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“Blogger haben viel zu wenig Zeit! Warum? Weil sie bloggen.” - Im Gespräch mit Peter & Jens von “Der Blogbote” & berlincityblues.com

Klaus-Martin Meyer: Hallo Jens, hallo Peter, Ihr bloggt gleich auf zwei verschiedenen Blogs. Könnt Ihr ein bisschen über Euch und Eure Blogs erzählen?

Jens: Den Blogboten befüllen wir momentan vorwiegend zu zweit – Peter und ich. Meine Freundin Jenny schreibt auch, wenn sie Lust dazu hat. Bei berlincityblues.com sieht das schon anders aus. Dort sind wir wirklich viele SchreiberInnen, u.a. Jenny, Nicole, Anni, Peter und ich. Dazu kommen noch GastkommentatorInnen. Ich habe zwar beide Blogs gegründet, aber inzwischen sind sie längst ein Gruppenerzeugnis.

Peter: Jens hat mich im März 2006 zunächst für berlincityblues.com begeistert, was mich auch prompt süchtig gemacht hat. Hier bloggen wir alles, was uns ganz persönlich wichtig erscheint. Ist also alles rein subjektiv. Der Blogbote hingegen ist eher ein Service von uns für die Netzleser da draußen. Dabei lernen wir selbst viel über die aktuellen Entwicklungen im Netz und bleiben auf diese Weise up to date.

Jens: berlincityblues.com ist für mich mehr ein persönliches Magazin. Andere können mitlesen, mitteilen und womöglich sogar mitschreiben. Meine Vision vom Blogboten ist ganz ähnlich. Wir schreiben Nachrichten, geben Empfehlungen und die LeserInnen können ebenfalls Tipps, Hinweise, Feedback und Kritik abgeben. Im besten Fall wird unser Input durch die Zusatzinfos der UserInnen vervollständigt. Auch wenn die LeserInnen bisher wenig Gebrauch von unserer Kommentarfunktion machen.

Klaus-Martin Meyer: Gebt mir doch mal einen Tipp, wo Ihr Euch die Zeit stehlt, gleich zwei Blogs mit Content zu befüllen?

Peter: Stehlen? Bewusst einplanen! Der Blogbote wird – wenn nichts dazwischen kommt – im Schichtsystem befüllt. Jens legt morgens im Schlafanzug vor. Und ich folge nach dem Frühstück, wenn ich gegen Zehn endlich im Büro aufschlage. Und berlincityblues.com entsteht nebenbei – wenn wir Lust und ein entsprechendes Mitteilungsbedürfnis haben.

Klaus-Martin Meyer: Uns würde Eure Meinung (vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit dem Blogboten und berlincityblues.com) zu den folgenden drei Theorien
interessieren: 1.) Blogger haben zuviel Zeit!…

Peter: Falsch! Blogger haben viel zu wenig Zeit! Warum? Weil sie bloggen.

Jens: Ich habe nicht zu viel Zeit, aber den Luxus sie mir frei einteilen zu können. Als Freiberufler muss man nicht nach der Stechuhr arbeiten. Das ist der entscheidende Vorteil. Die Nachteile braucht man hier nicht aufzählen, die kennt wahrscheinlich fast jeder. Und dann liegt da noch viel Motivation im Schreiben. Ich fühle mich nach dem Bloggen gut. Deshalb ist die Zeit anständig genutzt.

Peter: Genau! Das ist wie beim Rasenmähen. Man sieht sofort den Erfolg seiner Arbeit.

Klaus-Martin Meyer: 2.) Leser von Blogs klicken nicht auf Werbebanner!

Jens: Das sehe ich nicht so. Wenn man Zahlen hört oder liest, dann kann man mit entsprechend vielen Lesern und gut platzierten Bannern auch ordentliche Erlöse erzielen. Allerdings bin ich für meinen Teil in der glücklichen Situation auf Werbeeinnahmen bisher nicht angewiesen zu sein. Ich kann mir das Bloggen auch so leisten und schreibe, weil ich Bock darauf habe und dabei immens viel lerne. Allerdings habe ich auch nichts gegen die Erstattung meiner Unkosten.

Klaus-Martin Meyer: … 3.) “Blog” ist die Abkürzung von “better listed on google”.

Peter: Das trifft sicher für manche Blogs zu, ist aber eher Nebeneffekt. Für den Blogboten gilt das ja auch. Wer über aktuelle Themen schreibt, liegt bei Google eben ganz oben. Aber das ist – zumindest für uns – nicht der Grund des Bloggens. Außerdem: Wer ständig auf Google schielt, kriegt ja jedes Mal Panik wenn die Maschine ihren Algorithmus ändert. Das wäre mir ehrlich gesagt zu nervenaufreibend. Herzschrittmacher sind nicht so mein Ding.

Klaus-Martin Meyer: Ich selber blogge mit mehreren Mitstreitern für den marketing-blog.biz und finde die Kooperation ganz inspirierend. Auch Ihr schreibt im Team. Welche Vor- oder auch Nachteile resultieren aus dem Teamwork?

Jens: Nachteile sehe ich persönlich keine. Natürlich muss man sich in einer Gruppe auch mal seine Idee zerpflücken lassen, aber im Zweifel war die Idee eben einfach schlecht. Außerdem entstehen im Team oft viel bessere Projekte/Konzepte/Ideen.

