netmoms Stephanie StaarNetMoms: erstes deutsche Online Netzwerk von Müttern für Mütter » netmoms Stephanie Staar » Interview Blog

“NetMoms ist das erste deutsche Online Netzwerk, das von Müttern für Mütter gemacht wird.” - Im Gespräch mit Dr. Stephanie Staar

interview-blog.de: Frau Dr. Staar, Sie sind Geschäftsführerin der Firma Netmoms GmbH. Könnten Ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Stephanie Staar: NetMoms ist das erste deutsche Online Netzwerk, das von Müttern für Mütter gemacht wird. Bei NetMoms können Mütter andere Mütter aus Ihrer Umgebung oder mit ähnlichen Interessen kennenlernen, sich von ihnen Rat holen oder selbst Tipps geben. Typische Fragen, die bei NetMoms diskutiert werden, sind „Wie bringe ich Beruf und Kind unter einen Hut?“, „Wie verändert sich mein Sexleben nach der Geburt?“, „Wie finde ich die richtige Schule für mein Kind?

Gegenüber traditionellen Internetangeboten für Eltern zeichnet sich NetMoms durch eine höhere Interaktivität und eine größere soziale Komponente aus. Mütter können Fotos von sich und ihren Kindern zeigen, neue Freundschaften knüpfen, sich in Gruppen zu verschiedenen Themen oder Interessensgebieten zusammenfinden oder demnächst auch kinderfreundliche Angebote in ihrer Umgebung finden. Besonders wichtig sind uns dabei zwei Dinge:

Zum einen, dass NetMoms den Müttern Spaß macht. Das heißt, dass nicht nur Erziehungsthemen zur Sprache kommen, sondern es durchaus auch die Gruppe der Shopping Fans oder der Grey’s Anatomy Fans gibt. Und dass man auch mal über ein besonders lustiges Kinderfoto (z.B. Anna-Lena bei ihrer Lieblingsbeschäftigung oder Philip mit cooler Sonnenbrille) lachen kann.

Zum anderen möchten wir, dass NetMoms die Verbindung zwischen Internet und realer Welt herstellt, d.h. dass Mütter bei uns tatsächlich andere Mütter kennenlernen können, mit denen sie sich dann auch mal zum Kaffetrinken oder auf dem Spielplatz verabreden.

interview-blog.de: Laut Ihrer Pressemeldung vom 2. April 2007 ist Ihre Plattform NetMoms gerade erst online gegangen. Dennoch zählt die Wirtschaftswoche Ihre Firma bereits zu den wichtigsten Neugründungen. Wie schafft man das so schnell?

Stephanie Staar: Da kommen sicherlich mehrere Punkte zusammen. Zum Einen sind Mütter im Internet eine besonders große und attraktive Zielgruppe. Schon heute sind mehr als 4,5 Millionen werdende Mütter und Mütter mit Kindern unter 15 Jahren im Internet aktiv. Wenn es in so einem interessanten Markt dann einen neuen Geschäftsansatz gibt, wird man natürlich gleich genau beobachtet.
Zum Zweiten sind wir nicht das klassische Team der jungen Gründer, sondern blicken alle drei schon auf fünf bis zehn Jahre Arbeitserfahrung zurück. Außerdem ergänzen wir uns als Gründerteam sehr gut, da wir komplementäre Erfahrungen mitbringen. Tanja Waldeck, Mutter einer zweimonatigen Tochter, hat sich viel mit Vertriebsprojekten im Konsumgüterbereich beschäftigt, Jens Echterling hat Produkt- und Marketingerfahrung und ich selbst habe in den letzten Jahren einige Erfahrung im Bereich Finanzierung und Kooperationen sammeln können.
Zum Dritten werden wir natürlich von einem sehr starken und erfahrenen Investoren Team unterstützt. Oliver Samwer, Stephan Schubert (OnVista), Michael Brehm und Dennis Bemmann (StudiVZ), Christian Vollmann (myvideo), Oliver Jung und Peter Schüpbach sind nur einige der Investoren, die uns hilfreich zur Seite stehen. Auf eine solche Erfahrung zurückgreifen zu können, hat uns schon vor einigen falschen Entscheidungen bewahrt und verkürzt auch so manchen langen Lernprozess.

interview-blog.de: Am Anfang hat jede Community ein Henne-Ei-Problem zu überwinden. Wie schaffen Sie es, eine kritische Masse an Usern zu gewinnen, so dass der Nutzen der Plattform für die User schnell ansteigt?

Stephanie Staar: Wir haben unsere Nutzerinnen von Anfang an stark in die Weiterentwicklung der Seite und in die Gewinnung von neuen NetMoms eingebunden. Fast alle unserer „Ur-NetMoms“, also die Nutzerinnen, die seit den ersten Tagen dabei sind, sind mittlerweile zu „Local Moms“ geworden und promoten die NetMoms Plattform in Ihren jeweiligen Städten und Gemeinden – in Elterninitiativen, Kindergärten etc. Mit diesem „Local Moms“ Konzept stellen wir sicher, dass wir in vielen Städten und Gemeinden schnell eine kritische Masse an NetMoms erreichen, die dann auch tatsächlich die Möglichkeit haben, andere Mütter aus Ihrer Umgebung und nicht nur aus anderen Teilen Deutschlands kennenzulernen.

