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“Fellowweb.de ist eine Internetplattform für Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige.” - Im Gespräch mit Jasmin Hrnjic

Klaus-Martin Meyer: Jasmin, Du bist einer der Geschäftsführer der Firma Fellowweb GmbH. Könntest Du Dich, Deine Mitstreiter und Deine Firma bitte kurz vorstellen?

Jasmin Hrnjic: Klaudia Buggenthin, Florian Bell und ich haben Fellowweb.de Ende April diesen Jahres gegründet. Klaudia kommt aus der Designbranche und hat ein Design Studium an der AMD in Hamburg absolviert. Florian und ich haben kürzlich unser BWL-Diplom bzw. Master-Studium an der WHU in Vallendar abgeschlossen. Die Betreibergesellschaft ist die Fellowweb GmbH mit dem Sitz in Vallendar.

Klaus-Martin Meyer: Mit Fellowweb.de habt Ihr ein sehr spannendes Projekt am Start. Was hat es damit auf sich?

Jasmin Hrnjic: Fellowweb.de ist eine Internetplattform für Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige. Die Idee ist, die Orientierungslosigkeit von Jugendlichen bei Ihrer Berufs- und Studienwahl zu bekämpfen. Wir möchten dies mithilfe einer neuen Suchfunktionalität (Fellow – Suche) und einer interessanten Bewertungsfunktion tun. Die Suchfunktionalität vergleicht das vom Nutzer im Fellowweb hinterlegte Profil mit den Profilen aller anderen Plattformnutzer. In Profilen der ähnlichsten Nutzer, der sog. „Fellows“, kann sich jeder einzelne Nutzer Anregungen für den eigenen Werdegang holen. Dabei spielen die Erfahrungen der ähnlichen Nutzer (Fellows) eine entscheidende Rolle, da sie als eine wichtige Orientierungshilfe bei der eigenen Berufs- oder Studienwahl dienen. Die Bewertungsfunktion ermöglicht es dem Nutzer, sich von befreundeten Nutzern in Bezug auf persönlichen Stärken und Schwächen bewerten zu lassen. Die abgegebenen Bewertungen fließen auf Wunsch des jeweiligen Nutzers in das Nutzerprofil ein und werden so auch bei der Fellow-Suche berücksichtigt. In einfachen Worten, Jugendliche haben die Möglichkeit zu erfahren, was ihre Freunde von ihnen denken und wo diese ihre Stärken und Schwächen sehen. Die Bewertung erfolgt aber anonym, so dass eine gewisse Objektivität gewährleistet ist. Die Erkenntnis eigene Stärken und Schwächen zu kennen, spielt spätestens in einem Vorstellungsgespräch eine Rolle. Abgesehen von diesen beiden Kernfunktionen spricht Fellowweb verschiedene Nutzerbedürfnisse an. Einerseits verhilft Fellowweb.de zu einem persönlichen Vorsprung bei der Studien-, Ausbildungs- oder Berufswahl. Andererseits bietet es einen hohen Unterhaltungswert durch den Einsatz vielfältiger Funktionen, wie der Bildung von Interessengruppen, der Vergabe von TAGs, einen Instant-Messenger sowie eine echt coole Avatar-Funktionalität.

Klaus-Martin Meyer: Wie seid ihr auf die Idee zu Fellowweb.de gekommen?

Jasmin Hrnjic: Die Idee wurde aus der eigenen Not geboren. Der Gedanke, dass man sich vor Antritt des Studiums zu wenig über zur Verfügung stehende Alternativen informiert hat bzw. das man Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten übersieht, ist den meisten von uns bekannt. Wir haben im Rahmen meiner Masterarbeit eine bundesweite Umfrage mit über 20.000 Schülern, Auszubildenden und Studenten zu diesem Thema durchgeführt. Das Ergebnis der Umfrage belegte die Vermutung, dass wir unbedingt etwas tun müssen. Wir alle drei haben selbst eine Ausbildung im Vorfeld eines Studiums gemacht und festgestellt, dass wir die Zeit hätten besser nutzen können. Die zwei oder drei Jahre hätte ich besser in etwas anderes investieren können. Etwas, das mehr zu mir passt.

Klaus-Martin Meyer: Was ist das Besondere an Fellowweb.de im Vergleich zu anderen Social-Communities?

Jasmin Hrnjic: Nichts gegen die Anderen, aber die meisten Communities sind die X-te Kopie von irgendeiner anderen Kopie aus den Staaten. Es ist einfach erschreckend, wie wenig kreativ und wie unvorbereitet manche Teams eine Plattform ins Internet stellen und erwarten, dass sich unendlich viele Nutzer registrieren, damit sie diese mit Werbung vollstopfen können. Im Vergleich zu anderen Internetcommunities mit lediglich freizeitbezogenem Mehrwert bietet Fellowweb weit darüber hinausgehende Funktionalitäten, die ernsthafte Bedürfnisse von Nutzern ansprechen aber auch ganz neue Spaßfeatures wie Snoggi anbieten. Die Bewertungsfunktion hat zwar einen sehr ernsten Hintergrund aber um ehrlich zu sein, freue ich mich jedes Mal, wenn ich eine neue Bewertung bekomme, da ich einfach neugierig bin, wie mich meine Freunde sehen.
Klaus-Martin Meyer: Wie finanziert Ihr das Startup?

