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“Bei BluePatent handelt es sich um ein B2B-Start-up im Bereich Intellectual Property (IP)” - Im Gespräch mit Petr Nemec

Klaus-Martin Meyer: Herr Nemec, Sie sind einer der Gründer von BluePatent. Könnten Sie, Ihr Team und ihre Firma bitte kurz vorstellen?

Petr Nemec: Bei BluePatent handelt es sich um ein B2B-Start-up im Bereich Intellectual Property (IP). Wir konzentrieren uns bei unserem Vorhaben – zunächst - auf Patentrecherchen mit Hilfe von Crowdsourcing.
Unser Gründerteam besteht aus sechs Leuten mit in einander greifenden Spezialisierungen. Es ist neben einem Patentanwalt und einem Patentingenieur auch ein Kommunikationsprofi, ein Wirtschaftsingenieur, ein Ingenieur für Verfahrenstechnik sowie ein Online-Marketing-Spezialist vertreten.

Klaus-Martin Meyer: Wie kam es zu der Idee, einen Crowdsourcing-Ansatz auf dem Markt der Patentrecherche anzuwenden?

Petr Nemec: Jan Stütz, Patentanwalt, hat verschiedene Unzulänglichkeiten im heutigen Patentwesen erkannt und die späteren Gründungsmitglieder zu einem umfangreichen Brainstorming eingeladen. Die Idee, über das Internet auf das gesammelte Know-How einer Crowd für patentrechtlich relevante Vorgänge zuzugreifen, ist im Rahmen dieses Brainstormings nach umfangreicher Analyse der Akteure im Patentmarkt und deren Bedürfnissen entstanden. Der große Vorteil bei unserem Crowdsourcing-Ansatz ist, dass man keine patentrechtliche Vorbildung braucht, um entscheidende Dokumente identifizieren und für BluePatent nutzbar machen zu können. Ein anschauliches Beispiel dafür liefert ein Artikel, der aktuell im Seedmatch-Blog erschienen ist (vgl. ‘Was Donald Duck mit Patentrecherche zu tun hat’) .

Klaus-Martin Meyer: Bei der Finanzierung bleiben Sie sich diesbezüglich treu und fahren konsequenter Weise eine Crowdfinancing-Strategie. Welche Chancen sehen Sie in Bezug auf diese Strategie über die Finanzierung hinaus?

Petr Nemec: Der Crowdfunding-Ansatz von Seedmatch kommt uns in mehrfacher Hinsicht entgegen. Neben der eigentlichen Finanzierung sehen wir jeden Seedmatch-Investor auch als hervorragenden Multiplikator bei der Kommunikation unserer Projektidee. Dies bringt uns nicht nur sehr viel positive Aufmerksamkeit, sondern kann auch direkt zu Kundenanfragen und Beauftragungen sowie zu Kooperationen z.B. mit Verbänden und Hochschulen führen. Solche Kooperationspartner sind für unsere langfristige Strategie sehr wichtig.

Klaus-Martin Meyer: In meiner Wahrnehmung läuft Ihre Finanzierung sehr viel besser als bei den ersten beiden Kandidaten auf Seedmatch. Worauf führen Sie diese Dynamik zurück?

Petr Nemec: Wir unterscheiden uns wohl hauptsächlich durch unsere außergewöhnliche Projektidee von den beiden Vorgängern, die aus meiner Sicht eher konventionelle Geschäftsideen verfolgen. Die Dynamik, über die wir uns sehr freuen, könnte darauf fußen, dass ein Mikro-Investor sich eher auf das Risiko eines Seed-Investments einlässt, wenn sein Investment auch in einen bisher unerschlossenen Markt hinein wirkt.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss unsere berühmte Standardfrage. Wo steht BluePatent in fünf Jahren?

Petr Nemec: Wir würden gerne eine Art neuen Standard beim Umgang mit Patenten schaffen. Unternehmen und auch Institutionen sollen sich an BluePatent wenden können, um ihrer Sorgfaltspflicht, die bei Patentrecherchen, sowie bei der Prüfung und Bewertung von Patenten eine Rolle spielt, mit Hilfe unserer Technologie zuverlässig zu genügen. Dafür benötigen wir eine hohe Anzahl an Crowd-Rechercheuren in verschiedenen Fachgebieten, Referenzen von erfolgreich bedienten Kunden sowie einen Ruf als zuverlässiger Kooperationspartner. An diesen Faktoren werden wir in den kommenden Jahren arbeiten.

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