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“mygall ist eine Full-Service-Webselling-Lösung für Künstler und Kreative made in Leipzig.” - Im Gespräch mit Niklas Bolle

Klaus-Martin Meyer: Niklas, Du bist der Gründer der MyGall GmbH. Könntest Du dich und deine Firma bitte kurz vorstellen?

Niklas Bolle: Mein Name ist Niklas Bolle, ich bin 25 Jahre alt und Gründer von mygall. mygall ist eine Full-Service-Webselling-Lösung für Künstler und Kreative made in Leipzig. Bei uns kann jeder kostenlos und in wenigen Minuten seine eigene Galerie eröffnen und in dieser Reproduktionen seiner eigenen Werke online verkaufen. Einfach hochauflösenden Bilddateien hochladen und mygall kümmert sich im Verkaufsfall um Druck, Rahmung, Zahlungsabwicklung und Versand. Der Künstler kassiert eine Provision in vorher selbst festgelegter Höhe.
In aller Kürze gesagt bietet mygall also dem Long Tail der Kunstschaffenden eine Möglichkeit, die Ihnen bisher nicht offenstand:
Mit Kunstdrucken Geld zu verdienen. Für Kunstfreunde entsteht dadurch eine nie gekannte Vielfalt jenseits von Van Gogh und Edward Hopper.

Klaus-Martin Meyer: Wie hast Du es geschafft, in so kurzer Zeit eine relativ große Anzahl an Künstlern auf die Plattform zu locken? Das ist sicher bei Künstlern nicht die leichteste Aufgabe im Rahmen deines Geschäftsmodells?

Niklas Bolle: Wir sind wirklich sehr froh, dass das geklappt hat. Wir haben vielfach wirklich den persönlichen Kontakt gesucht: Also Telefon und Mails, aber auch Atelierbesuche. Künstler, die sich auch so schon in irgend einer Form online präsentieren haben da sehr schnell gemerkt, das mygall ganz neue Möglichkeiten und Käuferschichten mit sich bringt. Weniger internetaffine Kreative galt es da schon etwas zu überzeugen. Heute können wir uns zum Glück schon sehr auf die Mundpropaganda unter den Künstlern verlassen. Viele sind nach Ihrem ersten Verkauf über das Web einfach volends begeistert. Das sind unsere besten Multiplikatoren.

Klaus-Martin Meyer: Wie sieht es auf der Käuferseite aus. Gibt es dort eine ähnlich gute Entwicklung?

Niklas Bolle: Auch da ist die Entwicklung schon sehr zufriedenstellend, wobei sich diese natürlich zeitlich versetzt vollzieht. Vor einem Monat hatten wir erst ein Drittel des Angebots, was wir heute bereithalten.

Klaus-Martin Meyer: Im letzten Jahr hatten wir an dieser Stelle Marlon Ikels von Galleryy.net im Interview. Wäre Galleryy.net nicht ein idealer Kooperationspartner, so dass die Kunden bei MyGall auch noch Kopien der Bilder in Öl kaufen könnten. Die Idee kam mir, bei der Durchsicht von mygall.de.

Niklas Bolle: Kooperattionen sind in viele Richtungen denkbar, zumal das Geschäftsmodell von mygall noch lange nicht voll ausgereift ist. Wir sprechen da momentan mit vielen Leuten, ich würde da aber erst Konkretes sagen, wenn es Konkretes gibt.

Klaus-Martin Meyer:
Zum Abschluß unsere gewohnte Fünfjahresfrage? Wo steht MyGall in fünf Jahren?

Klaus-Martin Meyer: Ich würde mir wünschen, dass mygall in fünf Jahren das Möbelhaus-Poster vollends verdrängt hat und die Tür aufgestoßen hat für die ganz große Vielfalt. Etwas konkreter: mygall ist in fünf Jahren der europäische Marktführer für individuelle Kunstreproduktionen jenseits des Massenmarkts.

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3 Kommentare zu ““mygall ist eine Full-Service-Webselling-Lösung für Künstler und Kreative made in Leipzig.” - Im Gespräch mit Niklas Bolle”

  1. Christian Rauchstein sagt:

    Ich bin auch freischaffender Künstler und wurde Mitte Juni (unaufgefordert) per Email vom Mygall Betreiber angesprochen. Da ich etwas kritischer als die meisten bin, habe ich die Site seitdem erst mal beobachtet, bevor ich diesen Weg des Kunstvertriebs nutzen wollte. Das System ist ja nicht neu, ich kenne es aus Aufenthalten in den U.S.A., dort läuft das Ganze wohl recht erfolgreich unter dem Namen “Imagekind”. Was mir bei meinen regelmäßigen Besuchen bei Mygall auffiel: das fehlende Forum. Dabei ist das eine der besten Arten den Austausch zwischen Nutzern zu ermöglichen und für das Unternehmen, Vertrauen zu schaffen. Im Allgemeinen scheint Mygall regelrecht Angst vor Transparenz zu haben. Auch Provisionsabrechnungen der Künstler wurden erst nach vermehrter Kritik im Blog zeitnaher und transparenter gestaltet. Da ich kein Mitglied bin, kenne ich die genaue Vorgehensweise nicht, ist aber alles im Blog nachzulesen. Obwohl, da kommen wir zum springenden Punkt. Bei meinem letzten Besuch, entdeckte ich, dass Blogkommentare gelöscht wurden und jetzt jeder Kommentar erst überprüft wird, bevor er ins Netz gestellt wird. Das fand ich sehr bedenklich und (inzwischen kaum überraschend) stellte heute fest, dass der Link zum Forum, welcher bisher unter “Bitte haben sie noch etwas Geduld…” lief, verschwunden ist. Also kein Forum für Mygall Kunden und somit auch GAR KEINE Möglichkeit der Kritik mehr, jede Information geht erst durch die Hände der Betreiber. Warum hält man sich so bedeckt? Wahrscheinlich weil man was zu verbergen hat.

  2. klm sagt:

    Als Interviewer finde ich die Kritik viel zu überzogen für ein noch so junges Projekt. Als Start-up kann man unmöglich alles gleich richtig machen und schon gar nicht in der Geschwindigkeit. Sicherlich werden die geforderten Punkte noch abgearbeitet. Die Optimierung der Provisionsabrechung ist doch ein Beleg, dass man gewillt ist, schnell zu reagieren.

    grusz
    klm

  3. Christian Rauchstein sagt:

    Aha, und was bedeutet es, sein Forum bewußt abzuschaffen? Es geht hier nicht um Fehler, die passieren können, es geht hier um fragwürdige Geschäftspolitik und unnötige Vermeidung von Transparenz. Die Optimierung der Provisionsabrechnung war kein guter Wille, sondern eine Notwendigkeit. Welche Antwort haben sie denn auf die Frage, warum das Forum erst nicht gestartet und dann ganz abgeschafft wird?

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