Interview mit der Bloggerin Birgit Mestmaecker
interview-blog.de: Wie kommt man auf die Idee einen “Job Blog” zu initieren und was genau ist darunter zu verstehen?
Birgit Mestmaecker: Ich hab mit dem Bloggen Anfang 2003 mit meinem privaten Guckloch angefangen. Weil der Name Guckloch als Domain bereits vergeben war und weil das Blog ohnehin auf meiner Stammdomain lag, hab ich es TXTGuckloch genannt und einfach losgebloggt. Es war ein Querbeet-Weblog. Lustiges, Ernstes, Privates, Geschäftliches – alles ging bunt durcheinander. Ein Konzept hatte ich nicht, ich hatte mir darüber keine Gedanken gemacht. Je mehr mich aber das Blog-Virus infiziert hatte, je intensiver ich bloggte und auch je mehr Leser ich bekam, desto mehr störte es mich, dass sich in diesem Blog Privates und Geschäftliches so vermischten. Also koppelte ich das Geschäft ab und startete nach etwa anderthalb Jahren im Sommer 2004 das TXT-JobBlog. Im Guckloch landet jetzt nur noch wirklich Privates, das ist mein Online-Tagebuch oder eben die Cat-Content-Spielwiese.
Im JobBlog blogge ich über Belange meines beruflichen Alltags, gebe Tipps und Hinweise zu hilfreichen Tools aus den Bereichen Werbung, PR und Marketing. Eben alles aus meinem beruflichen Umfeld als selbstständige Texterin. Das JobBlog hat so gesehen keine thematische Beschränkung. Was also darunter zu verstehen ist? Die Inhalte kommen aus meinem Job oder sind für ihn hilfreich. Und damit hoffentlich auch für viele meiner Leser.
interview-blog.de: Was ist das erstaunlichste, was im Zusammenhang mit Deinen Blogging-Aktivitäten passiert ist?
Birgit Mestmaecker: Aus heutiger Sicht würde ich nichts davon erstaunlich nennen, woran ich jetzt denke. Aber ich glaube, Nicht-Blogger würden sich schon wundern, was alles geht und passiert durch ein Weblog: Irgendwann hatte ich im Guckloch gebloggt, dass ich im Winter abends gerne puzzle. Ein paar Tage später kam hier ein großer Karton an. Martina von den Elbwellen schickte mir all ihre Puzzles, die sie nicht mehr brauchte. Anderes Beispiel - ein Neukunde rief an: „Ich lese schon eine Weile in Ihrem Jobblog. Ich glaube, Sie passen zu uns.“ Und erst neulich habe ich eine sehr nette Bekanntschaft gemacht, als mich der Blogger Wolfgang von www.einfach-lecker.info in meiner Funktion als Frittenbloggerin in seinen Imbiss einlud. Und richtig erstaunt war ICH über das Kaleidoskop http://www.txt94.de/guckloch/comments/3027_0_1_0_C/ und vor allem über das Buch, http://www.txt94.de/jobblog/comments/3113_0_2_0_C/ das mir Philip Retingshof http://www.philippretingshof.de/ schickte… In jedem Fall bin ich fasziniert, wie sich die Welt verändert, wie das Bloggen Kontakte schafft und wie man via Weblog tatsächlich nicht nur Netzwerken, sondern sogar (meistens virtuelle) Freundschaften aufbauen kann.
interview-blog.de: Welches sind Deine Lieblingsblogs und warum?
Birgit Mestmaecker: Och nö… ich habe Unmengen an Feeds abonniert, lese privat wie beruflich sehr viele Blogs, aber ein Lieblingsblog mag ich nicht nennen. Ist auch schwierig, weil sich das immer wieder ändert.
interview-blog.de: Lass uns mal ein wenig “Wünsch-Dir-was” spielen. Wie soll sich Dein Blog entwickeln und welche Folgen soll das Bloggen für Dich haben?
Birgit Mestmaecker: Da bin ich ganz bescheiden – ich blogge derzeit ja in vier Weblogs (neben den bereits genannten gibt’s da auch noch das Rätselblog) und wie man sich denken kann, ist das nicht immer leicht, neben der Arbeit allen Blogs gleichermaßen gerecht zu werden. Ich finde aber, dass jedes meiner Projekte ein Blog verdient hat. So ist meine Wunschliste bescheiden: Ich wünsche mir also schlicht, dass ich das auch weiterhin durchhalte und dass meine Blogs gelesen werden. Ob das nun 50 oder 5000 Leute tun, ist mir dabei ganz ehrlich nicht so wichtig. Und die Folgen? Na ist doch klar – ich will reich und berühmt werden.
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interview-blog.de: Der Interview-Blog ist noch ganz frisch. Was würdest Du empfehlen, um eine möglichst große Leserschaft zu gewinnen?
Birgit Mestmaecker: Da ich mir noch nie Gedanken über die Zahl meiner Leser gemacht habe, bin ich wohl die falsche Ratgeberin, wenn’s um „Einschaltquoten“ geht. Aber grundsätzlich gilt auch hier wie überall – wer wachsen und bekannt werden will, muss ein gescheites Marketing machen. Ich empfehle nicht wenigen meiner Kunden in diesem Zusammenhang auch immer… bloggen Sie! In diesem Sinne!
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