Alexander Ey, BillSafe mediafinanz “Daher lege ich allen Online-Unternehmern ans Herz, ihren Shop von vornherein mit einer effektiven Risikoprophylaxe auszustatten.” - Im Gespräch mit Dr. Alexander Ey (BillSafe GmbH) » Interview Blog

“Daher lege ich allen Online-Unternehmern ans Herz, ihren Shop von vornherein mit einer effektiven Risikoprophylaxe auszustatten.” - Im Gespräch mit Dr. Alexander Ey (BillSafe GmbH)

Klaus-Martin Meyer: Welche Instrumente sollten Onlinehändlern zur Risikokontrolle und zur Betrugsprävention mit Blick auf offene Rechnungen nutzen?

Alexander Ey: Aussagekräftige Bonitätsauskünfte sowie eine durchdachte Betrugsprävention gehören heute zu den unabdingbaren Mitteln, mit denen sich Shopbetreiber gegen Zahlungsausfälle wappnen müssen. In erster Linie sollte der Unternehmer die Daten prüfen, die den Kunden identifizieren. Ein kurzer Abgleich, ob etwa die IP-Adresse zum Wohnort passt oder ob die Person an der angegebenen Adresse bekannt ist, kann mitunter sehr aufschlussreich sein. Auskünfte, ob der Kunde in der Vergangenheit schon einmal zahlungsgestörte Transaktionen abgewickelt hat, lassen sich ebenfalls im Vorfeld gewinnen. Überdies kann bereits das Kundenverhalten im Shop gewisse Muster aufweisen, die auf eine Betrugsabsicht hindeuten. Ein außergewöhnlicher Bestellzeitpunkt, unverhältnismäßig kleine oder große Warenkörbe und gewisse Produktkombinationen sollten ebenso mit Vorsicht genossen werden wie verdächtige Bewegungsmuster des Verbrauchers im Shop.
Derartige Betrachtungen basieren auf empirischen Untersuchungen. Aus dem E-Commerce Report der Deutschen Card Services geht etwa hervor, dass die mit satten fünf Prozent höchste Rücklastschriftquote bei den kleinsten Warenkörben auftritt. Vermutlich sparen Unternehmer im niedrigpreisigen Bereich gern an wirksamen Sicherheitsmaßnahmen.
Daher lege ich allen Online-Unternehmern ans Herz, ihren Shop von vornherein mit einer effektiven Risikoprophylaxe auszustatten. Noch während des Verkaufsprozesses können Auskünfte und Adressermittlungen per Schnittstelle bezogen werden. Kunden mit bedenklichen Merkmalen kann die Nutzung riskanter Zahlarten kategorisch verwehrt bleiben. Verbrauchern mit guter Bonität hingegen würde die Zahlung per Rechnung gestattet, wie es etwa die BillSAFE GmbH unter Übernahme des verbleibenden Zahlungsausfallrisikos anbietet. Von daher nimmt der Kunde die Kategorisierung nicht als solche wahr, und der Shop ist in jedem Preissegment weitgehend gesichert. Sachlich ausformulierte Rechnungen mit klaren Zahlungsziel und Fristen sorgen im weiteren Verlauf für ein sehr geringes Zahlungsausfallrisiko.

Klaus-Martin Meyer: Viele Shopbetreiber fürchten die Zahlungsart „offene Rechnung“, weil sie Angst vor zu hohen Zahlungsausfällen haben. Wie können Sie hierbei den Händlern helfen?

Alexander Ey: Um es auf einen einfachen Nenner zu bringen: In Deutschland ist die Rechnung nach wie vor die beliebteste Zahlart der Kunden. Allerdings haben sich viele Händler in der Vergangenheit die Finger aufgrund ihres mangelhaften Risikomanagements verbrannt, daher stehen viele Händler der Rechnung skeptisch gegenüber. Mit der richtigen Vorbereitung kann der Handel per Rechnung aber für beide Seiten Spaß machen. Unabdingbare Voraussetzung für die Zahlart „Kauf auf Rechnung“ ist ein wasserdichter Betrugs- und Risikopräventionsapparat. Über die mediafinanz AG bieten wir zur Vorsorge zahlreiche leistungsstarke Auskunfts- und Rechercheprodukte an, die der Händler direkt in seinen Shop integrieren kann. Generell sind Händler durch automatisierte Prüfungen der Bonität des Kunden und zur Einschätzung des Ausfallrisikos geschützt. Sollte es trotz dieser Sicherungsmaßnahmen zu Ausfällen kommen, steht den Mandanten der mediafinanz ein überaus leistungsstarkes und modernes Forderungsmanagement mit einer durchsetzungsstarken Sachbearbeitung zur Verfügung.

Klaus-Martin Meyer: Die Vermutung liegt doch aber nahe, das ein derartiges Prozedere vielen Händlern im Fernabsatz zu umständlich ist, zudem bleibt ja auch ein gewisses Restrisiko.

Alexander Ey: Das ist eine Geschmacksfrage. Allerdings bieten wir über unser Schwesterunternehmen BillSAFE eine hervorragende Lösung für den Online-Kauf auf Rechnung. Mit BillSAFE können wir die Sorge um offene Rechnungen vollständig eliminieren. Der Händler integriert die BillSAFE-Rechnung wie jede andere Zahlart auch in seinen Shop. Im Checkout übernehmen wir die Risikoeinschätzung und entscheiden, ob der Käufer zum Rechnungskauf zugelassen wird. Gegen ein skalierbares Disagio garantiert BillSAFE anschließend, dass das Geld für jeden einzelnen Kauf auf Rechnung zu einem festgelegten Zeitpunkt auf dem Konto des Händlers eingeht. Neben dem Ausfallrisiko übernimmt BillSAFE das komplette Debitorenmanagement und gewährt dem Nutzer eine belastbare Liquiditätsplanung. Damit ermöglicht BillSAFE den Kauf auf Rechnung im Internet ohne die befürchteten Begleiterscheinungen.

Klaus-Martin Meyer: Wo steht BillSAFE im Moment, und wo sehen Sie sich binnen Jahresfrist?

Alexander Ey: Derzeit betreut BillSAFE noch unter 100 Kunden, wir sind ja auch erst vor einigen Monaten in den Markt gegangen. Allerdings haben wir bereits mehrere hundert Interessenten und sind zuversichtlich, bis zum Ende des laufenden Jahres auch ebensoviele Shops betreuen zu können. Die Integration in die gängigen Shopsysteme ermöglichen wir schon jetzt mittels Plugin oder per direkter Anbindung, von daher sind die Barrieren für eine Nutzung der BillSAFE-Rechnung im eigenen Shop denkbar niedrig.

Dr. Alexander Ey ist Vorstandsvorsitzender des Inkassounternehmens mediafinanz AG. Der im Jahr 2000 gegründete E-Commerce-Dienstleister betreut derzeit mehr als 15.000 Mandanten im Forderungsmanagement. Die mediafinanz AG ist das bundesweit erste Unternehmen mit TÜV-geprüftem Forderungsmanagement und deutscher Partner des globalen Inkasso-Partnernetzwerkes GCS. Seit dem Jahr 2010 ist Dr. Ey zudem Geschäftsführer des E-Commerce-Dienstleisters BillSAFE-GmbH. Das Schwesterunternehmen der mediafinanz AG bietet eine factoringbasierte Zahnlungsgarantie für den Kauf auf Rechnung im Internet an.

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