark im öffentlichen Fokus steht, Social Commerce und Web 2.0 dagegen sind zur Zeit ein großes Thema. Kein Wunder, Experten erwarten ja, dass sich das Kaufverhalten der Menschen dadurch ändern wird. Natürlich wollen die Leute dazu ihre Meinung sagen und durch neue Kommunikationswege wie zum Beispiel Blogs ist ihre Stimme lauter geworden. Aber das ist auch in Ordnung. Wir wollen die Meinung der Leute hören, denn für sie gestalten wir unser Angebot. Im Übrigen haben wir nie verschwiegen, dass wir nicht die erste Social Commerce Site sind.

Klaus-Martin Meyer: Die meisten Gründer, die im Moment an den Start gehen, tun dies gleich mit einer GmbH, Limited oder gar einer AG. Du firmierst als Einzelunternehmer. Bist Du noch mutiger?

Jan Eggers: Nein, als Einzelunternehmer trete ich nur in der Closed-Beta Phase auf. Seit gestern firmieren wir offiziell als Limited.

Klaus-Martin Meyer:
Obwohl gerade erst gestartet, hat Askfirst bereits Erwähnung in der Wirtschaftwoche gefunden. Wie schafft man das so schnell?

Jan Eggers: Ich denke, wir sind zur richtigen Zeit online gegangen. Wie gesagt, das Thema Social Commerce ist gerade sehr populär und auch die klassischen Medien berichten immer mehr darüber. Einen Teil der Aufmerksamkeit haben wir auch sicherlich Jochen Krisch zu verdanken, der uns in seinem Exciting Commerce Blog erwähnt hat.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wo steht Askfirst in fünf Jahren?

Jan Eggers: Wir haben für die Weiterentwicklung von AskFirst einige wirklich innovative Konzepte in der Schublade liegen. Hier möchte ich mir allerdings in diesem frühen Stadium noch nicht in die Karten schauen lassen. Auf jeden Fall werden wir aber unsere Nutzer noch enger in die Gestaltung unserer Seite einbinden. Wo steht askfirst in 5 Jahren:
ich beabsichtige nicht, askfirst nur als kurzfristiges Hobby zu betreiben. Es gibt noch einige Ideen, die askfirst zu einer auch kommerziell erfolgreichen Seite machen werden.

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