demandR Ulf Kossol “demandR.com ist die erste, unabhängige und rein nutzergetriebene Nachfrageplattform im Internet.” - Im Gespräch mit Ulf Kossol » Interview Blog

“demandR.com ist die erste, unabhängige und rein nutzergetriebene Nachfrageplattform im Internet.” - Im Gespräch mit Ulf Kossol

interview-blog.de: Herr Kossol, Sie sind Gründer und Geschäftsführer von demandR.com. Können Sie Ihr Unternehmen bitte kurz vorstellen?

Ulf Kossol: demandR.com ist die erste, unabhängige und rein nutzergetriebene Nachfrageplattform im Internet. Die Funktionsweise unserer Plattform ist ganz einfach: Ein User stellt seine Nachfrage online, beispielsweise sucht er eine Parisreise mit speziellem Rahmenprogramm. Anschließend bekommen alle Anbieter, die sich zum Beispiel für den Angebotsschwerpunkt „Individualreise“ registriert haben, den Auftrag erst einmal anonym weitergeleitet und können dann entscheiden, ob sie dem User ein Angebot unterbreiten wollen. Falls Sie ein passendes Angebot für den User haben, zahlen die Anbieter für diesen Kontakt einmalig nur 1 Euro. Der Nachfrager erhält somit exakt auf ihn zugeschnittene individuelle Angebote und kann sich dann das Beste aussuchen.

interview-blog.de: Ein interessanter Ansatz – aber wie sieht ihr Geschäftsmodell aus und wie grenzen Sie sich von bereits bestehenden Angeboten ab?

Ulf Kossol: Unser Geschäftsmodell ist klar: Sobald ein Anbieter einen Nachfrager-Kontakt kauft, muss er für diesen 1 Euro an demandR.com zahlen. Vorteil für den Anbieter: Er erhält einen hochwertigen SalesLead für kleines Geld und hat den Kontakt dauerhaft erworben. Falls ein Kauf zustande kommt, fallen keine weiteren Provisionen an.
Zur Abgrenzung gegenüber Konkurrenten: Bei uns kann der Nachfrager immer individualisierte Angebote erhalten – eben auch die Kombination aus Produkt einerseits und Dienstleistung andererseits. Außerdem ist demandR unabhängig von zum Beispiel großen Reiseanbietern – wir setzen eher auf viele kleine Anbieter, die in der Lage sind, passende Angebote zu machen. Etwa eine Londonreise inklusive Flug, Reiserücktrittsversicherung, Stadtrundfahrt und Musicalbesuch.
Außerdem setzen wir stark auf virale Effekte, etwa über unsere demandR-Scouts. Wer will, kann eigene Nachfragen oder Nachfragen anderer User etwa über Social Bookmarking-Dienste oder per persönlicher E-Mail bekannt machen. Wer dadurch einen Anbieter wirbt, wird finanziell am Erfolg von demandR beteiligt.

interview-blog.de: Sie haben die demandR-Scouts angesprochen – was genau verbirgt sich dahinter und wie kann jeder potentielle User davon profitieren?

Ulf Kossol: demandR-Scout bei uns kann jeder werden. Die Scouts suchen sich typischerweise eine demandR-Kategorie wie etwa Computer, Handwerk oder Immobilien aus in der sie sich gut auskennen. Anschließend nehmen sie einzelne Nachfragen und schicke diese beispielsweise an Anbieter aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis. Sobald ein über den persönlichen Link geworbener Scout einen Kontakt eines Anbieters kauft, erhält der Scout eine Provision in Höhe von 14 Cent, also 14 Prozent bezogen auf einen Euro Vermittlungsgebühr für den Kontakt. Das klingt auf den ersten Blick nach nicht viel, allerdings hat das demandR-Vergütungssystem vier Ebenen, somit profitiert der Scout auch vom Kontaktkauf des Kontakts vom Kontakt. Für aktive Scouts, die ja ein Leben lang von einmal geworbenen Kontakten profitieren, kann sich das sehr schnell lohnen. Also: Wer uns die passenden Anbieter ins Boot holt, kann sich etwas dazu verdienen und am Erfolg von demandR.com teilhaben.

interview-blog.de: Jetzt läuft demandR.com schon seit drei Wochen in der Open-Beta. Wie reagieren die User auf ihr Angebot?

Ulf Kossol: Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz bisher – es hat den Anschein, als hätten viele User geradezu darauf gewartet, dass es ein unabhängiges Nachfrageportal gibt. Zudem freut uns, dass auch zunehmend Anbieter die Vorteile von demandR für ihr eigenes Geschäft erkennen. Allerdings steht den ca. 1000 Nachfragen erst zwei Dutzend Anbieter gegenüber. Dieses Verhältnis wollen wir in den nächsten Wochen ins Gleichgewicht bringen.

interview-blog.de: Welche weiteren Features wird es bei demandR.com in nächster Zeit geben?

Ulf Kossol: Wir arbeiten gerade an der Entwicklung zweier wichtiger Funktionen, die im Laufe der nächsten Monate integriert werden sollen. Zum einen ist das eine Whitelabel-Lösung, die es ermöglicht, die Funktionalität des demandR-Portals in bestehende Webseiten einzubinden. Im Fokus stehen dafür bereits etablierte Communities und Nachrichtenportale, die damit Ihr Angebotsspektrum erweitern können. Auch hier wird wieder fleißig getrackt, sodass alle Neuanmeldungen und Umsätze den Webseitenbetreibern zugerechnet werden. Des weiteren arbeiten wir an der Integration von Gruppen. Diese sollen ähnlich wie bei Xing angelegt werden, um bestimmten Branchen und Interessensgruppen ein individuelles Forum zu bieten. Es wird dann auch möglich sein, Nachfragen nur in diesen Gruppen zu schalten, um damit auch nur von Gruppenmitgliedern Angebote zu erhalten. Damit übertragen wir einen Teil der Verantwortung auf die Gruppenmoderatoren und bieten zugleich Nachfragern und Anbietern die Möglichkeit, „unter sich“ zu sein.

interview-blog.de: Und zum Schluss nun wieder unsere Standardfrage: Herr Kossol, wo sehen Sie demandr.com in fünf Jahren?

Ulf Kossol: Unser Ziel ist es, eine Alternative zum „normalen“ Einkaufen in Deutschland zu bieten. Sobald sich das System bewährt hat, wird es auch in andere Sprachen übersetzt und Anmeldungen weltweit zulassen. Wir werden organisch wachsen und uns etablieren. In fünf Jahren werden wir deutschlandweit bekannt und angenommen sein und auch schon internationale Transaktionen abgewickelt haben.

Stichworte:

Kommentar / Antwort verfassen



<

Google


Add to Technorati Favorites

» “demandR.com ist die erste, unabhängige und rein nutzergetriebene Nachfrageplattform im Internet.” - Im Gespräch mit Ulf Kossol demandR Ulf Kossol