Außerdem haben wir zuerst die Funktionalitäten online gebracht, die auch bei einer kleinen Zahl von Nutzern schon großen Wert für den Einzelnen bringen, z.B. den Frage-und-Antwort Bereich. Funktionalitäten, die schon eine gewisse kritische Masse an Nutzern erfordern, wie z.B. die Gruppenfunktion, haben wir dann später nachgezogen.

interview-blog.de: Mit urbia.de gibt es in Köln bereits seit Jahren eine Community, die eine ähnliche Zielrichtung hat. Spornt eine solche Art der “Nachbarschaft” an?

Stephanie Staar: Sicherlich ist es immer wichtig, Wettbewerber mit ähnlichen Geschäftsmodellen im Blick zu behalten und ein wenig sportlicher Ehrgeiz ist auch immer im Spiel, dafür muss der Wettbewerber nicht in derselben Stadt sitzen. Andererseits betrachten wir urbia nicht als direkten Wettbewerber, da die Community Elemente und die nutzergenerierten Inhalte dort eher im Hintergrund stehen. Unsere Modelle sind teilweise sogar komplementär, da NetMoms weniger Wert auf redaktionelle Inhalte legt, sich dafür aber durch eine hohe Interaktivität und Viralität auszeichnet. Hierzu nur ein Beispiel: Obwohl wir erst sechs Wochen am Markt sind, hat sich bei uns durch die hohe Interaktivität und Viralität des Produktes schon eine starke Eigendynamik entwickelt, es haben sich bereits - ohne unser Zutun (wenn man von der Bereitstellung der Plattform einmal absieht) - erste lokale NetMoms Gruppen gegründet, die auch bereits Treffen vor Ort abgehalten haben.

interview-blog.de:
Zum Abschluß wie üblich unsere standardisierte Frage. Wie wird sich netmoms.de in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Wird es eines Tages auch netdads.de geben?

Stephanie Staar: Schauen wir doch zunächst mal in die nahe Zukunft, hier steht der Ausbau des Produkts im Vordergrund. In der vorletzten Woche ist unser Fotobereich, in der letzten Woche unsere Gruppenfunktionalität online gegangen. In sechs bis acht Wochen hoffen wir ein Produkt am Markt zu haben, das dann alle wesentlichen Wünsche unserer Zielgruppe erfüllt. Dazu gehört die Einführung eines Service Bereichs, in dem Mütter Babysitter in ihrer Umgebung finden oder über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Kindergärten und Kinderkrippen berichten können. Schließlich sind über 50 Prozent unserer Zielgruppe berufstätig sind. Das Feedback, das wir bisher von unseren Nutzerinnen erhalten haben, zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.

Sobald das Produkt „steht“ geht es natürlich um den Ausbau des Netzwerks und der Nutzerbasis, sowohl mit Hilfe der Local Moms als auch über Kooperationen. Hier liegen uns bereits heute schon einige interessante Angebote vor, die wir gerne realisieren wollen.
Des weiteren analysieren wir derzeit weitere lokale Märkte, um auf Basis der bestehenden Plattform dann so schnell wie möglich zu internationalisieren. Dies wird sicherlich eine weitere sehr spannende Herausforderung werden, der wir uns noch dieses Jahr stellen müssen. An dieser Stelle sei vielleicht auch der Einschub erlaubt, dass wir in allen Unternehmensbereichen (Produkt, Marketing, Vertrieb, IT) noch Unterstützung suchen und uns über Kontaktaufnahmen bzw. Bewerbungen an jobsnetmoms.de sehr freuen würden.

In den nächsten fünf Jahren möchten wir netmoms.com zum führenden europäischen Mütternetzwerk entwickeln. NetMoms soll den Müttern Information, soziale Kontakte und Entertainment bieten und auch den Shopping Bereich wollen wir langfristig nicht vernachlässigen.

Und abschließend zu denNetDads : Die gibt es heute schon, zwar „nur“ als eine Gruppe bei NetMoms, aber wir wollen natürlich auch den Vätern Ihr eigenens Forum bieten – und es haben sich schon einige NetDads zusammengefunden – die sich aber – wie alle anderen NetMoms Gruppen auch, über Zuwachs sicherlich sehr freuen.

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2 Kommentare zu ““NetMoms ist das erste deutsche Online Netzwerk, das von Müttern für Mütter gemacht wird.” - Im Gespräch mit Dr. Stephanie Staar”

  1. Basic Thinking Blog » NetMoms: Klonprojekt steht vor Vollendung sagt:

    […] Rezept: - man entnehme eine Eizelle aus der Social Networking Brutstätte - dann kommt der Stempelaufdruck…*rotiert den Stempelhalter*, da, “Mamis” drauf - die Lackiererei färbt das entsprechend Rosa ein - nun kontaktiere man einige VC-Brutväter, die das Klonbaby aufpäppeln, die Erziehungsmethoden sind stets gleichartig - sobald der Klon einige Netmoms angelockt hat, lasse man diese mitarbeiten, um weitere Netmoms anzulocken - und nun das Kunststück: wenn der Klon eine entsprechende Größe erreicht hat, verkloppt man den Klon - das Ganze dauert zwischen einem halben und einem ganzen Jahr - und mache sich ran, das nächste Klon-Projekt anzugehen […]

  2. Kirsten Mundt sagt:

    ich bin eine netmom und finde es super Die ganze seite ist darauf zugeschnitten freundinnen zu finden andere meinungen zu hören und sich rat zu holen.Dazu kommt ein hohes mass an aufmerksamkeit seitens der betreiber um möglichst wenig belästigung zuzulassen Danke an Netmoms ihr habt mein einsames leben verändert

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