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“Es kann sein, dass man als Individium oder Organisation seiner Zeit voraus ist.” - Im Gespräch mit Michael Jung und Daniel Schäfer (e-commerce-blog.de)

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interview-blog.de: Hallo Daniel, hallo Michael. Ihr seit die Macher des e-commerce-blogs. Könnt Ihr Euch und Euren Blog bitte unseren Lesern kurz vorstellen?

Michael:
Ja, was soll ich sagen :) Daniel und ich haben uns gesucht und gefunden… Wir sitzen bei TWT Interactive als Senior E-Business Berater im selben Büro und ergänzen uns prächtig. Wir haben beide mit einem kleinen Zeitversatz bei TWT angefangen und hatten jeder sein eigenes Blog. Schwupps haben wir den Content zusammengelegt und eines der führenden E-Commerce Blogs erstellt. Unser Focus liegt dabei mehr auf dem “Old Scool” E-Commerce, also dem Teil, mit dem man auch in der Masse Geld verdient. Mit unseren Beiträgen versuchen wir den Spagat zwischen dem kleinen Händler und dem Konzern. Das Feedback, das wir kriegen, sagt uns, dass wir richtig liegen.

Daniel: Jo genau so war`s ich bin vier Wochen nach Michel zu TWT gestoßen, und Sie haben mich zu Micha ins Büro gesteckt. Selten so ein Glück mit der Kollegenauswahl gehabt. Vorher war ich über zehn Jahre als Berater selbständig und habe gemeinsam mit Agenturen viele kleine und ein paar große eCommerce Projekte in Schwung gebracht. Im Blog wollte ich 2002 ursprünglich so was wie ein Tagebuch umsetzen, ist aber schnell zu einer Linksammlung verkommen, seit 2003 ist es dann so wie man heute noch im eCb nachlesen kann. Der Schwerpunkt im Blog liegt halt auf der schnellen selktierten Information, ohne dabei auf die Metaebenen des eCommerce abzudriften, das ganze gewürzt mit ein paar Empfehlungen fürs tägliche Geschäft und einem Schuss Humor. Am bloggen schätze das direkte Feedback und die Kontakte zu denen man sonst wohl nie gekommen währe.

interview-blog.de: Wenn wir schon einmal solche eCommerce-Experten im Interview haben, müssen wir natürlich die Frage stellen, was im Jahr 2007 die zentralen Erfolgsfaktoren im eCommerce sind?

Michael: Ich denke das A und O sind Marketing, Controlling und die Implementierung von Tools zur Verkaufsförderung. Der Wettbewerb erfordert den Einsatz von gezieltem Marketing. Damit ich weiss, welche Marketingdollars sich rentieren, muss ein entsprechendes Controlling her. Sonst kann es einem schnell passieren, dass man im Verdrängungswettbewerb die Karo sieben zieht und einfach nicht effizient mit seinem Budget umgeht. Wer auf das richtige Controlling setzt, kann darüber hinaus auch noch viel über seine Kunden erfahren. Im nächsten Schritt geht es darum, den Grenzpreis zu erzielen, den der Kunde bereit ist zu bezahlen. Man muss nicht der günstigste Anbieter sein, viele Kunden sind bereit einige Prozent mehr auszugeben, wenn sie dafür ein gutes Gefühl haben. Also muss ich als Betreiber dafür Sorge tragen, dass nach dem Klick keine kognitive Dissonanz auftritt. Dem beugen Betreiber am besten über eine gute Beratung und optimale Präsentation vor. Dazu gehören hochauflösende Bilder, verschiedene Ansichten, meines Erachtens sind da die Hersteller in der Schuld. Wenn ich als Hersteller will, dass meine Produkte gut abverkauft werden, muss ich auch das Material liefern. Auch 3D Bilder kosten heute nicht mehr die Welt. Ein weiteres Thema ist der Zugang zuk Produkt, Finder, Berater und eine gute Suche mit Post Search Navigation sind da gefragt. Für Anbieter von Katalogen sind Angebote wie von www.Salescatalog.de vielleicht ein Weg.

Daniel: 2007 bietet zunächst mal dieselben Herausforderungen wie die vorangegangenen Jahre auch. Marketing ist sicher ein großes Thema, auf der anderen Seite steht die Usability und die Mehrwerte die meine Anwendung dem User bietet. Das können kann eben UGC wie Rezensionen und Bewertungen sein oder aber clevere Vergleiche, Beratungsfunktionen, Testberichten, Konfiguratoren und vieles mehr sein, eben je nach Geschäftsmodell. Auf absehbare Zeit wird es auf keinen Fall mehr reichen ein Produkt lediglich mit einem Bild und einem 3-Zeiler als Beschreibung zu Promoten Die Kunden verlangen nach mehr Infomation. Eine ebenso große Herausforderung ist aber auch alles was hinten raus geschieht. Clevere Logistik, heißt schnelle Lieferung, geringe Versandkosten, unkomplizierte Rücknahme. Hier werden aus Kunden Stammkunden die den Shop auch weiterempfehlen. Kurz alles was den Käufer zufriedener macht sollte geboten werden. Aber auch die strategische Ausrichtung muss Stimmen. Man sollte sich von Anfang an eine Nische suchen und diese dann 100% kompetent bedienen. Ich empfehle eCommerce Neulingen einen mehrstufigen Weg: Beginnen kann man als Anbieter auf einem großen Marktplatz wie Ebay oder Amazon, hier lässt sich ohne riesen Marketingbudget schnell ein großer Kundenkreis erreichen und man kann erste Erfahrungen sammeln und seine Versandprozesse evaluieren und optimieren. Parallel kann man bereits einen eigenen Shop aufsetzen. Als weitern Schritt solle der Händler sich im Online Marketing versuchen. Suchmaschinoptimierung, Sponsored Links, Preissuchmaschinen etc. Wenn hier erste Erfolge zu Verzeichnen sind ist die Anbindung an die Warenwirtschaft unerlässlich, sonst steigt der Aufwand einem über den Kopf. Sämtliche elektronischen Bestell- und Abwicklungswege sollten mit allen anderen Kanälen, wie Kundendatenverwaltung, Rechnungen oder Bezahlvorgänge, verknüpft sein. Erst hier beginnt der Weg zur Innovation die vorherigen Schritte sind Hausaufgaben, aber die wollen wohl geplant und sauber aufgesetzt sein.

interview-blog.de: Welche Geschäftsmodelle im Web setzen Eurer Meinung nach diese Erfolgsfaktoren besonders vorbildlich um?

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Ein Kommentar zu ““Es kann sein, dass man als Individium oder Organisation seiner Zeit voraus ist.” - Im Gespräch mit Michael Jung und Daniel Schäfer (e-commerce-blog.de)”

  1. e-commerce-blog.de: News, Trends und Informationen aus E-Commerce, Online Marketing und Online Verkaufsförderung - 6 Fragen, 12 Antworten - Das E-Commerce-Blog im Interview sagt:

    […] Klaus-Martin Meyer vom Interviewblog hat uns gefragt ob wir Rede und Antwort im Rahmen eines Intervies stehen möchten. Klar haben wir gemacht, das ganze passt auf 2 Seiten und kann hier gelesen werden. […]

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