Matthias Hanitsch MondayWorks “Anders als bei den bestehenden Plattformen in Deutschland stammen die Dienstleister bei MondayWorks aus mehr als 20 Ländern” - Im Gespräch mit Matthias Hanitsch » Interview Blog

“Anders als bei den bestehenden Plattformen in Deutschland stammen die Dienstleister bei MondayWorks aus mehr als 20 Ländern” - Im Gespräch mit Matthias Hanitsch

Klaus-Martin Meyer: Herr Hanitsch, Sie sind Geschäftsführer von MondayWorks. Könnten Sie MondayWorks bitte kurz vorstellen?

Matthias Hanitsch: Gerne. MondayWorks ist der erste deutsche Onlinemarktplatz, auf dem Auftraggeber Projekte ausschreiben und Dienstleister aus der ganzen Welt ihre Angebote abgeben können. Projekte sind z.B. die Entwicklung einer Website, die kreative Gestaltung von Logos und Geschäftsunterlagen, die Erstellung einer technischen Dokumentation oder sogar die Auslagerung der Lohnbuchhaltung. Das sind aber nur Beispiele, die Liste aller möglichen Projektkategorien ist deutlich länger. Unternehmen und Freiberufler, die ihre Dienste anbieten, kommen aus Deutschland, aber auch aus klassischen Offshoring- oder Nearshoring Ländern, vor allem in Asien und Osteuropa. Auftragsvergabe und Projektbeginn erfolgen oft schon am Tag nach der Ausschreibung und neben den offensichtlichen Kostenvorteilen ist diese Flexibilität eines der entscheidenden Argumente für MondayWorks.

Klaus-Martin Meyer: Wodurch genau unterscheidet sich MondayWorks denn von anderen, ähnlich gelagerten Plattformen?

Matthias Hanitsch:
Anders als bei den bestehenden Plattformen in Deutschland stammen die Dienstleister bei MondayWorks aus mehr als 20 Ländern, so dass Auftraggeber große Kostenvorteile realisieren können. Bei uns z.B. finden Sie hoch qualifizierte Programmierer zu einem Stundensatz von 9 € - das dürfte woanders schwierig sein. Ein weiterer Unterschied liegt in der Projektabwicklung selbst: MondayWorks beschränkt sich nicht auf die reine Vermittlung, sondern unterstützt den gesamten Projektablauf. Von der Angebots- und Vertragsverwaltung, Projektstatusberichten und Dokumentenmanagement bis hin zur sicheren Zahlungsabwicklung über ein Treuhandkonto und die Bewertung von Dienstleistern und Auftraggebern, ähnlich dem ebay Prinzip. Dadurch können gerade auch weniger erfahrene Auftraggeber einfach und erfolgreich Projekte durchführen. Denen helfen wir auch gerne mal persönlich bei den ersten Schritten und geben Tipps für die Projektausschreibung, wir sind ja jederzeit erreichbar.

Klaus-Martin Meyer: Wie sehen denn typische Auftraggeber und Projekte bei MondayWorks aus?

Matthias Hanitsch: Da gibt es z.B. den IT-Leiter eines mittelständischen Unternehmers, der Entwickler aus Indien mit der Programmierung von Standardreports beauftragt. Oder den Existenzgründer, der das Komplettpaket aus Website, Visitenkarten und Geschäftspapieren zu einem Festpreis von 250 € bei einem Anbieter aus der Ukraine kauft. Zu unseren Kunden gehören aber auch Systemhäuser und IT-Beratungen, die unsere Dienstleister als verlängerte Werkbank nutzen. So stemmen sogar ehemalige Ein-Mann-Betriebe heute Projekte, die sie sich vorher nicht zugetraut hatten. Interessant auch der Trend zu persönlichen Assistenten: Ob Tischreservierung im Lieblingsrestaurant, Reiseorganisation, Recherche oder Unterstützung administrativer Tätigkeiten – einige Unternehmen haben sich auf diese Art der Dienstleistung spezialisiert. Bei monatlichen Gebühren ab 30 € ist der Privatsekretär somit auch für Normalverdiener erschwinglich. Meiner sitzt übrigens in Rumänien, hat ein Hochschulstudium abgeschlossen und spricht hervorragend Deutsch.

Klaus-Martin Meyer: Wie ist die Idee, MondayWorks zu starten, entstanden? Ist es eher Intuition gewesen oder Transpiration?

Matthias Hanitsch:
Wohl eine gute Mischung. Die Gründungsmitglieder von MondayWorks haben viele Jahre Managementpositionen in großen Beratungen, u.a. bei PricewaterhouseCoopers und IBM Global Services, bekleidet. In diesem Umfeld gehören Offshoring und Outsourcing und dadurch auch die Zusammenarbeit mit internationalen Dienstleistern aus Niedriglohnländern schon lange zum Pflichtprogramm. Mit einem kleinen Haken: Die Kunden dieser Beratungshäuser sind fast ausschließlich größere Unternehmen, die meisten Mittelständler und Kleinunternehmen hatten mangels Transparenz und Marktkenntnis bisher keinerlei Zugang zu internationalen Dienstleistern. Nachdem uns diese Marktlücke bewusst geworden war, folgte dann sehr schnell der Entschluss, mit MondayWorks auch mittleren und kleinen Unternehmen zu Wettbewerbsvorteilen zu verhelfen, die bislang den Großen vorbehalten waren.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluss wie gewohnt unsere Standardfrage: Wo steht MondayWorks in fünf Jahren?

Matthias Hanitsch: Gute Frage. Mein Lieblingsszenario sieht etwa so aus: In fünf Jahren ist MondayWorks ein ebay für Dienstleistungen. Es ist ganz normal, die Organisation der privaten Digitalfotosammlung einem Anbieter in Indien zu überlassen, genauso, wie wir heute japanische Autos fahren. Unternehmen haben MondayWorks in ihr Intranet eingebunden, damit Mitarbeiter schnell und unkompliziert Arbeiten auslagern können, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ein neues Geschäftsmodell hat sich etabliert: Selbständige Anbieter nutzen MondayWorks als verlängerte Werkbank und bieten ihren Kunden Management und Durchführung komplizierter Projekte zu hervorragenden Konditionen an. Mütter finden nach der Babypause dank MondayWorks schnell wieder Anschluss an das Berufsleben und unsere Plattform ist für viele der risikolose Weg in die Selbständigkeit. Dank MondayWorks kann jeder arbeiten, wann er will, wie viel er will und von wo er will. Eine schöne Vorstellung, oder?

Stichworte:

Kommentar / Antwort verfassen



<

Google


Add to Technorati Favorites

» “Anders als bei den bestehenden Plattformen in Deutschland stammen die Dienstleister bei MondayWorks aus mehr als 20 Ländern” - Im Gespräch mit Matthias Hanitsch Matthias Hanitsch MondayWorks