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“Unsere Firma hat sich in den letzten Jahren vor allem durch den Internetauftritt http://www.quoka.de einen Namen gemacht.” - Im Gespräch mit Patrick Günter

Klaus-Martin Meyer: Herr Günter, Sie sind der Geschäftsführer der Quoka GmbH. Könnten Sie sich und Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Patrick Günter: Unsere Firma hat sich in den letzten Jahren vor allem durch den Internetauftritt http://www.quoka.de einen Namen gemacht. Die Quoka Plattform setzt primär den Fokus auf das einfache kaufen und verkaufen per Kleinanzeige. Prinzipiell hat hier jeder die Möglichkeit ein Schnäppchen zu machen oder eben alte Schätze, die ihr Dasein nur noch im Keller fristen, zu veräußern und zu Geld zu machen. Besonders stolz sind wir auf unseren virtuellen Automarkt, der mit fast 500.000 Kleinanzeigen für jeden Autoliebhaber etwas zu bieten hat. Hier werden nicht nur Gebrauchtwagen oder Neuwagen offeriert, sondern auch Autoteile oder Winterreifen. Das inserieren der Kleinanzeigen ist in der Regel hierbei völlig kostenlos und der User muss sich nicht zwangsläufig registrieren, um von Quoka zu profitieren.

Klaus-Martin Meyer: Sie kennen den On- und den Offline-Anzeigenmarkt. Wie unterscheiden sich diese Märkte? Hat Offline noch eine Zukunft?

Patrick Günter: Der auffallende Unterschied zwischen dem On und Offline Kleinanzeigenmarkt ist der, dass hier verschiedene Zielgruppen bedient werden. Während im Online Segment vor allem die User angesprochen werden, die das Internet mehrmals die Woche nutzen, zielen unsere Anzeigenblätter wie die Sperrmüll Zeitung  auf Käufer und Verkäufer ab, die diese schon seit jeher kennen.

Es darf nicht vergessen werden, dass die Sperrmüll Zeitung im Jahre 1983 den Grundstein für unser Kleinanzeigengeschäft gelegt hat und somit vor Jahrzehnten eine Marke geschaffen worden ist, die noch vielen in Erinnerung geblieben ist und mit die sich noch bis dato so einige identifizieren können. Es ist zwar nicht von der Hand zu weisen, dass gerade im Offline Kleinanzeigen Bereich die Popularität nachgelassen hat, allerdings macht es hier der Mix aus Online und Offline Aktivitäten. Gerade ältere Menschen, die das Internet nicht nutzen, schätzen nach wie vor unsere Anzeigenblätter und geben wie in den guten alten Zeiten ihre Kleinanzeige durch einen Anruf an unser Call Center weiter. Wobei wir natürlich hier trotzdem auf unsere Kleinanzeigenseite im Internet aufmerksam machen.

Klaus-Martin Meyer: Viele Online-Firmen, die klassisches Anzeigengeschäft substituieren, waren ursprünglich Startups, während sich viele Verlage mit den Online-Geschäftsmodellen schwer taten. Wie haben Sie diesen Brückenschlag geschafft, auf beiden Feldern erfolgreich zu sein?

Patrick Günter: Indem wir erkannt haben, dass sich die Online Welt nicht wirklich von der Offline Welt unterscheidet. Der Inserent oder der Käufer erwartet in beiden Fällen ein einfaches System, um etwas Bestimmtes schnell zu verkaufen bzw. zu finden. So präsentieren sich einerseits unsere Anzeigenblätter sehr kompakt und kommen dadurch gut beim Leser an, da diese nicht überladen sind. Andererseits zeigen wir durch unsere Kleinanzeigen Plattform quoka.de dem Kunden sehr viele Angebote auf, geben diesem aber gleichzeitig die Option explizit nach Region und Suchbegriff zu filtern, sodass dieser in unkomplizierten Schritten einen schnellen Überblick erhält.

Klaus-Martin Meyer: Wo sehen Sie aktuell im Kleinanzeigenbereich noch besonders interessante Wachstumsfelder?

Patrick Günter: Besonders wichtig wird es in Zukunft sein, noch mehr auf die individuellen Bedürfnisse der Smartphone Nutzer zu achten. 2010 wurden deutlich mehr Smartphones als Personal Computer verkauft – Tendenz steigend! Das heißt für uns vor allem darauf achten, dass unsere Webpräsenz noch schneller wird und unsere Quoka App den ein oder anderen Feinschliff zu verpassen. Auch das Inserieren sollte über das Smartphone schnell und reibungslos funktionieren.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere Standardfrage. Wie sehen Sie die Zukunft des Kleinanzeigengeschäfts in fünf Jahren? Online wie Offline.

Patrick Günter: Durch die steigende Interaktion im Internet, was das so genannte Web 2.0 ermöglicht, wird sich das Kleinanzeigengeschäft in eine sehr interessante Richtung weiterentwickeln. In Zeiten von Facebook und Smartphones sieht der Trend für mich klar aus: Das Kaufen und Verkaufen wird persönlicher und authentischer. So ist es denkbar, dass in nicht allzu ferner Zukunft, eine Verknüpfung zum Facebook Profil des Anbieters erfolgen wird. So kann man durch ein gutes Facebook Profil seine Verkaufschancen steigern.

Weiterhin werden Bilder zu den Kleinanzeigen eine immer größere Rolle spielen: Heutzutage führt dank Smartphones praktisch fast jeder eine Digitalkamera mit sich, was es ungemein erleichtert schnell gute und vor allem viele Fotos zu uploaden. Dadurch kann sich der potenzielle Käufer einen besseren Überblick auf das Angebot verschaffen, was zu größerem Verkaufserfolg beim Inserenten führen kann.

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