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“Blogs müssen autentisch sein sonst wird es uninteressant” - Im Gespräch mit Torsten Matthias (Frosta-Blog)

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interview-blog.de: Herr Matthias, mit momentan 39 Postings sind Sie einer der fleißigsten Blogger des Frosta-Blogs. Können Sie sich und Ihren Arbeitgeber kurz vorstellen?

Torsten Matthias: Wir produzieren und verkaufen Tiefkühlkost. Im Jahr 2003 haben wir in Deutschland das “FRoSTA Reinheitsgebot” eingeführt. Damit garantieren wir bei allen unseren Produkten den Verzicht auf Zusatzstoffe. Unsere Produkte sind zu 100% frei von Farbstoff- und Aromazusätzen, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, Stabilisatoren und chemisch modifizierten Stärken. Wir sind der Überzeugung, dass man das alles nicht braucht um einen guten und echten Geschmack der erreichen. Wichtig ist vielmehr, dass man beste Zutaten einsetzt. Das tun wir.
In unserer Zutatenliste führen wir jede einzelne Zutat auf und gehen damit weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Sie können bei uns sogar sehen, aus welchen Einzelgewürzen das Curry besteht. Transparenz ist uns wichtig und macht das FRoSTA Reinheitsgebot glaubwürdig und für den Verbraucher nachvollziehbar.

interview-blog.de: Welches Ereignis war für Ihrer Firma einschneidener: Das Frosta-Reinheitsgebot oder das Bloggen?

Torsten Matthias:
Die Einführung des Reinheitsgebotes war einschneidender. Wir haben zwei Jahre daran gearbeitet. Über 25.000 Entwicklungsstunden waren notwendig, um alle Zusatzstoffe aus unseren Produkten zu verbannen.
Das Bloggen ist für uns dagegen eine neue Form der Kommunikation mit dem Verbraucher. Wir berichten von unserer täglichen Arbeit aus fast allen Abteilungen des Unternehmens - wir wollen auch hier möglichst transpartent sein. Gerne holen wir uns bei besonderen Themen über den Blog auch die Meinung der Blog-Leser ein. So haben wir z.B. gefragt, ob wir unseren FRoSTA-Jingle beibhalten sollen, ob wir zuviel Paprika einsetzen, wie unsere Werbebroschüre gefällt usw.

interview-blog.de: Wie haben Sie es geschafft, das Frosta-Blog (zumindestens in unserer Wahrnehmung) zum Standardbeispiel für Corporate Blogs in Deutschland zu machen?

Torsten Matthias:
Blogs müssen autentisch sein sonst wird es uninteressant. Ich glaube, dass man den Leser nervt, wenn man werblich wird oder mit vorformulierten Texten arbeitet. Im FRoSTA-Blog finden Sie einerseits sehr informative und fundierte Berichte, z.B. über unsere Rohwarenbeschaffung und andererseits wahren Nonsens über die “Dunkle Seite der Macht“. Die meisten Blogger haben mittlerweile ihren eigenen Stil gefunden und wir haben einen interessanten Themenmix. Das schafft man natürlich nur dann, wenn man beim Bloggen keine Vorgaben bekommt.

interview-blog.de: Als der Frost-Blog gestartet wurde (30.06.2005) war das Bloggen hierzulande noch alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Wie waren damals die Erwartungen im Hinblick auf die Kommunikation mit den Kunden über das Blog?

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2 Kommentare zu ““Blogs müssen autentisch sein sonst wird es uninteressant” - Im Gespräch mit Torsten Matthias (Frosta-Blog)”

  1. » Frosta ist für alle da, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly sagt:

    […]   04   Blackbox WWW         13:27 | Jan 25′07 Frosta ist für alle da   Zwei interessante Interviews zum Frosta-Weblog gibt es derzeit: Einmal mit Felix Ahlers, Vorstand Marketing und Vertrieb bei Frosta, und einmal mit Torsten Matthias, einem fleißigen Blogger des Tiefkühlkost-Herstellers. Beide Interviews gewähren Einblicke in den Umgang mit dem Blog bei Frosta, das zu den erfolgreichsten Corporate Blogs in Deutschland gehört. Thomas Gigold | Blogwelt |   Kommentar verfassen […]

  2. Gibt es bloggende und twitternde Archive? Was schreiben die? Was könnten sie schreiben? | Kulturmarketing Blog sagt:

    […] Aus dem Kulturbereich habe ich im stART Blog schon Beispiele dazu gebracht. Erfolgreiche Unternehmensblogs wie z.B. das Frosta Blog (dazu ein Inteview mit Torsten Mathias, einem bloggenden Frosta Mitarbeiter im Interview-Blog) oder das Saftblog von Walthers Saftkelterei zeigen, dass das Innere eines Unternehmens spannend für Kunden ist - wenn es interessant, persönlich und authentisch präsentiert wird. “Es gibt über alle Produkte was zu sagen” stellt Kirstin Walter, Inhaberin der Kelterei, im Interview mit Bernd Pitz fest. Der Umsatz des Unternehmens hat sich übrigens verdoppelt, seit es das Saftblog gibt… […]

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