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Interview mit den Bloggern vom Zivi-Blog

Klaus-Martin Meyer: Hallo Erik, hallo Phillip. Ihr seid die Macher hinter www.zivi-blog.de. Wie kam es zu der Idee mit dem Blog?

Philipp: So genau kann ich das heute nicht mehr sagen, Ich war von Anfang an ein großer Fan von Insiderblogs und wir dachten uns: Wenn man in einem Supermarkt oder beim Taxifahren so interessante Sachen erlebt dann sicher auch als Zivi. Wenn man eine Weile Blogs liest kommt bei fast jedem irgendwann wohl das Bedürfnis es mal selber auf der anderen Seite von Wordpress zu versuchen und was eignet sich besser als Anfang als ein neuer unbekannter Lebensabschnitt.

Klaus-Martin Meyer: Als ich 1989 meinen Zivildienst im Altersheim angetrat, habe ich mit meinen Freunden, die auch alle Zivis waren, anstatt von “Zivildienst” von “Zuvieldienst” gesprochen. Wie ist da Eure Einstellung heute?

Erik: Witzig, während meines Dienstes hat mich ein Kollege auch immer als “Zuvildienstleistender” bezeichnet. Klar, du machst fast alle Aufgaben, die fest angestellte Mitarbeiter auch machen, hast eine volle Stelle und kriegst dafür nur einen relativ kleinen Sold… Trotzdem, ausgebeutet habe ich mich damals nicht gefühlt. Gerade in den
sozialen Berufen, ich war in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung angestellt, merkt man sehr schnell, dass es ohne Zivis und andere Unterstützungskräfte einfach nicht geht.

Philipp: Als zuviel habe ich den Dienst eigentlich nie empfunden, die Arbeit kam zwar immer in Schüben aber oft genug gab es auch mal einen Nachmittag Leerlauf. In Kombination mit geregelten Arbeitszeiten kann man sich darüber also nicht beschweren. Ich hatte zwar manchmal Stress und auch den ein oder anderen 10 Stunden-Tag, doch auch meine Solitärfähigkeiten konnte ich ausreichend erweitern. Anderen Zivis möchte ich dazu nur sagen: Hängt euch rein, aber lasst euch nicht überlasten oder ausbeuten.

Klaus-Martin Meyer: Wie wird man Autor vom Zivi-Blog und was genau wird passieren, wenn Euer Zivildienst vorbei ist?

Philipp: Unser Zivildienst ist jetzt seit März 06 vorbei und wir haben recht schnell entschieden dass wir, um das Blog aufrecht zu erhalten, es für jeden Zivi der Interesse hat zu schreiben öffnen möchten. Also wer was schreiben möchte ist nach einem kurzen Mailwechsel dabei.

Klaus-Martin Meyer: Was war das kurioseste Erlebnis, welches ihr im Zusammenhang mit dem Blog hattet?

Erik: Es gab mal einen Beitrag von unserem Autor Lexus, der über ältere Männer in einem Seniorenzentrum berichtete, die auf “delikaten Seiten” herumsurften. Dieser Beitrag brachte uns 1. Suchanfragen wie “Hintern versohlen” und 2. eine Erwähnung in einem Fetisch-Blog.

Klaus-Martin Meyer: Interview-Blog.de ist noch recht neu in der Blog-Szene. Welche Tipps würdet Ihr uns mit auf den Weg geben, damit wir viele Leser finden?

Erik: Was mir direkt aufgefallen ist, dass man sich bei Euch anmelden muss, um Kommentare zu Beiträgen zu hinterlassen. Das finde ich immer sehr aufwändig und  meistens lass ich den Kommentar dann lieber bleiben, als mich noch extra anzumelden. Wordpress unterstützt genug Spamplugins, die einem die Kommentare auch ohne Anmeldungszwang sauber halten. Ihr findet nicht die Leser, die Leser finden euch. Z.B. durch eure Kommentare in anderen Blogs, oder durch verschiedene Blognetzwerke.

Philipp: Das wichtigste und zugleich schwierigste für ein Blog ist meiner Ansicht nach die Regelmäßigkeit. Nichts ist schneller vergessen als ein ruhendes Weblog. Wenn man dann auch noch etwas interessantes zu sagen hat kommen die Leser - Das Wachstum eines Blogs ist oft langsam aber stetig und die meisten Blogs die heute richtig viele Leser haben gibt es schon etliche Jahre.

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Ein Kommentar zu “Interview mit den Bloggern vom Zivi-Blog”

  1. Zivi sagt:

    hervorragender und Blog, mit hervorragenden Geschichten zum Zivildienst. Kann man nur weiter empfehlen.

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