Peter: Am Teamwork schätze ich vor allem das Feedback. Es kommt schnell und differenziert. Außerdem treffen wir uns regelmäßig bei einem Bierchen.

Jens: Das Community-Offline-Event zur digitalen Arbeit.

Klaus-Martin Meyer: Zum Abschluß unsere Standardfrage: Wird es Eure Blogs in fünf Jahren noch geben? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Peter: In fünf Jahren blogge ich hoffentlich immer noch. Dann aber über die besten Windeln. Ob es beide Blogs noch in der jetzigen Form geben wird? Keine Ahnung. Wahrscheinlich brauche ich dann zumindest keine Tastatur mehr, um die Texte in eine graue Kiste zu hämmern.

Jens: Fünf Jahre, das sind ja ca. 20 Jahre in der analogen Welt. Weiß ich, was ich in zwanzig Jahren mache? Keine Ahnung. Bloggen ist für mich einfach Schreiben und Fotos veröffentlichen. Und das werde ich hoffentlich noch lange. Wie die Blogs dann aussehen, steht auf einem anderen Blatt.

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4 Kommentare zu ““Blogger haben viel zu wenig Zeit! Warum? Weil sie bloggen.” - Im Gespräch mit Peter & Jens von “Der Blogbote” & berlincityblues.com”

  1. Der Blogbote » Blog Archive » Peter und ich im Interview sagt:

    […] Wer nachlesen möchte, kann dies hier tun >> […]

  2. Maike sagt:

    Leute,
    ich war verzweifelt auf der Suche, IRGENDEINEN Beitrag zu finden, um die nun folgende Information loszuwerden.

    Ich habe zwei Blogs, die ich für so absolut unfassbar halte, daß ich immer noch nicht weiss, ob es sich um eine neue Version des Blair Witch Projects handelt oder wirklich ist.

    Man ist, wenn man das so liest, ständig hin- und hergerisse zwischen “hm, die Quellen stimmen (wie zum Beispiel die Aussage von Donald Rumsfeld über das Geld im Pentagon)” und “das kann doch irgendwie nicht sein.

    also die erste Seite ist:
    http://disclosureproject.blog.de
    (man lese sich mal die Folgeartikel durch, unfassbar!)

    die zweite Seite ist:
    http://richard-dolan.blog.de
    (der gute Mann war wohl in der ZDF-Dokukanal Doku “Ufos Lügen und der Kalte Krieg” zu sehen. Er ist Historiker und nicht irgendein Spinner. Und das macht seine Artikel noch umso heftiger)

    Also wenn ich das lese, finde ich es unverantwortlich, daß die Medien sich über dieses Thema so ausschweigen! Wo sind unsere Journalisten bitteschön, die über die Wahrheit berichten sollen?

    Ich dachte immer, dass das UFO Thema nur Humbug und Unsinns ist.

    Da habe ich mich wohl gewaltig geirrt - wie auch alle anderen neben mir.

    beste Grüße
    Maike

  3. Flash sagt:

    Keine Ahnung, Maike, warum du deine Fragen gerade hier anbringst (sehe keinen Bezug zum Interview?) - meine persönliche Meinung ist aber, dass all diese Ufo-Themen völlig irreal sind. Es handelt sich um die moderne Version von Märchen und Sagen, auf welche scheinbar die Menschheit niemals verzichten kann, egal, wie modern die Zeiten sein mögen.
    Verschwörungstheorien “gehen” immer, und dank Internet mit wachsender Tendenz und Ausbreitungsgeschwindigkeit. Bitte benachrichtige uns, wenn dir das erste Ufo begegnet ist…! (SCNR)

  4. Maike sagt:

    Hallo Flash,

    Du disqualifizierst Dich selber, und zwar aus folgenden zwei Gründen:

    1.Du stellst Behauptungen auf und begründest nichts. Lies Dir den Blog durch, bevor Du haltslose Bemerkungen aufstellst. Deine Meinung kannst Du gerne äußern, denn dazu haben wir schliesslich eine Demokratie. Aber Du machst Dich unglaubwürdig, wenn Du die Meinung nicht stützen kannst.

    2.Du scheinst nichtmal meinen kleinen Beitrag gelesen zu haben. Warum? Du schreibst, daß Du Dich wunderst, warum ich “gerade hier meine Fragen anbringe”. Genau dazu nehme ich bereits im ersten Satz Stellung: “ich war verzweifelt auf der Suche, IRGENDEINEN Beitrag zu finden, um die nun folgende Information loszuwerden.”

    Ich persönlich würde mich freuen, wenn Du Dir - höfliche Bitte - wenigstens die Zeit nimmst, die Texte zu lesen, bevor Du vorschnell antwortest. Machst Du das nicht, kann die Diskussion enden.

    Was in den von mir genannten Links drinsteht, geht eben GENAU auf diese Vorurteile ein, von den Du sprichst. Verschwörungen, die Realität von UFOs und dergleichen.

    Mir wird nicht klar, wie man so hartnäckig an seinen Vorurteilen “kleben” kann, wenn einem hochinteressante Artikel geboten werden, die abseits des üblichen UFO Unsinns geschrieben wurden und sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.

    Lies es oder lass es bleiben. Aber verschon mich um Gottes willen mit haltslosen Behauptungen und vor allem mit kindischen Spötteleien wie “benachrichtige mich, wenn Du ein UFO gesehen hast”.

    Das kostet nur Dich und mich unnötig Zeit und bringt letztlich keinem etwas.

    Maike

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