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“Nütze anderen, das nützt auch Dir.” - Im Gespräch mit Kris Kunst (Vorstand der LUUPO AG)

Klaus-Martin Meyer: Kris, Du bist einer von drei Vorständen der Luupo AG?

Kris Kunst: Ja, zusammen mit meinem Bruder Jörn und Rudolf Dorbert, der als Business Angel im Oktober 2006 zu uns gestoßen ist.

Klaus-Martin Meyer: Könntest Du Dich, Deine Mitstreiter und die Firma bitte kurz vorstellen?

Kris Kunst: Hinter der Idee zu LUUPO stehen wir Gründer – Jörn und ich. Die Idee entstammt einem mehrtägigen Brainstorming sowie einem Gottesblitz, der Jörn in der Nacht vom 28. auf den 29. Januar 2006 durchfuhr und ihn tagelang in einen Zustand adrenalingetränkter Euphorie versetzte.

Inzwischen arbeitet ein ganz respektables ein Team aus ungefähr 12 Leuten in irgendeiner Form an LUUP0. Wir beide kommen eigentlich nicht aus dem Internet Business. Ich bin u.a. Dipl.-Volkswirt und Jörn Physiotherapeut. Ach ja, Offsetdrucker bin ich auch… und Jörn Feinmechaniker. Aber was hat das schon zu sagen?

Im März diesen Jahres haben wir zusammen mit Rudolf Dorbert (und drei sehr engagierten AR-Mitgliedern) die LUUPO AG gegründet. Als AG also eher etwas groß dimensioniert für eine Unternehmensgründung, aber wir denken, wir werden diese Siebenmeilenstiefel noch gebrauchen.

Mit LUUPO etablieren wir eine neuartige Handels- und Gambling-Plattform im Internet – nein, eigentlich mehr: Mit uns wachsen der B2C-E-Commerce sowie das Gambling zusammen. Das sind immerhin zwei boomende Märkte.

Das Interessante an LUUPO ist die win-win-win-Konstellation für User, Händler und uns. User haben die Möglichkeit, sehr preiswert an hochwertige Waren zu kommen, Händler haben keinen Margendruck für ihre Waren und wir verdienen auch noch ein wenig Geld an der Sache… hoffen wir zumindest ;o)

Klaus-Martin Meyer: Verstehe ich es richtig, dass es bei Luupo so in etwa um eine Mischung aus holländischer und amerikanischer Auktion geht?

Kris Kunst: Hmmm…es fühlt sich vielleicht auf den ersten Blick so an. Aber ich denke, uns unterscheidet von beiden jeweils was Entscheidendes: Im Gegensatz zur amerikanischen Auktion erwerben die Käufer mit ihrem Einsatz die Information über den aktuellen Preis und können entsprechend “planen” oder zuschnappen. Im Gegensatz zur holländischen Auktion (oder auch Abwärts-Auktion (à la Azubo.de) kommt der Kaufpreis für den Händler immer zusammen, der Händler unterliegt keinem ruinösen (Dumping-)Wettbewerb. Zudem: Unser System ist nicht gierig, sondern fair zu allen Seiten: Die User bekommen gesamthaft fast die Summe zurück, die sie einsetzen. Die Händler bekommen einen fairen Preis. Und wir… nun ja, siehe oben.

Als Jörn die entscheidende Idee zu LUUPO hatte, kannten wir weder die amerikanische noch die holländische Auktion. Ich denke schon, dass wir da ein ganz neues Prinzip erfunden und entwickelt haben, das vielleicht an das eine oder andere erinnert, jedoch so noch nie ersonnen wurde. Selbst wenn es ersonnen wurde, wurde es offensichtlich noch nie umgesetzt. Will sagen: Das LUUPO-Prinzip ist unique, ein echtes Original!

Klaus-Martin Meyer: Wie nehmen die User das Prinzip bisher an?

Kris Kunst: Sehr positiv in Worten und Anmeldungen, aber noch eher abwartend in Taten (sprich Einsätzen). Viele warten darauf, dass die Preise schneller sinken. Das haben ein paar Clevere auch schon für sich ausgenutzt: Dadurch, dass sie
noch wenig Konkurrenz haben, schnappen sie einfach auch im Gewinnkauf mit wiederholten Einsätzen zu. Somit haben schon einige Leute fantastische Schnäppchen gemacht. Das finden wir natürlich super – jeder erfreute Kunde ist ein guter Kunde. Wir wollen am Ende Gewinner und Schnäppchenschnapper in Serie produzieren. LUUPOs (und Willis) Popularität dürfte damit kräftig anwachsen.

