“Die Nummer 1, wenn es um die Suche eines Handwerkers geht” - Im Gespräch mit Alexander Bugge (quotatis.de)
Klaus-Martin Meyer: Alexander, Du bist Direktor Marketing & Finance bei der Quotatis GmbH. Wir haben Anfang 2005 einmal Hyperlinks getauscht. Damals setzte ich einen Link für LetsWorkIt auf eine meiner Internetseiten. Was ist seitdem passiert?
Alexander Bugge: Wir hatten mit LetsWorkIt in 2005 einen großen Erfolg. Offenbar hatten wir im richtigen Moment auf das richtige Produkt gesetzt. Dies ist auch an Investoren nicht vorbei gegangen. Ende 2005 haben wir an die französische Quotatis S.A. verkauft. Eine Konsequenz dessen war schließlich, dass wir im Sommer dieses Jahres die Marke LetsWorkIt durch Quotatis ersetzt haben und das Geschäftsmodell dem unserer neuen Muttergesellschaft angeglichen haben.
Klaus-Martin Meyer: Welche Vorteile hat es für die Geschäftsentwicklung, wenn man eine französiche Mutter im Rücken hat?
Alexander Bugge: Wir arbeiten finanziell seit der Übernahme mit völlig anderen Möglichkeiten als zuvor. Dies ermöglicht eine größere Planungssicherheit und einen weiteren Spielraum insbesondere im personellen Bereich und im Marketing. Wir arbeiten zurzeit mit einem Team von 13 Mitarbeitern.
Klaus-Martin Meyer: Im Moment sieht man Fernsehwerbung für My-Hammer. Ist das ein Nachteil für Euch, weil hierdurch sehr viel Wahrnehmung auf eine andere Webseite gelenkt wird. Oder steigen seit dem auch Eure Userzahlen, weil das Thema, einen günstigen Handwerker ausfindig zu machen, hierdurch allgemein steigt?
Alexander Bugge: Auch in unserer Branche gilt die Phrase „Konkurrenz belebt das Geschäft“. Es hilft uns auf jeden Fall weiter, wenn die Möglichkeit, einen Handwerker im Internet zu finden, weiter in die Medien getragen wird. Wir müssen jedoch auch sehen, dass wir unsere Marke entsprechend platzieren und setzen gezielte Werbeinstrumente ein. Im Sommer haben wir zur Einführung der Marke Quotatis ebenfalls eine Fernsehkampagne durchgeführt.
Klaus-Martin Meyer: Alexander, wie siehst Du die Entwicklung, die im Moment unter dem Stichwort “Web 2.0″ diskutiert wird. Welche Geschäftsmodelle findest Du besonders spannend?
Alexander Bugge: Ich verfolge diese Entwicklung mit Interesse. In Bezug auf die Geschäftsmodelle bin ich jedoch noch sehr skeptisch, weil es bis her kaum Geschäftsmodelle im engeren Sinne dieses Wortes gibt. Die Hoffnung, eines Tages Umsätze mit Web 2.0 zu erwirtschaften, lässt sich im Moment eigentlich nur aus der großen Summe an Page Impressions begründen, die diese Seiten generieren. Das alleine ist mir allerdings etwas wenig, um das Volumen großer Deals wie youtube dauerhaft zu untermauern.
Klaus-Martin Meyer: Zum Schluß wollen wir auch Dir unsere Standardfrage nicht ersparen. Spielen wir einmal “Wünsch-Dir-was”. Wo soll quotatis in fünf Jahren stehen?
Alexander Bugge: Die Nummer 1, wenn es um die Suche eines Handwerkers geht.
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