Jasmin Hrnjic: Das fragen wir uns am Ende eines jeden Monats neu… Es ist eine Durststrecke, da wir uns hauptsächlich über Partner und private Personen finanzieren, die die Idee gut finden und einfach etwas von Ihrem „Wohlstand“ für eine gute Sache spenden wollen. Hinter uns sitzt kein großer Investor, der uns finanziell unterstützt und wilde PR Agenturen auf den Hals hetzt. Wir machen alles selbst und versuchen überall Geld zu sparen wo es nur geht. Zum Beispiel, unsere bereits bekannten Stickers bzw. Buttons mit der Aufschrift „ausgegruschelt“, die wir an die online community verschickt haben. Die Buttons hat Klaudia in mühevoller Arbeit aus China bestellt und alles so organisiert, dass es irgendwie klappte. Ein anderes Beispiel sind ja die Umschläge, die Flo in mühevoller Hand- und Nachtarbeit selber zugenäht hat. Das ist das wahre Unternehmerleben und wir machen es ganz gerne.

Klaus-Martin Meyer: Was wird Deiner Meinung nach der kritische Erfolgsfaktor beim Aufbau einer funktionsfähigen Community sein?

Jasmin Hrnjic: Ganz klar, dass Feedback unserer Nutzer und die Fähigkeit Unternehmen dafür zu begeistern, ihre Mitarbeiter auf Fellowweb aufmerksam zu machen. Wir brauchen berufstätige Nutzer, die bereit sind ihr Profil Fellowweb zu spenden und somit eine Art Vorbildfunktion zu übernehmen. Der Mehrwert für diese Fellows ist, dass sie erstmal eine gute Tat vollbringen und Jugendlichen wirklich weiterhelfen. Darüber hinaus, machen sie auf Ihr unternehmen als potentiellen Arbeitgeber aufmerksam und lernen andere „Mentoren“ kennen.

Klaus-Martin Meyer: Welches Feedback bekommt Ihr von Euren Nutzern? Machen schon ausreichend viele Leute mit?

Jasmin Hrnjic: Bisher haben wir wirklich sehr gutes Feedback bekommen. Noch glücklicher sind wir aber über konstruktive Kritik unserer Nutzer und da muss ich einfach sagen, dass wir wirklich tolle Nutzer haben, die die Plattform gerne nutzen und viele neue Ideen oder Vorschläge zusenden. Wir können nicht alles umsetzen, weil es z.B. einfach nicht machbar ist, aber viele Sachen werden durchgehend umgesetzt, so dass ich behaupten kann, dass wir von Tag zu Tag besser werden. Wir sind seit ca. fünf Wochen online und ich wage zu behaupten, dass es kein anderes Start-up gibt, dass in solch einer kurzen Zeit so viele Nutzer gewonnen hat. Aber es können nie ausreichend Nutzer mitmachen, da jeder Nutzer einen einzigartigen Mehrwert der Plattform bringt und wir jeden, soweit zeitlich machbar, persönlich Anschreiben. Sicher, das kann man nicht bei allen Nutzern machen aber uns ist der direkte Draht sehr wichtig.

Klaus-Martin Meyer: Auf welche Features auf Fellowweb.de können sich die Nutzer in Zukunft noch freuen?

Jasmin Hrnjic:
Eine gute Frage, die gebe ich zurück… Die Wahrheit ist, dass Fellowweb.de eine endlose Baustelle ist. Wir haben sicherlich bereits das obere Ende was es Belastung bei manchen unserer Seiten angeht erreicht, da wir doch viele Funktionalitäten bereits in unserer Alpha Version anbieten. Diese Funktionalitäten sind einzigartig und schön aber halt auch umfangreich und in der Kombination nicht einfach umzusetzen. Da viele Funktionalitäten wirklich neu und unbekannt sind, müssen die Nutzer diese erst kennen lernen und auch verinnerlichen, bevor neue bzw. weitere Features dazukommen. Eins kann ich aber verraten, Snoggi wird definitiv die nächste Baustelle, da die Nutzer bereits jetzt nach mehr Features fragen. Am Ende des Tages sollen aber die Nutzer entscheiden, was sie haben oder nicht haben möchten. Wir diskutieren bereits jetzt mit unseren Nutzern über diese Themen und sind unendlich dankbar, dass wir so viel Unterstützung erfahren.

Klaus-Martin Meyer: Was gab es denn für Hürden bei der Gründung und Umsetzung von Fellowweb.de?

Jasmin Hrnjic: Die Hürde war ganz klar der finanzielle Aspekt. Es ist nicht einfach private Personen bzw. Kooperationspartner zu finden, die da mitmachen. Wir hoffen, dass wir uns mit maßgeschneiderten Ausbildungs-, Praktika- oder Jobangeboten über dem Wasser halten können. Diese sollen auf Wunsch des jeweiligen Nutzers diesem zugeschickt werden. Wie wir es genau machen, werden wir mit unseren Nutzern klären müssen.

Linkt-Tipp: Fellowweb-Blog

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2 Kommentare zu ““Fellowweb.de ist eine Internetplattform für Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufstätige.” - Im Gespräch mit Jasmin Hrnjic”

  1. Johannes Wolde-Mikael sagt:

    Vor allem der Grund, weshalb die Plattform gegründet wurde, wird diese Plattform beflügeln, denn die Auswahlwahlmöglichkeiten heute müssen gut eroiert werden. Zuviele Menschen wissen einfach nicht wohin mit ihrem Talent oder schlimmer noch: Wissen nichts von Ihren Talenten und Neigungen. Ich finde an diesem Punkt setzt Fellowweb gut an.

  2. Fellowweb verbindet Freundschaftssuche mit nützlichen Informationen | Hodenkaiser sagt:

    […] Wer bestimmte Freunde oder Bekannte im Fellowweb vermisst und der Meinung ist, dass sie vielleicht genau hier hin gehören, kann ihnen eine Einladung per Email zusenden, die einen direkten Link zur Community enthält. Auf diese Weise wird diesen potenziellen Mitgliedern die Anmeldung also so einfach wie möglich gemacht. […]

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