Ich denke, wenn wir eine kritische Masse erreicht haben, wird sich das Rad insgesamt anfangen von selbst zu drehen. Die Preise werden mit einer als interessant empfundenen Geschwindigkeit fallen, und mehr User werden Einsätze tätigen…was wiederum die Preise noch schneller fallen lässt. Und was machen wir, wenn die Preise zu schnell fallen? Ganz einfach: Wir stellen noch mehr Artikel drauf, so dass das vorhandene Volumen an Einsätzen sich auf mehr Artikel verteilt und die Preise wieder in einer erträglichen (=nachvollziehbaren) Geschwindigkeit fallen. Wir haben sehr große Händler an Bord mit einem unerschöpflichen Warenpotenzial. Durch diesen sich selbst aufschaukelenden Effekt werden wir wohl die erste Auktionsplattform der Welt sein, die auch für den Einzelnen umso interessanter wird, je mehr Kunden auf ihr einkaufen. Oder - für die Ökonomen: Je höher die Nachfrage, umso schneller sinkt der Preis! Logisch?

Klaus-Martin Meyer: Wie erklärt Ihr euch die Begeisterung der Blogosphäre für Luupo.de?

Kris Kunst: Zum einen, weil die Leute verstehen und spüren, dass das LUUPO-Prinzip ein rundes, interessantes Konzept abbildet, das keinen abzockt, sondern allen Seiten nützt. Darauf legen wir auch allergrößten Wert: Fair sein und transparent - und dem Kunden dauerhaft einen großen Nutzen bieten. Das ist der Kern unserer Philosophie: “Nütze anderen, das nützt auch Dir.” Zum Zweiten, weil die Seite einfach klasse aussieht, sehr übersichtlich ist und superschnell von jedem verstanden werden kann. Unser Sahnehäubchen ist natürlich Willi, der in seiner unnachahmlichen Art der LUUPO-Ur-Schnäppchenschnapper ist. Und dann - gerade für die Blogger-Community nicht unwichtig: Wir respektieren und schätzen unsere Gesprächspartner. Uns macht es Spaß, mit anderen zu kommunizieren - auch mit Kritikern. Kritik ist uns nicht lästig, sondern wir begreifen sie als Chance…Chance zur Verbesserung und Weiterentwicklung. Ich denke, das spüren die Leute auch.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss wie gewohnt unsere Standardfrage: Wie wird sich luupo.de in den kommenden fünf Jahren entwickeln?

Kris Kunst: Puhhh…, sehr weiter Horizont, schwer zu sagen. So herum: Wir haben schon einiges in der Pipeline, wie wir LUUPO weiterentwickeln werden. Lasst Euch mal überraschen. Auf jeden Fall möchten wir in fünf Jahren in einigen Ländern der Erde präsent sein. Zunächst jedoch müssen wir auf das nächste Spiel schauen. Und das heisst, eine Routine für die LUUPO-Abläufe zu entwickeln, unser Team zu verstärken (wir suchen noch Leute für das Online-Marketing, die PR sowie Frontend- wie Backend-Programmierer) und als Unternehmen die Gewinnschwelle zu erreichen. Das wird noch schwer genug.

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Ein Kommentar zu ““Nütze anderen, das nützt auch Dir.” - Im Gespräch mit Kris Kunst (Vorstand der LUUPO AG)”

  1. Luupo unter der Lupe - tobes blog sagt:

    […] Public-Beta nennt es Social Commerce und während ich noch nicht so recht weiß, wie ich es bezeichnen soll, steht eines auf jeden Fall fest: An dem, was Luupo auf seiner kürzlich produktiv gegangenen Einkaufsplattform (www.luupo.de) veranstaltet, kann ich weder gesellige noch soziale Züge erkennen. Tatsächlich scheinen sich die beiden Gründerbrüder Kunst hinter Luupo mit ihrer Auktionsmutation ein Beispiel an Telebid genommen zu haben, jener kritikallergischen Einkaufsplattform, bei der einige wenige Teilnehmer - wenn überhaupt irgendwelche - Schnäppchen auf Kosten vieler anderer machen. […]

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